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Wolfgang Solz (* 12. Februar 1940 in Frankfurt am Main) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler von Eintracht Frankfurt, der in den Jahren 1962 und 1964 zu zwei Einsätzen in der Deutschen Fußballnationalmannschaft kam.

Eintracht FrankfurtBearbeiten

Der Jugendnationalspieler von Union Niederrad wechselte 1958 in den Riederwald zu Eintracht Frankfurt. Das erste Jahr verbrachte er durch die damaligen Wechselbestimmungen im „Juniorteam“ der Eintracht. Ab der Saison 1959/60 gehörte er der Oberliga-Mannschaft an. Am 6. Dezember 1959 feierte er auf Linksaußen seinen Einstand in der Oberliga Süd im 2:2 endenden Heimspiel gegen den SSV Reutlingen 05. Das Finale im Europa-Cup der Meister in Glasgow gegen Real Madrid erlebte er auf der Ersatzbank im Hampden-Park am 18. Mai 1960. Der wegen seiner herausragenden Ballfertigkeit „Brasilianer“ gerufene Techniker brachte es von 1959 bis 1963 auf 69 Spiele mit 17 Toren in der Oberliga Süd. Als Aktiver war er in den Jahren 1961 und 1962 an den errungenen Vizetiteln im Süden und den folgenden Spielen in der Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft beteiligt. In der Fußball-Bundesliga kam er von 1963 bis 1968 auf 113 Einsätze und 46 Tore. Im Messe-Cup sammelte er in den Runden 1964/65 und 1966/67 internationale Erfahrung. Seinen letzten Einsatz in der Bundesliga hatte er am 25. Mai 1968 beim 0:0 Unentschieden beim FC Schalke 04.

SV Darmstadt 98 Bearbeiten

Nach seinem Abschied bei Eintracht Frankfurt spielte er von 1968 bis 1971 noch drei Runden beim SV Darmstadt 98. Die ersten zwei in der Regionalliga Süd als Spieler, die Runde 1970/71 als Spieler-Trainer in der Amateurliga Hessen. Er holte mit den „Lilien“ die Meisterschaft und führte sie zurück in die Regionalliga.

SpVgg Bad Homburg Bearbeiten

Als 33-jähriger Spieler-Trainer holte er am 30. Juni 1973 mit der SpVgg Bad Homburg mit einem 1:0 Sieg gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern die Deutsche Amateurmeisterschaft in das hessische Heilbad am Südostrand des Taunus.

Trainer Bearbeiten

Nach elf Titelgewinnen im Amateurbereich beendete er 1989 beim FSV Frankfurt seine Trainer-Karriere. Er galt als Meistermacher, sammelte in den Stationen Viktoria Aschaffenburg, VfR Bürstadt, FC Erbach, Rot-Weiß Frankfurt, Borussia Fulda und Hanau 93 Titel in Serie.

Nationalmannschaft, 1962-64 Bearbeiten

Zu seinem ersten Einsatz in der Nationalmannschaft kam er noch als Spieler der Oberliga Süd. Am 24. Oktober 1962 kam er als Linksaußen beim 2:2 in Stuttgart gegen Frankreich an der Seite von Uwe Seeler, Heinz Strehl und Friedhelm Konietzka zum Einsatz. Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile war für Bundestrainer Sepp Herberger ein Neuaufbau angesagt und dadurch kam der 22-jährige Frankfurter zu seinem Debüt im Nationalteam. Sein zweites Spiel in der Nationalelf bestritt er am 29. April 1964 in Ludwigshafen bei der 3:4 Niederlage gegen die Tschechoslowakei. Er bildete mit Wolfgang Overath den linken Flügel. In der Ära von Bundestrainer Helmut Schön wurde er nicht mehr in das DFB-Team berufen. In der Antrittsschnelligkeit verkörperte er nicht den Typ des Flügelflitzers; als Spielmacher drängten sich Helmut Haller, Wolfgang Overath und Günter Netzer in seinen besten Jahren auf.

Beruf Bearbeiten

Der frühere Büroangestellte betreibt in Frankfurt eine Versicherungsagentur.

Quellen Bearbeiten

  • Deutschlands große Fußballmannschaften; Teil 7: Eintracht Frankfurt, AGON, 1995, ISBN 3-928562-53-3
  • Geschichte der Oberliga Süd, Klartext Verlag, 1993, ISBN 3-88474-055-5
  • Deutschlands Fußball-Nationalspieler, Das Lexikon, Sportverlag Berlin, 1997, ISBN 3-328-00749-0


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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