Der TuS Mecklenheide (offiziell: Turn- und Sportverein Mecklenheide von 1911 e.V.) ist ein Sportverein aus dem hannoverschen Stadtteil Ledeburg. Der Verein liegt in der Kleingartenkolonie "Kleingärtnerverein Tannenkamp-Mecklenheide e.V.". Die Jugendarbeit des Vereins wurde 2009 mit dem Sepp-Herberger-Preis ausgezeichnet.

TuS Mecklenheide
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Basisdaten
Name Turn- und Sportverein Mecklenheide von 1911 e.V.
Sitz Hannover-Ledeburg, Niedersachsen
Gründung 11.Februar 1911
Farben Rot-Weiß
Website www.tusmecklenheide.de
Erste Mannschaft
Spielstätte Tannenkamp-Arena, Spörckenstraße 20, 30419 Hannover
Plätze
Liga Kreisliga Region Hannover St. 4
2018/2019 3. Platz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11.Februar 1911 gründeten sieben Arbeiter, darunter Otto Müller, Richard Hahn und Robert Kerl, den Arbeiter-Turnverein Mecklenheide. Gründungsort war die Gaststätte von Fritz Rühmkorb in der Mecklenheidestraße. Die ersten beiden Sportarten, die der Verein ausübte waren Gymnastik und Leichtathletik.[1] Die ersten Turngeräte bauten sich die Mitglieder aus altem Eisen selber, es fehlte nur noch eine Matte. Zu dieser Zeit kosteten lederbezogene Matten sehr viel Geld weshalb sich die Turner mit einem Strohsack behalfen. Seitdem war der Verein in Hannover auch als "Turnverein Strohsack" bekannt. 1912 hatte der Verein bereits 50 Mitglieder und erweiterte sein Sportangebot mit den Sparten Faust-, Schlag-, und Fußball. Die ersten Sportplätze befanden sich an der Schulenburger Landstraße und später am Eichgrund in Stöcken.[2]

Nach dem ersten Weltkrieg sammelte Otto Müller wieder Mitglieder und innerhalb weniger Jahre stieg die Migliederzahl auf 100. 1924 beschloss der Deutsche Bund für Leibesübungen, zwischen Turnern und Sportlern eine "reinliche Scheidung" vorzunehmen. Viele Vereine waren gezwungen sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden, der Turnverein Mecklenheide wählte die Sportler, da Handball und Fußball bei den Mitgliedern sehr beliebt waren. Daraufhin verließen viele Turner den Verein.[1]

1925 nahm der Verein seinen heutigen Namen an. Im gleichen Jahr sorgte der Oberbürgermeister Hannovers Robert Leinert dafür, dass TuS Mecklenheide im Tannenkamp ein eigenes Gelände bekam. Durch harte Arbeit und vielen helfenden Händen wurde aus dem Wald- und Kusselgelände ein Sportplatz. Die Mitglieder Otto Müller, Willi Müller und Fritz Klug verpfändeten sogar ihren eigenen Hausrat um sicherzustellen, dass der Bau des Sportplatzes erfolgreich beendet werden konnte. Als Umkleidekabine diente zu Beginn ein alter Personenbus, bis am 23.August 1931 das neue Vereinsheim eingeweiht wurde. Das gesamte Gelände wurde fast ausschließlich von den Mitgliedern selber bebaut. [2]

Im Jahr 1933 wurde Friedrich Klug zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. Kurz darauf wurde der Verein, durch das Gleichschaltungsgesetz verboten und aufgelöst. Daraufhin schloss sich Friedrich Klug der "Sozialistischen Front" an und wurde zu einem Widerstandskämpfer des NS-Regimes. Am 22.September 1936 wurde er wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" verhaftet, später kam er im Krieg ums Leben.[3][4]

Und wieder war es Otto Müller, der nach dem zweiten Weltkrieg zwölf ehemalige Vereinsmitglieder zusammenrief um den TuS Mecklenheide neu zu gründen. Die Gründungsversammlung fand 1946 in einer Laube der Kolonie Tannenkamp statt. Der Verein bekam seinen alten Platz von der Stadt Hannover wieder, doch der sah katastrophal aus und musste zusammen mit dem zerstörten Vereinsheim wieder hergerichtet werden. 1950 kam es zu Querelen im Verein, dies hatte zufolge, dass sich die Handballsparte auflöste und viele Mitglieder den Verein wechselten. Außerdem trat der Vorsitzende Otto Müller von seinem Amt zurück. Der Verein war 1956 kurz vor dem Ende, nur durch den persönlichen Einsatz der treuesten Mitglieder, insbesondere von Kurt Wildführ und Friedrich Müller, konnte das Fortbestehen vom TuS gesichert werden. Vier Jahre später wurde das Vereinsheim fertiggestellt. Die Idee aus TuS Mecklenheide einen Breitensportverein zu machen scheiterte nach mehreren Versuchen endgültig im Jahr 1960. In den folgenden Jahren ging es mit dem Verein wieder aufwärts. Eine breite Fußballsparte wurde aufgebaut und 1967, sowie 1976 gelang der 1.Herren-Fußballmannschaft der Aufstieg in die Bezirksklasse . [2][5]

Durch den Bau von Tennisplätzen auf dem Vereinsgelände gründete sich 1982 eine Tennissparte. Außerdem wurde im gleichen Jahr Werner Spieß zum neuen Vorsitzenden gewählt, dieses Amt übernahm ab 1985 Rolf Schwarzkopf.[5] 2009 hat der Verein den Jugendförderpreis der Sepp-Herberger-Stiftung für seine Jugendarbeit erhalten. Von der ausgezeichneten Nachwuchsarbeit zeugt auch das seit 2004 jährlich stattfindende große Jugendturnier.[1] Momentan hat TuS Mecklenheide fünf Fußballmannschaften im Seniorenbreich und vier im Juniorenbereich.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Christian Link: "Turnverein Strohsack“ feiert 100. Geburtstag. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 7. Februar 2020.
  2. 2,0 2,1 2,2 Vereinsgeschichte. In: http://www.tusmecklenheide.de/verein/geschichte. Abgerufen am 7. Februar 2020.
  3. Acht neue Stolpersteine gegen das Vergessen. In: Hannoverscher Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 7. Februar 2020.
  4. Friedrich Klug (Widerstandskämpfer). In: Wikipedia. Abgerufen am 7. Februar 2020.
  5. 5,0 5,1 Christian Burmester, Heinz Suhr: Chronik. In: http://www.tusmecklenheide.de/verein/chronik. Abgerufen am 7. Februar 2020.


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