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Willi Lippens
Personalia
Name Willi Lippens
Geburtstag 10. November 1945
Geburtsort Bedburg-HauDeutschland
Größe 170 cm
Position Angriff

2 Stand: 4. Oktober 2009

Willi „Ente“ Lippens (* 10. November 1945 in Bedburg-Hau, Niederrhein) ist ein niederländischer, meist in Deutschland lebender und für deutsche Vereine spielender ehemaliger professioneller Fußballer.

Leben und KarriereBearbeiten

Von 1965 bis 1976 sowie 1979 bis 1981 spielte er für Rot-Weiss Essen. 1976 wechselte er zu Borussia Dortmund, wo er bis 1979 blieb, um über einen Abstecher zum US-amerikanischen Club Dallas Tornado wieder nach Essen zurückzukommen. Er absolvierte insgesamt 242 Bundesliga-Spiele und schoss dabei 92 Tore. Bis heute ist er sowohl Rekordspieler als auch Rekordtorschütze der Essener in der Fußball-Bundesliga. Er absolvierte ein Länderspiel für die Niederländische Fußballnationalmannschaft, bei dem er das erste Tor beim 6:0-Sieg gegen Luxemburg erzielte; von der niederländischen Mannschaft wurde er aber aufgrund seines deutschen Hintergrunds nicht akzeptiert. Seinen Spitznamen „Ente“ verdankt er seinem charakteristischen Laufstil, der etwas an den Watschelgang einer Ente erinnerte.

Willi Lippens gilt als Original, das nie um einen guten Spruch verlegen ist. Als er in einem Regionalliga-Spiel bei Westfalia Herne auf eine Verwarnung (Gelbe Karte) und den darauf folgenden Kommentar des Schiedsrichters „Herr Lippens, ich verwarne Ihnen“[sic] mit den Worten antwortete: „Herr Schiedsrichter, ich danke Sie“, wurde er prompt des Feldes verwiesen.

Auch gibt es die angebliche Begebenheit, in der vor einem Gastspiel von Bayern München an der Hafenstraße Willi Lippens zu Sepp Maier, dem Torhüter der Bayern, mit dem Vorschlag gekommen sei, bei einem Abschlag der Bayern solle Maier zur Gaudi der Zuschauer den Ball auf Lippens spielen, und er werde ihn dann wieder zurück zu Maier spielen. Maier soll sich auf dieses Angebot verständlicherweise aber nicht eingelassen haben.

Angeblich soll er auch zumindest verwarnt worden sein, als er mit der Begründung, er wolle endlich mal ein Kopfballtor erzielen, den Ball im Liegen mit dem Kopf über die Linie beförderte.

1998 übernahm er für kurze Zeit das Traineramt bei RW Essen, konnte aber den Abstieg in die Amateur- Oberliga Nordrhein nicht mehr verhindern. Der selbstständige Kaufmann betreibt heute, zusammen mit seiner Frau, einen Gastronomiebetrieb in Bottrop, nur circa 5 km von seiner alten Wirkungsstätte, dem Georg-Melches-Stadion in Essen, entfernt.

Statistik Bearbeiten

Für Rot-Weiss Essen:

  • 155 Regionalligaspiele / 107 Tore (1965–1966, 1967–1969, 1971–1973)
  • 172 Bundesligaspiele / 79 Tore (1966–1967, 1969–1971, 1973–1976)
  • 67 Spiele in der 2. Bundesliga-Nord / 23 Tore (1979–1981)

Für Borussia Dortmund:

  • 70 Bundesligaspiele / 13 Tore (1976–1979)

Literatur Bearbeiten

  • Marc Geschonke: Ente mit Schlapphut in:... der Boss spielt im Himmel weiter. Fußball-Geschichten aus dem Ruhrgebiet, herausgegeben von Hermann Beckfeld. Henselowsky Boschmann Verlag Bottrop. ISBN 3-922750-62-1
  • Ingo Schiweck, Kicken beim Feind? Der ganz alltägliche Friede hinter dem deutsch-niederländischen Fußballkrieg, Düsseldorf 2006, S. 67-74. ISBN 3-9810957-4-X
  • Ich danke Sie!: Der Fußballer Willi "Ente" Lippens von Dietmar Schott. Essen 2008. ISBN 978-3-89861-978-3.

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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