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Unkersdorfer Kirche

Unkersdorfer Kirche

Königstein Kupferstich Foto H.-P.Haack

Königstein um 1650 Kupferstich Foto H.-P.Haack

Zacharias Hestius (* 8. Oktober 1590 in Unkersdorf; † 25. Mai 1669) war ein deutscher Kantor und Pfarrer.[1]

Leben Bearbeiten

Sein Vater, Johann Hestius, Prediger in Unkersdorf, wurde später als Pfarrer an die Dreikönigskirche Dresden berufen. Die Mutter war Sara geb. Sittig, Tochter eines Forstbediensteten in Moritzburg.

Nach einigen Jahren als Kapellknabe in Dresden wurde er 1607 in Schulpforta aufgenommen und ging 1611 nach Wittenberg, wo er ein Stipendium erhielt und auch Einnahmen aus dichterischer Tätigkeit erzielte. 1615 kam er als Kantor nach Luckau in der Niederlausitz, 1616–1624 war er Lehrer und Kantor an der Fürstenschule Meißen. 1624 berief man ihn zunächst als Tenorist und dann ab 1624[2] oder 1632[3] als Vizekapellmeister der Dresdner Hofkapelle.[4] Während des 30-jährigen Krieges litt er existenzielle Not. Davon zeugt sein Bittschreiben von 1634 um Brot und Wein.[5] 1641 wirkte er als Pastor in Königstein, die letzten 19 Jahre mit Hilfe seines Schwiegersohnes Joh. Werner.

Familie Bearbeiten

  • Bruder: Johann, Notar und Proviantverwalter
  • Schwester: Maria, verh. mit Christoph Buläus, Pfarrer in Kötzschenbroda. Vater von Christophorus Bulaeus
  • Schwester: Anna Maria, 1622 verh. mit Augustin Prescher, Pfarrer zu Obergruna, Freiberg, später in Kötzschenbroda
  • 1. Ehe mit Concordia geb. Potitscher, Tochter des Stadtschreibers zu Meißen, 1616 verh., 5 Kinder
  • 2. Ehe mit Magdalena geb. Reinhard, Tochter des Superintendenten in Pirna

Kinder aus der 2. Ehe:

  • Maria Magdalena, verh. Werner
  • Dan. Gottfried, Jurist, bis 1660 an der Fürstenschule Meißen
  • Catharina Elisabeth, verh. an Dan. Kirchner, Schösser in Belzig
  • Christina Margaretha, verh. an Joh. Ernst Cadner, Senator in Pirna
  • Anna Maria, geb. 1617, verh. an Gabriel Hain, Papierhändler und -müller in Königstein/Biela

Literatur Bearbeiten

  • Johann August Müller: Versuch einer vollständigern Geschichte der Chursächsischen Fürsten- und Landschule zu Meissen. Band 2

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Pfarrerbuch Sachsen
  2. [https://www.musik.uzh.ch/dam/jcr:ffffffff-c1bc-c70b-0000-0000675515a2/EitnerQ_05.pdf Quellen-Lexikon der Musikerund Musikgelehrten ]
  3. Ehemalige Kapellmeister (= Kpm), Kirchen- und Cammer-Compositeurs, Dirigenten Staatskapelle Dresden
  4. Gartenzwerg trifft Hochkultur
  5. Karl August Müller: Forschungen auf dem Gebiete der neueren Geschichte. Bände 1–2, S. 176


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