Der Bundesinitiative Vernunftkraft e.V. ist ein deutscher Verein zu umwelt- und energiepolitischen Fragen und hat seinen Sitz in Berlin. Als Bundesinitiative Vernunftkraft e. V. (Vernunftkraft) wird ein Dachverband geboten für Anti-Windkraft-Initiativen und ihre Landesverbände, der sich für die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und den Stopp des Ausbaus von Windkraft und Photovoltaik einsetzt. Dagegen sollen Kohle- und Kernkraftwerke weiter genutzt werden. Die Argumentationsmuster der Vernunftkraft-Repräsentanten stimmen weitgehend mit denen überein, die von Leugnern des menschengemachten Klimawandels (Klimaleugner) und deren Organisationen vertreten werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 22. Juni 2013 auf dem Landgut Borsig bei Nauen gegründet[1] und wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitgliedern getragen. Der Vorstand der Bundesinitiative Vernunftkraft e. V. besteht aus dem 1. Vorsitzenden Nikolai Ziegler, dem 2. Vorsitzenden Detlef Ahlborn(Stellv. Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Werra-Meißner), dem Schriftführer Rainer Ebeling, dem Pressewart Karl-Heinz Glandorf und der Kassenwartin Christina Fröhlich(Kandidatin der AfD bei der Kommunalwahl 2019 für die Gemeinde Zossen). Zu den weiteren Akteuren gehört u.a. Rolf Zimmermann (Vorstand des hessischen Landesverbands und FDP-Abgeordneter im Main-Kinzig-Kreis).

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Satzung besteht der Vereinszweck darin, die umwelt- und energiepolitischen Fragestellungen der Allgemeinheit Wissen über die technischen, ökologischen und ökonomischen Zusammenhänge zu vermitteln. Ziel ist es, der Bevölkerung die Möglichkeit zur sachgerechten und fundierten Einschätzung zu diesen Themen zu geben.[2]

Ihren Vereinszweck verfolgt die Bundesinitiative durch Informationsverbreitung, insbesondere durch eigene Informationsveranstaltungen und aktive Teilnahme von Mitgliedern an Informationsveranstaltungen Dritter, den Betrieb einer eigenen Internetseite sowie durch öffentlichen Stellungnahmen im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene.

Grundlage des Vereins ist die von ihren Mitgliedern, Unterstützern und Anhängern wahrgenommene Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Konsens und den energiepolitischen Weichenstellungen zugunsten der Förderung erneuerbarer Energien sowie zwischen den regierungsseitig genannten Erfolgen und deren erlebten Auswirkungen auf die Lebensqualität von Menschen, der Natur und der Landschaft.

Der Einfluss der AfD bei Windkraft zeigt sich u.a. darin, dass das Buch von Michael Limburg, Vizepräsident von EIKE und Mitglied der AFD, und des EIKE-nahen Journalisten Fred F. Mueller mit dem Titel: Strom ist nicht gleich Strom - Warum die Energiewende nicht gelingen kann, von Vernunftkraft zur Lektüre empfohlen wird.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kunstwort „Vernunftkraft“ steht für den Wunsch, der Vernunft, in einem von Unvernunft geprägten politischen Prozess, Kraft zu geben.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wirkt über Teilnahme an Konsultationsverfahren und spontane Eingaben auf die einschlägige nationale und europäische Gesetzgebung ein. Außerdem betreiben Mitglieder eigene wissenschaftliche Forschung, insbesondere bezüglich der mathematisch-statistisch-technischen Randbedingungen der Energiewende. Ferner unterstützt der Verein Bürgerinitiativen durch Informationsmaterial und Vorträge vor Ort. Schließlich richtet der Verein, meist in Zusammenarbeit mit Landesverbänden, Informations- und Diskussionsveranstaltungen aus.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder des Vereins setzten sich aus natürlichen und juristischen Personen zusammen. In zehn Bundesländern gründeten sich Landesverbände windkraftkritischer Bürgerinitiativen, welche die Bundesinitiative als „Dachverband“ ansehen. In ihren öffentlichen Stellungnahmen verweist die Bundesinitiative Vernunftkraft auf diesen Rückhalt. Die durch die vielfältigen Aktivitäten von Mitgliedern und assoziierten Bürgerinitiativen gestärkte gemeinsam Marke „Vernunftkraft“ ist seit 2014 als Wort-/Bildmarke geschützt.[3]

Unterstützer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Unterstützer treten unter anderem Stefan Tangermann und Gisela Deckert auf. Die grundlegenden Argumente und die abgeleitete Forderung eines Ausbaustopps für Windkraft wird darüber hinaus von rund 60 Professorinnen und Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen geteilt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Bundes­in­itia­tive offiziell gegründet. In: Vernunftkraft. (http://www.vernunftkraft.de/bundesinitiative-offiziell-gegrundet/).
  2. Satzung des Vereins. Bundesinitiative Vernunftkraft e. V., 8. November 2014, abgerufen am 24. Februar 2017.
  3. öffentlichen Stellungnahmen
  4. Johannesberger-Appell. Bundesinitiative Vernunftkraft. e.V., 27. Februar 2016, abgerufen am 24. Februar 2017.


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