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Verband Deutscher Sporttaucher
VDST Logo
Gründungsdatum/-jahr 1954
Vereine (ca.) 950
Mitglieder (ca.) 74.000
Homepage http://www.vdst.de

Der Verband Deutscher Sporttaucher e. V. bzw. VDST ist ein gemeinnütziger Verein öffentlichen Rechts, organisiert im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und ist dort der Spitzenverband.

Weiterhin ist der VDST der deutsche Repräsentant der CMAS. Der VDST mit der Bundesgeschäftsstelle in Offenbach am Main hat 17 Tauchsportlandesverbände, fast 950 Vereinen mit 66.477 Mitgliedern sowie 7.369 Einzelmitgliedern (Stand: März 2009).

Gründung Bearbeiten

Bis 1954 gab es in Deutschland keinen Dachverband für den Tauchsport. Daher veröffentlichte die Redaktion der Tauchsportzeitschrift Delphin in Heft 6 (September) 1954 einen Aufruf, wonach alle interessierten Tauchsportvereine mindestens einen Delegierten auf die Bundestagung der Deutschen Tauchsportvereine am 17. Oktober 1954 nach Düsseldorf entsenden sollten. Dort fand zu gleicher Zeit die Internationale Jagd- und Fischereiausstellung statt. Dies sollte der Rahmen sein, um einen Tauchsport-Dachverband zu gründen.

Es fanden sich Vertreter folgender Vereine ein:

  • Deutscher Unterwasserclub Braunschweig
  • Deutscher Unterwasserclub Düsseldorf
  • Arbeitskreis für Unterwasserkunde der Geographischen Gesellschaft Düsseldorf
  • Deutscher Unterwasser-Club Hamburg e.V.
  • Deutscher Unterwasserclub Hannover
  • Tauchgruppe Kiel
  • Deutscher Unterwasserclub Krefeld
  • Deutscher Tauchclub München
  • Süddeutscher Tauchclub 1950 München
  • Deutscher Unterwasserclub Münster
  • Tauch- und Yachtclub Saar
  • Unterwasserforschungsgruppe Bodensee, Überlingen
  • Sporttauchgruppe Nordrhein-Westfalen, Viersen-Essen

Die Delegierten gründeten am 17. Oktober 1954 den Verband Deutscher Sporttaucher. Der erste (vorläufige) Vorstand bestand aus Klaus Meißner, Hamburg, Jens-Peter Paulsen, Hamburg, Hans Reinerth, Überlingen, Rainer Schwarz, München (Vorsitzender) und Herbert Völsch, Krefeld.

Präsidenten Bearbeiten

  • Okt. 1954 Rainer Schwarz (kommissarisch)
  • 1954 - 1958 Prof. Dr. Hans Reinerth
  • 1958 - 1968 Jens Peter Paulsen (Berkemann)
  • 1968 - 1977 Hans Joachim Bergann
  • 1977 - 1986 Paul Baumhaus
  • 1986 - 1996 Udo Radzei
  • 1996 - 2000 Dr. Friedrich Naglschmid
  • 2000 Ralf Specht (kommissarisch)
  • 2000 - 2003 Dr. Axel Kern
  • 2003 – heute Prof. Dr. Franz Brümmer

Ehrenpräsidenten Bearbeiten

  • Prof. Dr. Hans Reinerth (1958)
  • Jens Peter Paulsen (Berkemann) (1968)
  • Hans Joachim Bergann (1980)
  • Paul Baumhaus (1986)

Ehrenmitglieder Bearbeiten

  • Hans Hass (1974)
  • Dieter Ertl (1991)
  • Jürgen Warneke (2007)


Ziele des VDST Bearbeiten

Ziele des VDST sind (gem. Vereinssatzung):

  • die Förderung des Tauchsports, insbesondere auch im Bereich Jugendarbeit,
  • das Sichern fachlicher und überfachlicher Qualifikation im Bereich Tauchsport,
  • den Umweltschutz im Tauchsport zu fördern und
  • Ausbildung nach den Richtlinien der CMAS zu betreiben.

Ausbildung beim VDST Bearbeiten

Ausbildung

Ausbildungsschema VDST und CMAS Germany

Kinderausbildung Der VDST bildet Kinder ab einem Alter von 8 Jahren im Schnorcheln und ab 10 Jahren im Gerätetauchen (im Hallenbad) aus. Ab 12 Jahren kann der „Grundtauchschein“ erworben werden, der die Grundlagen des CMAS* im Hallenbad beinhaltet.

Jugend- und Erwachsenenausbildung Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene können im VDST das Deutsche Tauchsport-Abzeichen (DTSA) als Tauchschein erwerben. Dieses Abzeichen wird in drei aufeinanderfolgenden Stufen vergeben:

  • Bronze (CMAS *; DTSA *): berechtigt zum Tauchen mit einem Taucher mit mindestens DTSA Silber / CMAS **
  • Silber (CMAS **; DTSA **): Autonomer Taucher - berechtigt zum Tauchen mit einem Taucher mit mindestens DTSA Bronze
  • Gold (CMAS ***; DTSA ***): Tauchgruppenleiter - berechtigt zum Tauchen mit einem Taucher mit mindestens DTSA Bronze
  • CMAS **** (DTSA ****): Tauchorganisator - berechtigt zum Tauchen mit einem Taucher mit mindestens DTSA Bronze

Je nach Zusammensetzung der Tauchgruppen gibt es vom VDST Empfehlungen zu den maximalen Tauchtiefen:

  • Taucher** mit Taucher* 20m
  • Taucher** mit Taucher** 40m
  • Taucher*** mit Taucher Basic 12m
  • Taucher*** mit mindestens Taucher* 40m

Des Weiteren bietet der VDST Ausbildungen zum Tauchlehrer an. Tauchscheine fast aller Organisationen werden als Voraussetzung zum Erwerb einer nächsthöheren Ausbildungsstufe anerkannt.

Sonderkurse

Neben dem Deutschen Tauchsport-Abzeichen bieten die Vereine des VDST diverse Sonderkurse (z. B. Orientierungstauchen, Nachttauchen usw.) an.

Ausbildung-Zeitaufwand Datei:Ausbildung Zeitaufwand.pdf Zeitaufwand in Stunden bis zum Erreichen der entsprechenden Stufe, jeweils ausgehend von einem unerfahrenen Taucher.

  • DTSA* 14 Stunden
  • DTSA** 52 Stunden
  • DTSA*** 106 Stunden
  • DTSA**** 165 Stunden
Inklusive aller Sonderkurse und Freigewässertauchgänge, die vor erreichen der nächsten Stufe absolviert werden müssen.
Jeder Tauchgang ist mit 30 Minuten eingerechnet.
Vorbereitungszeiten sowie An- und Abfahrt zu den Tauchgebieten und den Theorieterminen ist nicht berücksichtigt.
Der tatsächliche Zeitaufwand wird höher sein.
Die Zeitberechnung erfolgt aus der in der Ordnung angegebenen Zeiteinheiten und Pflichttauchgängen

Siehe auch Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Kerll, Karl-Heinz: Chronik des Tauchsports 1954 – 2009. Münster, Eigenverlag, CD-Ausgabe 1, Version 14.12.2008

Weblinks Bearbeiten

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