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Logo der Wahlalternative 2013

Die Wahlalternative 2013 (kurz: Wa2013) war eine Mitte September 2012 gegründete deutsche politische Gruppierung, die sich gegen Maßnahmen des Euro-Rettungsschirm, für einen möglichen Austritt aus dem Euro und für direkte Demokratie einsetzt. Die Wahlalternative war keine politische Partei, wollte aber über die Liste des Bundesverbandes Freie Wähler zu Landtags- und Bundestagswahlen antreten. Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 kandidierte ihr Direktkandidat Bernd Lucke auf einer mit den Freien Wählern gemeinsam beschlossenen Landesliste 1,1 Prozent der Zweitstimmen. Eine Gruppe aus der Wahlalternative um deren Sprecherrat gründete in Berlin am 6. Februar 2013 die AfD. Am 3. April 2013 wurde in Bad-Nauheim der Verein zur Unterstützung der Wahlalternative 2013 e.V. gegründet, der sich am 30. Mai 2016 aufgelöst hat.[1]

Gründung Bearbeiten

Die Gruppierung eröffnete am 15. September 2012 eine Seite auf dem Netzwerk Facebook, und am 19. des Monats eine eigene Webseite.

Zu den 65 Gründern und Hauptzeichnern zählten der CDU-Politiker Gerd Robanus, der bisher Beisitzer im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Unionsparteien gewesen ist, der ehemalige Staatssekretär und Herausgeber der Märkischen Allgemeinen Zeitung Alexander Gauland, der ehemalige Vorsitzendes des Bundes der deutschen Industrie Hans-Olaf Henkel, der bisher schon die Freien Wähler unterstützt hat, der Staatsrechtslehrer Karl Albrecht Schachtschneider und der Volkswirt Joachim Starbatty. Nach eigenen Angaben hatte die Gruppierung am 4. Oktober 2012 mindestens 3000 Unterstützer. Am 18. November 2012 war die Zahl der Unterstützer auf 8188 gestiegen.

Den Sprecherrat bilden:

  • der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Lucke,
  • der Publizist Konrad Adam,
  • der Journalist und ehemalige Bremer Bürgerschaftsabgeordnete der FDP Uwe Woltemath,
  • der Geschäftsführer Norbert Stenzel.

Politische Ziele Bearbeiten

Die Wahlalternative forderte, dass

1. Deutschland „im Einklang mit dem Maastricht-Vertrag nicht mehr für die Schulden fremder Staaten“ eintreten solle,

2. das einheitliche Euro-Währungsgebiet aufgegeben werde, und allen Staaten freigestellt werde, auszuscheiden und Währungsbünde etwa für Nord- und Südeuropa zu gründen, oder Parallelwährungen einzuführen,

3. die Bundesrepublik „wesentliche Hoheitsrechte“ nur mittels vorheriger Volksabstimmung abtreten dürfe.

Die Wahlalternative arbeitete im Vorfeld der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 zusammen mit den Freien Wählen, und möchte bei Zustimmung der Freien Wähler eigene parteilose Kandidaten bei der Bundestagswahl 2013 aufstellen.

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 kandidierte ihr Direktkandidat Bernd Lucke auf einer mit den Freien Wählern gemeinsam beschlossenen Landesliste 1,1 Prozent der Zweitstimmen. Am 6. Februar 2013 gründete eine Gruppe aus der Wahlalternative um deren Sprecherrat in Berlin die AfD.[2][3] Am 3. April 2013 wurde in Bad-Nauheim der Verein zur Unterstützung der Wahlalternative 2013 e.V. gegründet, der sich am 30. Mai 2016 aufgelöst hat.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Letzte Registerbekanntmachungen bei moneyhouse
  2. Maike Schmidt-Grabia: Alternative für Deutschland (AfD) – bpb. In: bpb.de. 15. April 2015, abgerufen am 11. April 2016.
  3. Stephan Dreischer, Jakob Lempp: Alternative für Deutschland (AfD) – bpb. In: bpb.de. 21. August 2014, abgerufen am 11. April 2016.


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