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Bundesarchiv Bild 183-1989-0211-024, Ulf Timmermann

Ulf Timmermann stößt am 11. Februar 1989 in der Sporthalle Aktivist in Senftenberg neuen Halleneuroparekord mit 22,55 Meter

Bundesarchiv Bild 183-1989-0830-039, Ulf Timmermann

Ulf Timmermann beim Sportfest der DDR-Leichtathleten

Ulf Béla Timmermann (* 1. November 1962 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Olympiasieger.

Timmermann war in den 1980er Jahren einer der weltbesten Kugelstoßer. Nur dem US-Amerikaner Randy Barnes gelang es bisher ebenfalls, die Kugel auf über 23 Meter zu stoßen, allerdings mit der Drehstoßtechnik. Timmermann brach im Laufe seiner Karriere mehrmals den Weltrekord. Erstmals 1985 mit 22,62 Metern. Vor den Olympischen Spielen 1988 in Seoul stieß er die Kugel am 22. Mai 1988 mit 23,06 Meter als erster Mensch über 23 Meter. Der hohe Favorit auf die Goldmedaille durfte bei der Eröffnungsfeier in Seoul die Fahne der DDR ins Stadion tragen und errang Tage später den erhofften Olympiasieg.

Der große Konkurrent in der DDR von Udo Beyer wurde zwischen 1988 und 1990 dreimal hintereinander DDR-Meister und gewann 1992 nach der Wiedervereinigung seine einzige gesamtdeutsche Meisterschaft. Er trat dann auch für Deutschland bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona an, wurde aber nur Fünfter. Er beendete danach seine Karriere. Seine 23,06 sind bis heute Europarekord. Den Weltrekord musste er 1990 an Randy Barnes mit 23,12 Meter abgeben.

Bei der Europameisterschaft 1986 wurde er mit 21,84 Metern Zweiter hinter dem Schweizer Werner Günthör. 1990 gewann er mit 21,31 Metern.

Ulf Timmermann hatte bei einer Größe von 1,95 m ein Wettkampfgewicht von 118 kg.

Seine Angleittechnik gilt als mustergültig, Bildserien werden auch heute noch für die Schulung eingesetzt.

Ulf Timmermann schloss eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten ab, und arbeitet heute als selbstständiger Unternehmensberater.

Er ist geschieden und hat zwei Kinder.

Dopingvorwürfe Bearbeiten

1991 konnten die Dopinggegner Brigitte Berendonk und Werner Franke Dutzende Dissertationen und Habilitationsschriften ehemaliger DDR-Dopingforscher in der Militärmedizinischen Akademie Bad Saarow sicherstellen. Anhand der Arbeiten ließ sich die staatlich organisierte Dopingpraxis vieler bekannter DDR-Leistungssportler, darunter auch Ulf Timmermann, rekonstruieren. Den Angaben zur Folge bekam Ulf Timmermann von 1981 bis 1984 sehr hohe Dosen Oral-Turinabol.[1] Ulf Timmermann hat die Einnahme anaboler Steroide bisher stets abgestritten.

Quellen Bearbeiten

  1. Brigitte Berendonk: Doping-Dokumente - Von der Forschung zum Betrug. Springer-Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-540-53742-2, S. 128, Tabelle 8


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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