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Werner Lungwitz (* 9. April 1942) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der im Premierenjahr der Fußball-Bundesliga 1963/64 als Spieler von Preußen Münster 29 Spiele mit zwei Toren absolviert hat.

LaufbahnBearbeiten

Vereine, 1952 bis 1974Bearbeiten

Als Aktiver von SSVg Velbert wurde der 20-jährige Nachwuchsfußballer Werner Lungwitz in der Saison 1961/62 zu den zwei in dieser Runde ausgetragenen Länderspielen der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Amateure berufen. Am 7. April 1962 debütierte er beim 2:1 Sieg in Hannover gegen Italien an der Seite von Bernd Patzke, Heinz Höher und Lothar Ulsaß. Am 31. Mai 1962 wurde er nochmals als Außenläufer beim 3:3 Unentschieden in Merlebach gegen Frankreich eingesetzt.

Preußen Münster, 1962 bis 1965Bearbeiten

Zur Runde 1962/63 unterschrieb Lungwitz bei Preußen Münster einen Vertrag für die Oberliga West und war damit für die DFB-Amateure nicht mehr verfügbar. In Münster ging es in der letzten Runde Oberliga um die Qualifizierung für die neue Fußball-Bundesliga ab der Saison 1963/64. Trainer Richard Schneider konnte den Ex-Amateur aus Velbert in 29 Spielen auf Anhieb einsetzten. Die Preußen kamen auf den vierten Tabellenplatz und hielten dadurch Einzug in der Bundesliga. Die punktgleiche Alemannia Aachen (beide hatten 37:23 Zähler) als Fünfter, wurde dagegen nicht in die Bundesliga aufgenommen.

Auch in der Bundesligarunde 1963/64 gehörte Werner Lungwitz mit 29 Einsätzen und zwei Toren zu den Stammspielern von Münster. Durch den 15. Tabellenplatz, mit 23:37 Zählern einen Punkt hinter Hertha BSC und dem Karlsruher SC platziert, stiegen die Preußen am Ende der Saison aus der Bundesliga ab. Die Standardläuferreihe bildeten Dagmar Drewes, Klaus Bockisch und Werner Lungwitz. Der Mann aus Velbert blieb nach dem Abstieg für die Saison 1964/65 in der Domstadt. Nach der Runde stand eine mehrwöchige Fernostreise auf dem Programm, die auf Initiative von Trainer Richard Schneider zustande gekommen war. Durch die Stationen Hongkong, Singapur, Sydney, Christchurch, Wellington, Auckland, Adelaide, Melbourne, Fidschi-Inseln und insbesondere den viertägigen Aufenthalt in Tahiti, wurde die Reise für alle Beteiligten zu einem unvergessenen Erlebnis. Das Aufstiegsziel konnte in der Runde 1964/65 in der Regionalliga West nicht verwirklicht werden. Lungwitz bestritt 32 Spiele und erzielte zwei Tore, die Preußen landeten aber auf dem achten Tabellenplatz und hatten damit keine Aufstiegschance. Entscheidend waren dafür die schwachen 14:20 Punkte in der Rückrunde. Lungwitz nahm zur Runde 1965/66 das Angebot von Tennis Borussia Berlin an und wechselte an die Spree.

Fortuna Düsseldorf, 1966 bis 1974Bearbeiten

Da Tennis Borussia nicht gegen die Vormachtstellung von Hertha BSC Berlin ankam und mit dem zweiten Platz in der Berliner Stadtliga vorlieb nehmen musste, zog es Lungwitz nach 28 Spielen mit vier Toren für TeBe zur Runde 1966/67 in den Westen zurück. Das Vertragsangebot der gerade in die Bundesliga aufgestiegenen Fortuna Düsseldorf kam deshalb für Lungwitz zur rechten Zeit, er unterschrieb einen Lizenzspielervertrag bei der Mannschaft von Trainer Kuno Klötzer und kehrte damit in die Fußball-Bundesliga zurück. Düsseldorf belegte in der Serie 1966/67 den 17. Rang und stieg damit ab. An der Seite von Werner Biskup, Waldemar Gerhardt, Hans-Josef Hellingrath und Peter Meyer bestritt Lungwitz 26 Spiele mit 2 Treffern für die Fortuna und blieb nach dem Abstieg auch in der Regionalliga West in Düsseldorf. Über einen sechsten und zweimal den vierten Rang spielte sich Fortuna Düsseldorf in der Saison 1970/71 nach einem spannenden Dreikampf mit den Rivalen VfL Bochum und Wuppertaler SV auf Rang zwei und zog damit in die Aufstiegsrunde 1971 ein. Souverän setzte sich die Mannschaft um Libero Werner Lungwitz mit den torgefährlichen Stürmern Reiner Geye und Dieter Herzog gegen Borussia Neunkirchen, FC St. Pauli, 1. FC Nürnberg und Wacker 04 Berlin durch und zog in die Bundesliga ein. Von 1967 bis 1971 hatte Lungwitz für Düsseldorf 133 Spiele mit drei Toren in der Regionalliga West absolviert. Im DFB-Pokal des Jahres 1971 hatte Düsseldorf mit Werder Bremen, Wuppertal und Mönchengladbach drei Rivalen ausgeschaltet, bevor im Halbfinale am 12. Mai 1971 Bayern München den Weg in das Finale versperrte.

Mit dem Auswärtsspiel am 14. August 1971 beim FC Bayern München startete Düsseldorf in die Bundesligarunde 1971/72. Libero Lungwitz sicherte die Verteidigung mit Egon Köhnen, Werner Kriegler und Heiner Baltes ab, die Bayern gewannen aber trotzdem das Spiel mit 3:1 Toren. Beim dritten Versuch in der Bundesliga gelang Lungwitz der Klassenerhalt, Fortuna kam auf dem 13. Rang ein, er hatte 29 Spiele dabei bestritten. Zur Runde 1972/73 kam mit Gerd Zewe ein spielstarker Akteur hinzu und der Routinier Lungwitz erlebte ein sehr erfolgreiches Jahr. Die Mannschaft von Trainer Heinz Lucas belegte den 3. Tabellenplatz. Libero Lungwitz hatte in 27 Einsätzen dabei mitgewirkt. In der Saison 1973/74 kam der Mann aus Velbert nur noch zu acht Einsätzen und zog sich deshalb mit 32 Jahren zur Runde 1974/75 in das Amateurlager zurück. Er wechselte im Sommer 1974 zu seinem Heimatverein SSVg Velbert in die Amateurliga Niederrhein. Insgesamt kam Lungwitz in der Fußball-Bundesliga von 1963 bis 1974 auf 120 Spiele mit neun Toren.

Internationale Spiele, 1962 bis 1973Bearbeiten

Für Velbert bestritt er im Jahre 1962 zwei Länderspiele mit der Amateurnationalmannschaft. In der Vorrunde der ersten Bundesliga-Saison 1963/64 berief ihn Bundestrainer Sepp Herberger am 27. November 1963 in die Juniorennationalelf U 23 die in Liverpool gegen England antrat. Gemeinsam mit Mittelläufer Peter Kaack, Verteidiger Horst-Dieter Höttges und den Stürmern Klaus Gerwien und Rudi Brunnenmeier versuchte er als Außenläufer den Druck der Engländer aufzuhalten, aber vergeblich, die Briten gewannen klar mit 4:1 Toren. In seiner letzten Saison als Lizenzspieler, 1973/74, konnte er im UEFA-Cup bei den Spielen gegen Næstved IF und FC Admira/Wacker jeweils im Hin- und im Rückspiel mitwirken.

LiteraturBearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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