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Walther Bensemann

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Bensemann hatte keine Nachkommen, er hat nie geheiratet und es gibt auch keine Hinweise auf eine Liebespartnerschaft. Aus seinem Umfeld wurden Vermutungen geäußert, er sei [[Homosexualität|homosexuell]] gewesen. Private Briefe wurden nur vereinzelt aufgefunden, eine persönliche Hinterlassenschaft, Tagebücher und Ähnliches gar nicht. Nach Schilderungen von Zeitgenossen war er ein guter Gastgeber und Unterhalter, habe aber auch stark melancholische Züge gehabt. Da es in Bezug auf sein Privatleben bis auf einzelne persönliche Einschätzungen keine Quellen gibt, müssen diese Aspekte ungeklärt bleiben, obwohl sie für seine Persönlichkeit eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben dürften.<ref>Beyer: ''Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte'', Göttingen 2003, S. 466.</ref>
 
Bensemann hatte keine Nachkommen, er hat nie geheiratet und es gibt auch keine Hinweise auf eine Liebespartnerschaft. Aus seinem Umfeld wurden Vermutungen geäußert, er sei [[Homosexualität|homosexuell]] gewesen. Private Briefe wurden nur vereinzelt aufgefunden, eine persönliche Hinterlassenschaft, Tagebücher und Ähnliches gar nicht. Nach Schilderungen von Zeitgenossen war er ein guter Gastgeber und Unterhalter, habe aber auch stark melancholische Züge gehabt. Da es in Bezug auf sein Privatleben bis auf einzelne persönliche Einschätzungen keine Quellen gibt, müssen diese Aspekte ungeklärt bleiben, obwohl sie für seine Persönlichkeit eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben dürften.<ref>Beyer: ''Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte'', Göttingen 2003, S. 466.</ref>
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Im Mai 2018 wurde am Engländerplatz in Karlsruhe zu Ehren von Bensemann eine Gedenktafel errichtet. [http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/723407/artikel_gedenktafel-in-karlsruhe_wuerdigung-fuer-walther-bensemann.html#omfeaturednews Quelle]
   
 
== Nach Bensemanns Tod ==
 
== Nach Bensemanns Tod ==
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Nach dem Krieg wurden Bensemanns Leistungen auch journalistisch und gesellschaftlich in ein anderes Licht gerückt. 1953 bezeichnete ihn ''Kicker''-Herausgeber [[Friedebert Becker]] als „Vater der höheren deutschen Sportjournalistik“.<ref>Beyer: ''Der König aller Sports'', Göttingen 2008, S. 22.</ref> Später schrieb der Sportjournalist Richard Kirn, Bensemanns Glossen seien „das Bedeutendste, was je ein deutscher Sportjournalist geschrieben hat“.<ref>zitiert nach Richard Kirn: [http://www.buergerimstaat.de/1_06/kosmo.htm ''Walther Bensemann: Kosmopolit des Fußballs'']</ref> Der Publizist [[Martin Schuck]] ist jedoch der Ansicht, dass die Versuche, „Walther Bensemann wieder ins Gedächtnis des deutschen Fußballs zurückzurufen“, lange Zeit nur vereinzelt und zaghaft betrieben wurden und beim [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] und auch dem ''Kicker'' auf wenig Resonanz gestoßen seien. Erst durch die Gründung der [[Deutsche Akademie für Fußball-Kultur|Deutschen Akademie für Fußball-Kultur]] im Jahr 2004, die zwei Jahre später einen Deutschen Fußball-Kulturpreis initiierte, dessen Ehrenpreis den Namen Walther Bensemanns trägt, sei es zu einer angemessenen Würdigung gekommen.<ref>Martin Schuck: ''Das Märchen vom proletarischen Ursprung – Warum Schalke 04 Admira Wien besiegte und Bayern München den Julius-Hirsch-Preis gewann'', Artikel im [[Deutsches Pfarrerblatt|Deutschen Pfarrerblatt]], 6/2012.</ref> Der Preis wird an Personen vergeben, die im Sinne der Völkerverständigung Besonderes für den Fußball geleistet haben.
 
Nach dem Krieg wurden Bensemanns Leistungen auch journalistisch und gesellschaftlich in ein anderes Licht gerückt. 1953 bezeichnete ihn ''Kicker''-Herausgeber [[Friedebert Becker]] als „Vater der höheren deutschen Sportjournalistik“.<ref>Beyer: ''Der König aller Sports'', Göttingen 2008, S. 22.</ref> Später schrieb der Sportjournalist Richard Kirn, Bensemanns Glossen seien „das Bedeutendste, was je ein deutscher Sportjournalist geschrieben hat“.<ref>zitiert nach Richard Kirn: [http://www.buergerimstaat.de/1_06/kosmo.htm ''Walther Bensemann: Kosmopolit des Fußballs'']</ref> Der Publizist [[Martin Schuck]] ist jedoch der Ansicht, dass die Versuche, „Walther Bensemann wieder ins Gedächtnis des deutschen Fußballs zurückzurufen“, lange Zeit nur vereinzelt und zaghaft betrieben wurden und beim [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] und auch dem ''Kicker'' auf wenig Resonanz gestoßen seien. Erst durch die Gründung der [[Deutsche Akademie für Fußball-Kultur|Deutschen Akademie für Fußball-Kultur]] im Jahr 2004, die zwei Jahre später einen Deutschen Fußball-Kulturpreis initiierte, dessen Ehrenpreis den Namen Walther Bensemanns trägt, sei es zu einer angemessenen Würdigung gekommen.<ref>Martin Schuck: ''Das Märchen vom proletarischen Ursprung – Warum Schalke 04 Admira Wien besiegte und Bayern München den Julius-Hirsch-Preis gewann'', Artikel im [[Deutsches Pfarrerblatt|Deutschen Pfarrerblatt]], 6/2012.</ref> Der Preis wird an Personen vergeben, die im Sinne der Völkerverständigung Besonderes für den Fußball geleistet haben.
 
Im Mai 2018 wurde am Engländerplatz in Karlsruhe zu Ehren von Bensemann eine Gedenktafel errichtet.<ref>kicker.de: [http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/723407/artikel_gedenktafel-in-karlsruhe_wuerdigung-fuer-walther-bensemann.html Gedenktafel in Karlsruhe: Würdigung für Walther Bensemann (8. Mai 2018)], abgerufen am 22. Mai 2018</ref>
 
   
 
== Veröffentlichungen ==
 
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