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Hilgert,Wilfried 1963

Wilfried Hilgert (1963)

Datei:Wilfried Hilgert.jpg

Wilfried Hilgert (* 8. Juni 1933 in Parey) ist ein deutscher Unternehmer und Schachmäzen.

Unternehmer Bearbeiten

Hilgert war zunächst im Hotelfach tätig. 1955 begann er mit einem Startkapital von 5000 Mark ein Geschäft als Grundstücks- und Immobilienmakler, welches rasch expandierte. Mitte der 1960er-Jahre umfasste sein Besitz Häuser mit 1200 Wohnungen.

Um 1970 erwarb Hilgert die in Konkurs gegangene Glückstädter Heringsfischerei und eine weitere Reederei.[1] Sein Unternehmen verfügte zeitweise über acht Heringslogger und zwei Hecktrawler und war Marktführer für Matjesheringe in der Bundesrepublik Deutschland.[2]

Schachmäzen Bearbeiten

Wilfried Hilgert 1999 Porz

Hilgert, Porz 1999

Hilgert erlernte das Schachspiel mit fünf Jahren.[3] Seit 1957 ist er Mitglied der SG Porz.[4] Er spielte über 20 Jahre in der 1. Mannschaft, welche in dieser Zeit mehrfach Deutscher Mannschaftsmeister wurde.

Er hat seinen Verein über lange Jahre finanziell unterstützt und so zum sportlichen Erfolg beigetragen.

Im Jahre 1980 leitete er die Delegation von Robert Hübner, der zu der Zeit Mitglied der SG Porz war, bei dessen Kandidatenfinale gegen Viktor Kortschnoi in Meran. Während des Matches gab Hilgert eine Reihe von Interviews.[3] Hübner brach das Match nach 10 Partien ab und verließ danach auch die SG Porz. Hübner kehrte erst 1995 nach dem Rückzug seines damaligen Vereins, der Schachabteilung des FC Bayern München noch einmal für zwei Spielzeiten nach Porz zurück.

Bis zur Saison 2006/2007 spielte die 1. Mannschaft der SG Porz in der ersten Schachbundesliga. Zur Saison 2007/2008 zog der Verein seine erste Mannschaft zurück[5], da Hilgert mit der neuen, vom Deutschen Schachbund unabhängigen Form des Turnieres als „Bundesliga e.V.“ nicht einverstanden war. Dabei missfiel ihm die Vernachlässigung des Amateur- und vor allem des Jugend-Bereichs.

Hilgert ist jedoch auch weiterhin der Mäzen des Vereins und fördert die 1. Mannschaft, die nach dem Rückzug aus der Schachbundesliga fast geschlossen in der 2. Bundesliga West weiterspielte. Zudem unterstützt er auch ansonsten die SG Porz, insbesondere die aktuell 24 Jugendmannschaften.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Lust am Matjes, Spiegel 20/70, 11. Mai 1970, Seite 89
  2. Knacks gegeben, Spiegel 4/81, 19. Januar 1981, S. 86-87
  3. 3,0 3,1 Interview mit Wilfried Hilgert, Karl 3/2002
  4. Ehrenbriefe des Schachbundes NRW für 50jährige Mitgliedschaft, Stand: 11. August 2009
  5. Bundesliga: Porz steigt aus, Chessbase, 30. Mai 2007

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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