FANDOM


K (42 Versionen importiert)
(aktualisiert)
 
Zeile 1: Zeile 1:
'''Wolfgang Altenburger''' (* [[19. September]] [[1931]] in [[Burgstädt]]; † [[18. März]] [[2008]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Comic]]-Autor, Chefredakteur des Comics ''„[[Mosaik (Zeitschrift)|Mosaik]]“'' und der Kinderzeitschrift ''„[[Atze (Zeitschrift)|Atze]]“'' sowie Initiator der Atze-Expeditionslager.
+
'''Wolfgang Altenburger''' (* 19. September 1931 in [[Burgstädt]]; † 18. März 2008 in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Comic]]-Autor, Chefredakteur des Comics ''„[[Mosaik (Zeitschrift)|Mosaik]]“'' und der Kinderzeitschrift ''„[[Atze (Zeitschrift)|Atze]]“'' sowie Initiator der Atze-Expeditionslager.
   
 
Altenburger trat nach der Ausbildung zum Bergmann 1948 der [[SED]] bei. Bis 1956 war er Pionierleiter und Instrukteur beim [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]]-Zentralrat für Touristik und Wandern. Von 1956 bis 1960 war er Redakteur beim [[Buchverlag Junge Welt]] in Berlin. Von 1960 bis 1962 studierte er Journalistik an der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität]] in [[Leipzig]] (Diplomarbeit: ''„Die besonderen Aufgaben der Bilderzeitschrift im System der Kinderpresse der DDR. Eine Untersuchung nach den Prinzipien des einheitlichen Bildungssystems und der IV. Journalistenkonferenz“''). Danach war er von 1963 bis 1985 Chefredakteur von ''„Mosaik“'' und von 1967 bis 1991 Chefredakteur von ''„Atze“''. Altenburger war der produktivste Comic-Texter der DDR (z. B. ''[[Pats Reiseabenteuer]]''), der auch Texte für die meisten Illustriertencomics der 1970er- und 1980er-Jahre verfasste. 1982 wurde er mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] ausgezeichnet.
 
Altenburger trat nach der Ausbildung zum Bergmann 1948 der [[SED]] bei. Bis 1956 war er Pionierleiter und Instrukteur beim [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]]-Zentralrat für Touristik und Wandern. Von 1956 bis 1960 war er Redakteur beim [[Buchverlag Junge Welt]] in Berlin. Von 1960 bis 1962 studierte er Journalistik an der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität]] in [[Leipzig]] (Diplomarbeit: ''„Die besonderen Aufgaben der Bilderzeitschrift im System der Kinderpresse der DDR. Eine Untersuchung nach den Prinzipien des einheitlichen Bildungssystems und der IV. Journalistenkonferenz“''). Danach war er von 1963 bis 1985 Chefredakteur von ''„Mosaik“'' und von 1967 bis 1991 Chefredakteur von ''„Atze“''. Altenburger war der produktivste Comic-Texter der DDR (z. B. ''[[Pats Reiseabenteuer]]''), der auch Texte für die meisten Illustriertencomics der 1970er- und 1980er-Jahre verfasste. 1982 wurde er mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] ausgezeichnet.
Zeile 41: Zeile 41:
 
|STERBEORT=[[Berlin]]
 
|STERBEORT=[[Berlin]]
 
}}
 
}}
  +
{{WP}}

Aktuelle Version vom 12. Juli 2019, 08:16 Uhr

Wolfgang Altenburger (* 19. September 1931 in Burgstädt; † 18. März 2008 in Berlin) war ein deutscher Comic-Autor, Chefredakteur des Comics Mosaik und der Kinderzeitschrift Atze sowie Initiator der Atze-Expeditionslager.

Altenburger trat nach der Ausbildung zum Bergmann 1948 der SED bei. Bis 1956 war er Pionierleiter und Instrukteur beim FDJ-Zentralrat für Touristik und Wandern. Von 1956 bis 1960 war er Redakteur beim Buchverlag Junge Welt in Berlin. Von 1960 bis 1962 studierte er Journalistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig (Diplomarbeit: „Die besonderen Aufgaben der Bilderzeitschrift im System der Kinderpresse der DDR. Eine Untersuchung nach den Prinzipien des einheitlichen Bildungssystems und der IV. Journalistenkonferenz“). Danach war er von 1963 bis 1985 Chefredakteur von „Mosaik“ und von 1967 bis 1991 Chefredakteur von „Atze“. Altenburger war der produktivste Comic-Texter der DDR (z. B. Pats Reiseabenteuer), der auch Texte für die meisten Illustriertencomics der 1970er- und 1980er-Jahre verfasste. 1982 wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Literatur Bearbeiten

  • Gerd Lettkemann, Michael F. Scholz: „Schuldig ist schließlich jeder ...“ Comics in der DDR. Die Geschichte eines ungeliebten Mediums 1945/49-1990, Steinchen-für-Steinchen, Berlin 1994, ISBN 3-9803882-0-4.
  • Reinhard Pfeiffer: Von Hannes Hegen bis Erich Schmitt. Lexikon der Karikaturisten, Presse- und Comic-Zeichner der DDR, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1998 ISBN 3-89602-162-1
  • Mark Lehmstedt: Die geheime Geschichte der Digedags. Die Publikations- und Zensurgeschichte des Mosaik von Hannes Hegen, Leipzig 2010, Lehmstedt Verlag, ISBN 978-3-937146-99-7.
  • Michael F. Scholz: Wolfgang Altenburger – „eine neue Bilderzeitschrift“, in: Deutsche Comicforschung. Band 7 (2011), Hildesheim 2010, S. 117–128.
  • Michael F. Scholz: Altenburger, Wolfgang. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.

Weblinks Bearbeiten


Info Sign Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten Versionsgeschichte importiert.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.