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Wilfried Dietrich hat immer in der höchsten Gewichtsklasse gerungen. Diese begann zu Beginn seiner Karriere bei 87 kg Körpergewicht, 1962 aufgrund einer neuen Gewichtsklasseneinteilung durch den Intern. Ringerverband (FILA) bei 97 kg Körpergewicht. 1969 wurden zwei neue Gewichtsklassen zu den bis dahin bestehenden acht eingeführt, das Papiergewicht (bis 48 kg Körpergewicht und das Schwergewicht, bis 100 kg Körpergewicht. Die Gewichtsklasse über 100 kg Körpergewicht bezeichnete man nunmehr als Superschwergewicht. Im Grunde genommen hat Wilfried Dietrich also immer im Superschwergewicht gerungen.
 
Wilfried Dietrich hat immer in der höchsten Gewichtsklasse gerungen. Diese begann zu Beginn seiner Karriere bei 87 kg Körpergewicht, 1962 aufgrund einer neuen Gewichtsklasseneinteilung durch den Intern. Ringerverband (FILA) bei 97 kg Körpergewicht. 1969 wurden zwei neue Gewichtsklassen zu den bis dahin bestehenden acht eingeführt, das Papiergewicht (bis 48 kg Körpergewicht und das Schwergewicht, bis 100 kg Körpergewicht. Die Gewichtsklasse über 100 kg Körpergewicht bezeichnete man nunmehr als Superschwergewicht. Im Grunde genommen hat Wilfried Dietrich also immer im Superschwergewicht gerungen.
   
Wilfried Dietrich wurde 1969 zum Schifferstadter Ehrenbürger ernannt. Er erlag 1992 im Alter von nur 58 Jahren einem [[Herzinfarkt]] in Durbanville, einem nördlichen Vorort von Kapstadt in Südafrika, wo er zuletzt mit seiner zweiten Ehefrau lebte. Beigesetzt wurde er auf dem Waldfriedhof in [[Schifferstadt]].
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Wilfried Dietrich wurde 1969 zum Schifferstadter Ehrenbürger ernannt. Er erlag 1992 im Alter von nur 58 Jahren einem [[|Myokardinfarkt|Herzinfarkt]] in Durbanville, einem nördlichen Vorort von Kapstadt in Südafrika, wo er zuletzt mit seiner zweiten Ehefrau lebte. Er wurde auf dem Waldfriedhof in [[Schifferstadt]] beigesetzt.<ref>knerger.de: [http://knerger.de/html/dietrichsportler_7.html Das Grab von Wilfried Dietrich]</ref>
   
 
Im Juni 2008 hat Günther Dietrich, der Bruder von Wilfried Dietrich, dessen sportlichen Nachlass für über 25.000 € ersteigert und aus Südafrika nach Deutschland zurückgeführt. Dieser Nachlass soll Grundstein für ein Ringermuseum werden, das 2010 in Schifferstadt gegründet wurde.<ref>[http://www.schifferstadt.de/index.cfm?fuseaction=sehenswertes&id=692 ''Erstes Deutsches Ringermuseum'']. Zugriff am 6. September 2010</ref>
 
Im Juni 2008 hat Günther Dietrich, der Bruder von Wilfried Dietrich, dessen sportlichen Nachlass für über 25.000 € ersteigert und aus Südafrika nach Deutschland zurückgeführt. Dieser Nachlass soll Grundstein für ein Ringermuseum werden, das 2010 in Schifferstadt gegründet wurde.<ref>[http://www.schifferstadt.de/index.cfm?fuseaction=sehenswertes&id=692 ''Erstes Deutsches Ringermuseum'']. Zugriff am 6. September 2010</ref>

Version vom 9. November 2011, 21:45 Uhr

Ringerhalle Schifferstadt 1

Wilfried Dietrich-Halle in Schifferstadt

Wilfried Dietrich (* 14. Oktober 1933 in Schifferstadt; † 2. Juni 1992 in Durbanville, Südafrika) war ein deutscher Ringer.

Leben

Wilfried Dietrich gewann in seiner Laufbahn zwischen 1951 und 1977 insgesamt 30 Deutsche Meisterschaften (Einzeltitel und Mannschaftstitel mit dem VfK Schifferstadt sowie Mainz 88). Der Höhepunkt seiner Laufbahn war jedoch der Olympiasieg im freien Stil 1960 in Rom - eine Leistung, die er im darauf folgenden Jahr mit dem Gewinn des Weltmeistertitels in Yokohama bestätigte. Weitere Olympiamedaillen gewann er 1956 in Melbourne (Silber im griechisch-römischen Stil), 1960 in Rom (Silber im griechisch-römischen Stil), 1964 in Tokio (Bronze im griechisch-römischen Stil) und 1968 in Mexiko-Stadt (Bronze im Freistil). Bei seinen letzten Olympischen Spielen 1972 in München landete er zwar noch einen Schultersieg gegen den amerikanischen 182-kg-Koloss[1] Chris Taylor, blieb jedoch ohne Medaille. 1977 beendete der „Kran von Schifferstadt“ seine aktive Laufbahn.

Man darf Dietrich zweifellos als ein Jahrhunderttalent bezeichnen. Denn es gelang nur wenigen Ringern, in beiden Stilarten dieses Sportes olympisches Edelmetall zu "erringen". Außerdem war Wilfried Dietrich auch Medaillengewinner bei deutschen Meisterschaften im Gewichtheben.

Wilfried Dietrich hat immer in der höchsten Gewichtsklasse gerungen. Diese begann zu Beginn seiner Karriere bei 87 kg Körpergewicht, 1962 aufgrund einer neuen Gewichtsklasseneinteilung durch den Intern. Ringerverband (FILA) bei 97 kg Körpergewicht. 1969 wurden zwei neue Gewichtsklassen zu den bis dahin bestehenden acht eingeführt, das Papiergewicht (bis 48 kg Körpergewicht und das Schwergewicht, bis 100 kg Körpergewicht. Die Gewichtsklasse über 100 kg Körpergewicht bezeichnete man nunmehr als Superschwergewicht. Im Grunde genommen hat Wilfried Dietrich also immer im Superschwergewicht gerungen.

Wilfried Dietrich wurde 1969 zum Schifferstadter Ehrenbürger ernannt. Er erlag 1992 im Alter von nur 58 Jahren einem [[|Myokardinfarkt|Herzinfarkt]] in Durbanville, einem nördlichen Vorort von Kapstadt in Südafrika, wo er zuletzt mit seiner zweiten Ehefrau lebte. Er wurde auf dem Waldfriedhof in Schifferstadt beigesetzt.[2]

Im Juni 2008 hat Günther Dietrich, der Bruder von Wilfried Dietrich, dessen sportlichen Nachlass für über 25.000 € ersteigert und aus Südafrika nach Deutschland zurückgeführt. Dieser Nachlass soll Grundstein für ein Ringermuseum werden, das 2010 in Schifferstadt gegründet wurde.[3]

Internationale Erfolge

(Anm.: OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, GR = griechisch-römischer Stil, F = Freistil, S = Schwergewicht, SS = Superschwergewicht, Klasse = Gewichtsklasse)

Jahr Platz Wettbewerb Stil Klasse
1955 6. WM in Karlsruhe GR S mit Siegen über Alexandru Suli, Rumänien u. Ladislav Baksaj, Jugoslawien u. einer Niederlage gegen Hamit Kaplan, Türkei
1956 Silber OS in Melbourne GR S mit Siegen über Bertil Antonsson, Schweden, Hussein Mehmedow, Bulgarien, Hamit Kaplan u. Adelmo Bulgarelli, Italien u. einer Niederlage gegen Anatoli Parfenow, UdSSR
1957 2. WM in Istanbul F S mit Siegen über Shunichi Kawano, Japan, Gholamreza Takhti, Iran u. Lucjan Sosnowski, Polen u. Unentschieden gegen Hussein Mehmedow u. Hamit Kaplan
1958 1. Turnier in Udine GR S vor Giuseppe Marcucci, Italien u. Ladislav Baksaj
1959 1. Turnier in Savona GR S vor Adelmo Bulgarelli u. Suleyman Bastimur, Türkei
1959 1. Turnier in Split GR S vor István Kozma, Ungarn, Suleyman Bastimur, Bertil Antonsson, Hussein Mehmedow u. Ladislav Baksaj
1960 Silber OS in Rom GR S mit Siegen über Ragnar Svensson, Schweden u. Radoslav Kassabow, Bulgarien u. Unentschieden gegen Bohumil Kubát, Tschechoslowakei u. Iwan Bogdan, UdSSR
1960 Gold OS in Rom F S mit Siegen über Ray Mitchell, Australien, Max Widmer, Schweiz, Bertil Antonsson, Yaqub-Ali Shourvazi, Iran, Pietro Marascalchi, Italien u. Sawkus Dscharasow, UdSSR u. einem Unentschieden gegen Hamit Kaplan
1961 1. WM in Yokohama F S mit Siegen über Isamu Ohtsuka, Japan, Hossein Noori, Iran u. Alexander Medwed, UdSSR u. Unentschieden gegen János Reznák, Ungarn u. Hamit Kaplan
1962 1. Turnier in Klippan/Schweden GR S vor Ragnar Svensson u. Stoykow, Jugoslawien
1962 1. Turnier in Belgrad GR S vor István Kozma u. Anatoli Parfenow
1962 3. WM in Toledo/USA GR S mit Siegen über Akeo Nojima, Japan, Hallow Wilson, USA, Radoslaw Kassabow u. Hamit Kaplan, einem Unentschieden gegen Anatoli Roschtschin, UdSSR u. einer Niederlage gegen István Kozma
1962 3. WM in Toledo/USA F S mit Siegen über Aziz Keyani, Iran u. Ragnar Svensson u. Unentschieden gegen Ljutwi Dschiber Achmedow, Bulgarien u. Hamit Kaplan
1963 4. WM in Sofia F S mit Siegen über Hamit Arslan, Türkei u. Alwyn Visser, Südafrika, einem Unentschieden gegen János Reznák u. einer Niederlage gegen Ljutwi Dschiber Achmedow
1963 6. WM in Helsingborg GR S mit einem Sieg über Werner Tschimmel, DDR, Unentschieden gegen István Kozma u. Ljutwi Dschiber Achmedow u. einer Niederlage gegen Anatoli Roschtschin
1964 2. Turnier in Klippan GR S hinter Ragnar Svensson u. vor Lennart Eriksson, Schweden
1964 Bronze OS in Tokio GR S mit Siegen über Tsuneharu Sugiyama, Japan u. Radoslaw Kassabow u. Niederlagen gegen Anatoli Roschtschin u. István Kozma
1964 7. OS in Tokio F S mit einem Sieg über Arne Robertsson, Schweden, einem Unentschieden gegen Hamit Kaplan u. einer Niederlage gegen Larry Kristoff, USA
1967 5. EM in Minsk GR S mit einem Sieg über Radoslaw Kassabow u. Unentschieden gegen Nikolai Schmakow, UdSSR u. István Kozma
1967 1. EM in Istanbul F S mit Siegen über László Nyers, Ungarn, Arne Robertsson, Bohumil Kubát, Osman Duraliew, Bulgarien u. Wladimir Saunin, UdSSR, trotz einer Niederlage gegen Giyasettin Yilmaz, Türkei
1968 Bronze OS in Mexiko-Stadt F S mit Siegen über Harry Geris, Kanada, Wieslaw Bochenski, Polen, Olziisaihany Erdeneochir, Mongolei u. Stefan Stingu, Rumänien u. Niederlagen gegen Osman Duraliew u. Alexander Medwed
1969 5. EM in Sofia F S mit einem Unentschieden gegen Omar Topuz, Türkei u. einer Niederlage gegen Osman Duraliew
1969 2. WM in Mar del Plata GR SS mit Siegen über Merv Holden, Kanada u. Petar Donew, Bulgarien u. einem Unentschieden gegen Anataoli Roschtschin
1970 1. Turnier in Teheran F SS vor Filabi, Iran u. Osman Duraliew
1972 1. Turnier in Bukarest F SS vor Stefan Stingu u. Ladislau Simon, bde. Rumänien
1972 1. Turnier in Växjö F SS vor Arne Robertsson u. Andre Burek, Tschechoslowakei
1972 5. OS in München F SS mit Siegen über Oldrich Vlasak, Tschechoslowakei u. Istvan Marothy, Ungarn u. Niederlagen gegen Chris Taylor, USA u. Alexander Medwed
1972 4. OS in München GR SS mit Siegen über Chris Taylor u. Raimo Karlsson, Finnland und Niederlagen gegen Victor Dolipschi, Rumänien u. Anatoli Roschtschin

Deutsche Meisterschaften

Jahr Platz Stil Klasse
1955 1. GR S vor Otto Hartwig, Untertürkheim u. Heinz Volb, Eckenheim
1955 1. F S vor Franz Wiesholler, Witten-Annen u. Werner Schreiner, Ketsch
1956 1. GR S vor Hans Huber (Boxer), Regensburg u. Hans Gietl, Botnang
1957 1. GR S vor Otto Hartwig u. Werner Schreiner
1957 1. F S vor Otto Hartwig u. Heinz Volb
1958 1. GR S vor Günter Krehl, Feuerbach u. Heinz Volb
1958 1. F S vor Werner Reinlein, Lichtenfels u. Ludwig Gehron, Pirmasens
1959 1. GR S vor Heinrich Dietz, Langendiebach u. Emil Öhmen, Duisdorf
1959 1. F S vor Werner Reinlein u. Hans Huber
1960 1. GR S vor Karl-Heinz Gerdsmeier, Aschaffenburg u. Werner Schreiner
1960 1. F S vor Hans Huber u. Karl-Heinz Gerdsmeier
1961 1. GR S vor Karl-Heinz Gerdsmeier u. Josef Hucker, Unterelchingen
1961 1. F S vor Josef Hucker u. Otto Hartwig
1962 1. GR S vor Karl-Heinz Gerdsmeier u. Willi Kiefer, Mainz
1962 1. F S vor Heinrich Dietz u. Theo Löhrer, Efferen
1963 1. GR S vor Emil Neunkirchen, Rheydt u. Alfred Weger, Schonungen
1963 1. F S vor Heinz Volb u. Roland Bock, Feuerbach
1964 1. GR S vor Heinz Eichelbaum, Dortmund u. Karl-Heinz Gerdsmeier
1964 1. F S vor Hans Focken, Krefeld u. Willi Kiefer
1965 1. GR S vor Heinz Eichelbaum u. Josef Gammel, München-Neuaubing
1965 1. GR F vor Roland Bock u. Heinz Eichelbaum
1966 1. GR S vor Roland Bock u. Heinz Eichelbaum
1966 1. F S vor Roland Bock u. Helmut Löw, Nürnberg
1967 1. GR S vor Horst Schwarz, Untertürkheim u. Heinz Eichelbaum
1967 1. F S vor Gerd Volz, Mainz u. Heinz Eichelbaum
1970 1. F SS vor Heinz Eichelbaum u. Emil Neunkirchen
1971 1. F SS vor Gerd Volz u. Gerhard Trutnau, Hanau
1972 1. F SS vor Gerd Volz u. Heiner Raber
1973 1. F SS vor Heinz Eichelbaum u. Gerd Volz
1974 1. GR SS vor Lorenz Hecher, Hallbergmoos u. Gerd Volz

Gesamtdeutsche Olympiaqualifikationen

Jahr Platz Stil Klasse
1960 1. F S vor Hans Huber, Horst Czech u. Hans Päschke, bde. Leipzig
1960 1. GR S vor Werner Tschimmel, Luckenwalde, Hans Huber u. Müller, Rostock
1964 1. GR S vor Dieter Jerschneck, Luckenwalde
1964 1. F S vor Peter Germer, Jena

Literatur

  • Wilfried Dietrich – Ringerlegende aus Schifferstadt. In: Gerhard Sellinger: Beiträge zur Schifferstadter Geschichte. Geier-Druck-Verlag, Schifferstadt 2004, S. 59-79
  • Rolf Sperber: Der „Kran von Schifferstadt“ überragte alle Schwerathleten. In: Heimat-Jahrbuch Rhein-Pfalz-Kreis Bd. 26 (2009), S. 12-24

Einzelnachweise

  1. [1]
  2. knerger.de: Das Grab von Wilfried Dietrich
  3. Erstes Deutsches Ringermuseum. Zugriff am 6. September 2010

Weblinks

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