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Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V. (VGL Bayern) ist der Wirtschaftsverband und Arbeitgeberverband für die Branche Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) in Bayern. Die Mitgliedschaft für gewerbliche Unternehmen erfolgt auf freiwilliger Basis und erfordert einen Fachkundenachweis sowie die Erbringung von Qualitätsnachweisen. Die rund 600 Mitgliedsbetriebe erwirtschafteten 2017 rund 700 Mio. Euro Umsatz. Arbeitsschwerpunkte des VGL Bayern sind die Rechtsberatung und Fachberatung, die Förderung der Ausbildung und Fortbildung, die Pressearbeit und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vertretung der Arbeitgeberinteressen in Wirtschaft und Politik. Der Verband hat seinen Sitz in Gräfelfing bei München. Präsident ist Gerhard Zäh, Verbandsdirektor sowie Geschäftsführer der verbandseigenen Landschaftsbau Service Bayern GmbH ist Rudolf Walter Klingshirn.[1]

Geschichte Bearbeiten

Die NachkriegsjahreBearbeiten

Ab 1946 waren die Landschaftsgärtner als Fachgruppe "Landschaft" ein Teil des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes (BGV), der sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder neu gründete. Seine Aufgabe bestand in der Vertretung und Förderung der Gesamtinteressen des bayerischen Gartenbaus in allen Bereichen. In den Nachkriegsjahren konzentrierte man sich vor allem auf den Wiederaufbau. Was zählte, war die Versorgung der Bevölkerung. Wer einen Garten hatte, zog darin Obst und Gemüse und war weit davon entfernt, an Natursteinterrassen, Teichlandschaften und blühende Staudenbeete zu denken. Dann kamen die Wirtschaftswunderjahre und langsam aber stetig gewann der GaLaBau an Bedeutung.

Die VerbandsgründungBearbeiten

Die bayerischen Landschaftsgärtner hatten mit dem Münchner Unternehmer Oskar Augustin ab 1952 einen engagierten und diskussionsfreudigen Landesfachgruppenleiter im BGV. Elf Jahre versuchte Augustin, die Interessen seiner Kollegen zu vertreten – nur um immer wieder festzustellen, dass die Probleme der Landschaftsgärtner niemanden wirklich interessierten. Damit fühlten sich die Betriebe im Garten- und Landschaftsbau zunehmend nicht mehr ausreichend repräsentiert. Nach elf Jahren war es dann Zeit für eine klare Entscheidung: Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. wurde am 14.12.1963 als Fachverband bayerischer Landschaftsgärtner e. V. in Ingolstadt gegründet. Es war der erste selbstständige Verband der gewerblichen Landschaftsbaufirmen in Westdeutschland der Nachkriegszeit. In Deutschland sind inzwischen alle Landesverbände im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) organisiert, der 1964 gegründet wurde. Sitz des BGL ist in Bad Honnef bei Bonn.[2]

Aufgaben Bearbeiten

Der Verband ist die zentrale Interessenvertretung der bayerischen GaLaBau-Betriebe mit dem Ziel der Aufrechterhaltung sowie der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der angeschlossenen Unternehmen. So kümmert sich der VGL Bayern beispielsweise um die fachliche Qualifikation seiner Mitglieder sowie die Ausbildung und Nachwuchswerbung im Freistaat. Darüber hinaus berät er seine Mitgliedsbetriebe in rechtlichen und technischen Fragen und vertritt die Interessen des Landschaftsbaus gegenüber der Wirtschaft, der Politik, den Auftraggebern und der öffentlichen Hand in Bayern.[3]

Die Verbandsmitglieder sind unter anderem in folgenden Arbeitsgebieten tätig:

Verband und Organisation Bearbeiten

Der VGL Bayern orientiert sich hinsichtlich seiner regionalen Untergliederung an den bayerischen Regierungsbezirken und hat somit sieben Regionalgruppen. Die Geschäftsstelle ist in Gräfelfing bei München.

VGL Bayern, Haus der Landschaft, Lehárstr. 1, 82166 Gräfelfing

Haus der Landschaft, Lehárstr. 1, 82166 Gräfelfing

Präsidium Bearbeiten

Geführt wird der Verband durch ein Präsidium aus Unternehmern:

  • Gerhard Zäh, Präsident
  • Karl Artinger, Vizepräsident und Schatzmeister
  • Wolfgang Endlich, Vizepräsident
  • Dietmar Lindner, Vizepräsident
  • Josef Bullinger, Mitglied des Präsidiums
  • Hanka Dolze, Mitglied des Präsidiums
  • Pia Präger, Mitglied des Präsidiums
  • Christoph Dahners, kooptiertes Mitglied des Präsidiums
  • Markus Högl, kooptiertes Mitglied des Präsidiums
  • Armin Knauer, kooptiertes Mitglied des Präsidiums

[4]

Beteiligungen und Mitgliedschaften Bearbeiten

Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. vertritt als Wirtschafts-, Arbeitgeber- und Fachverband die Fachfirmen des GaLaBaus in Bayern. Zu diesem Zweck unterhält der Verband verschiedene Mitgliedschaften.[5]

Der Verband ist darüber hinaus Gesellschafter folgender Unternehmen:

  • Bayerische Landesgartenschau GmbH, München
  • Kreditgarantiegemeinschaft des bayerischen Gartenbaus GmbH, München
  • DEULA Bayern GmbH, Freising
  • Akademie Landschaftsbau Weihenstephan GmbH, Freising
  • Landschaftsbau Service Bayern GmbH, Gräfelfing

Mitglieder Bearbeiten

Die Verbandsmitglieder setzen sich aus rund 600 ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern zusammen. Darüber hinaus gehören 59 Fördermitglieder, fünf Ehrenmitglieder und 18 Seniorenmitglieder dem Verband an. Der VGL Bayern repräsentiert damit die leistungsfähigsten Fachfirmen der Branche im Freistatt. Die Mitgliedsunternehmen beschäftigen zwischen 3 und 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mitglied können nur gewerbliche Fachunternehmen werden, die im Aufnahmeverfahren ihre Fachqualifikation im Bereich bautechnischer und vegetationstechnischer Leistungen im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau nachgewiesen haben.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. VGL Bayern: Satzung Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V. Abgerufen am 24. Mai 2018.
  2. VGL Bayern: Festschrift 50 Jahre VGL Bayern. VGL Bayern, Februar 2014, abgerufen am 24. Mai 2018 (Skriptfehler).
  3. VGL Bayern: Aufgaben des VGL Bayern. Abgerufen am 24. Mai 2018 (Skriptfehler).
  4. VGL Bayern: Präsidium. Abgerufen am 24. Mai 2018 (Skriptfehler).
  5. VGL Bayern: Beteiligungen und Mitgliedschaften. 24. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018 (Skriptfehler).


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