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Der Chorwettbewerb World Choir Games (WCG) - in Deutschland auch Chorolympiade genannt - fand erstmals im Jahre 2000 in Linz, Österreich statt. Begründet von Günter Titsch, dem Präsidenten des Förderverein Interkultur e. V., sind sie in den Jahren ihres Bestehens zu der größten chorolympischen Veranstaltung weltweit herangewachsen. Gemäß dem olympischen Gedanken, alle Völker im friedlichen Wettstreit zusammenzuführen, entstand eine Plattform, auf der sich alle Chorsänger weltweit präsentieren und ihre Leistungen messen können.

Die WCG werden alle zwei Jahre in verschiedenen Ländern der Welt ausgetragen. Austragungsorte sind bislang Linz, Österreich (2000), Busan, Südkorea (2002), Bremen, Deutschland (2004), Xiamen, China (2006), Graz, Österreich (2008), Shaoxing, China (2010) und Cincinnati, USA (2012). Mehr als 20.000 Chorsänger aus über 80 Nationen haben jeweils teilgenommen und werden alle zwei Jahre zu diesem 12tägigen Ereignis der Chormusik erwartet.

Wettbewerbsmodus Bearbeiten

Kernstück des Wettbewerbs ist ein spezielles, vom Veranstalter entwickeltes Bewertungssystem, das es einer 5-7 köpfigen internationalen Jury ermöglicht, anhand von festgelegten Kriterien den Leistungsstand jedes teilnehmenden Chores zu bewerten. Grundlage hierfür ist die Einteilung der Gruppen in Kategorien, die Chöre vergleichbarer Besetzung (Kinder-, Jugend-, Männer-, Frauen-, gemischte Chöre etc.) bzw. vergleichbarer künstlerischer Ausrichtung (Pop-, Gospel-, Folklore-Chöre, Geistliche Musik etc.) zusammenfasst. Wegen regionaler Besonderheiten des jeweiligen Veranstaltungsortes und aus organisatorischen Gründen variiert die Anzahl der angebotenen Kategorien z. T. deutlich. Waren es 2008 bei den WORLD CHOIR GAMES in Graz noch 28 Kategorien, so werden 2010 in Shaoxing, China 20 Kategorien angeboten.

Die Wettbewerbe werden in zwei Wettbewerbsteilen unterschiedlichen Niveaus ausgetragen. Beide Teile sind in sich vollwertige Wettbewerbe mit international anerkannter Jury, Wertungen und Auszeichnungen. Die Teilung trägt der Intention des Veranstalters Rechnung, neben besonders kunstfertigen Chören auch solchen Gruppen die Wettbewerbsteilnahme zu ermöglichen, die sich nicht zur Weltelite zählen würden und deshalb in anderen Wettbewerbsangeboten den Vergleich scheuen.

WORLD CHOIR GAMES - The Open Competition, folgt der chorolympischen Idee, jedem Chor die Teilnahme zu ermöglichen. In diesem Teil sind Chöre jeglichen Leistungsstandards und ausdrücklich auch solche ohne oder mit geringer Wettbewerbserfahrung aufgerufen, in den ausgeschriebenen Kategorien mit ihren Programmen teilzunehmen, um das Niveau und Können des jeweiligen Chores zu demonstrieren. Je nach Jurywertung wird den Teilnehmern auf einem bronzenen, silbernen oder goldenen Diplom ihr Leistungsstand nach internationalen Maßstäben bestätigt.

WORLD CHOIR GAMES - The Champions Competition, ist der Wettbewerb für erfahrenere Chöre, die in der Regel ihren Leistungsstand bereits bei anderen internationalen Wettbewerben unter Beweis gestellt haben oder sonst objektive Zulassungskriterien erfüllen. Auch Delegation durch ein nationales Kultusministerium oder einen Chorverband eröffnet die Zulassung, ebenso die freiwillige Teilnahme an einem vorgelagerten Qualifikationskonzert, in dem die Jury über die Zulassung beschließt.

Ein Höhepunkt der WCG ist ein Galakonzert, in dem alle Preisträger vor internationalem Publikum und Presse auftreten.

Der Veranstalter, der Förderverein INTERKULTUR e. V., ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Pohlheim, Deutschland, ist förderndes Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und führt seit 1988 weltweit verschiedene Festivals und Chorwettbewerbe unter dem Begriff MUSICA MUNDI durch. Ehrenpräsident ist Walter Scheel, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland a. D.

Weblinks Bearbeiten

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