FANDOM


(Weblinks)
K (Stand eines Bildes verändert)
Zeile 3: Zeile 3:
   
 
== Biographie ==
 
== Biographie ==
[[Bild:Bundesarchiv Bild 183-1988-0413-032, LPG Beeskow, Besuch durch Werner Felfe.jpg|thumb|Felfe informiert sich über die Frühjahrsarbeiten auf den Feldern in Frankfurt-Oder, 1988.]]
+
[[Bild:Bundesarchiv Bild 183-1988-0413-032, LPG Beeskow, Besuch durch Werner Felfe.jpg|thumb|left|Felfe informiert sich über die Frühjahrsarbeiten auf den Feldern in Frankfurt-Oder, 1988.]]
 
Felfe absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Er trat 1945 der [[KPD]] und 1946 der [[FDJ]] bei. Bis 1953 war er bei der [[SED]]-Kreisleitung [[Kreis Kamenz|Kamenz]] und [[Kreis Flöha|Flöha]] und der Landesleitung [[Sachsen]] tätig. Er besuchte 1953 die [[Parteihochschule Karl Marx|Parteihochschule]] und war bis 1957 zweiter Sekretär des Zentralrates der FDJ. 1954–1958 war er Vorsitzender des Jugendausschusses der [[Volkskammer]], 1954–1963 Kandidat und danach Mitglied des [[ZK der SED|Zentralkomitees der SED]].
 
Felfe absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Er trat 1945 der [[KPD]] und 1946 der [[FDJ]] bei. Bis 1953 war er bei der [[SED]]-Kreisleitung [[Kreis Kamenz|Kamenz]] und [[Kreis Flöha|Flöha]] und der Landesleitung [[Sachsen]] tätig. Er besuchte 1953 die [[Parteihochschule Karl Marx|Parteihochschule]] und war bis 1957 zweiter Sekretär des Zentralrates der FDJ. 1954–1958 war er Vorsitzender des Jugendausschusses der [[Volkskammer]], 1954–1963 Kandidat und danach Mitglied des [[ZK der SED|Zentralkomitees der SED]].
   

Version vom 16. Dezember 2008, 17:38 Uhr

Bundesarchiv Bild 183-1982-1124-019, Werner Felfe

Werner Felfe, 1982

Werner Felfe (* 4. Januar 1928 in Großröhrsdorf; † 7. September 1988 in Berlin) war Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR.

Biographie

Bundesarchiv Bild 183-1988-0413-032, LPG Beeskow, Besuch durch Werner Felfe

Felfe informiert sich über die Frühjahrsarbeiten auf den Feldern in Frankfurt-Oder, 1988.

Felfe absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Er trat 1945 der KPD und 1946 der FDJ bei. Bis 1953 war er bei der SED-Kreisleitung Kamenz und Flöha und der Landesleitung Sachsen tätig. Er besuchte 1953 die Parteihochschule und war bis 1957 zweiter Sekretär des Zentralrates der FDJ. 1954–1958 war er Vorsitzender des Jugendausschusses der Volkskammer, 1954–1963 Kandidat und danach Mitglied des Zentralkomitees der SED.

1957–1960 arbeitete Felfe als stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender des Rates des Kreises Zschopau und bis 1963 als Vorsitzender des Rates des Bezirkes Karl-Marx-Stadt. Er absolvierte 1963–1965 ein Studium am Industrieinstitut der Technischen Universität Dresden. Danach war er stellvertretender Abteilungsleiter und ab 1966 Sekretär für Agitation und Propaganda beim ZK der SED.

1968 wurde er zweiter Sekretär, 1971 als Nachfolger von Horst Sindermann erster Sekretär der SED-Bezirksleitung Halle (Saale). Seit 1973 war er Kandidat und seit 1976 Mitglied des Politbüros des ZK der SED.

Als Sekretär des ZK der SED für Landwirtschaft leitete er ab 1981 eine Kurskorrektur in der Landwirtschaft ein, die auf eine Aufhebung der Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion, Abbau von Bürokratie und Einsparung von Ressourcen zielte.

Am 8. August 1988 erschien im westdeutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel ein Artikel, in dem über mögliche Nachfolger von Erich Honecker spekuliert wurde. Als Zeitpunkt des Wechsels nahm man den Herbst 1989 an, indem man vermutete, dass der 40. Jahrestag der DDR-Gründung ein geeignetes Datum sei. Als mögliche Kandidaten für die Nachfolge Erich Honeckers wurde in dem Artikel neben Egon Krenz, Siegfried Lorenz und Günter Schabowski auch Werner Felfe genannt. Felfe wurde in dem Artikel (sinngemäß) zitiert: „Die politische Perestroika darf vor der DDR nicht haltmachen.“.

Knapp einen Monat nach dem Artikel starb Werner Felfe im Alter von 60 Jahren an akutem Herzversagen. Seine Urne wurde in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg beigesetzt.

Ehrungen

Felfe erhielt 1974 den Vaterländischen Verdienstorden und 1978 den Karl-Marx-Orden. 1988 wurde ihm der Dr. agr. h.c. der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR verliehen.

Weblinks


Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.