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Bundesarchiv Bild 183-1989-0603-032, Dynamo Dresden - 1. FC Union Berlin 5-0

Torsten Gütschow im Juni 1989 im Trikot von Dynamo Dresden

Torsten Gütschow (* 28. Juli 1962 in Görlitz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und derzeitiger -trainer.

Aktiver Fußball in der DDR Bearbeiten

Er gilt als der letzte herausragende Torjäger des DDR-Fußballs und war der typische Mittelstürmer mit Abstauberqualitäten. Von 1989 bis 1991 wurde er dreimal in Folge Torschützenkönig der DDR-Oberliga. 1991 wurde er außerdem zum letzten Fußballer des Jahres der DDR gewählt.

In seiner Jugend spielte er für Traktor Zodel und Dynamo Görlitz.

Torsten Gütschow spielte für Dynamo Dresden in der DDR-Oberliga, der Fußball-Bundesliga und der Regionalliga und erzielte in insgesamt 307 Einsätzen für den sächsischen Traditionsverein 150 Treffer. Mit Dynamo wurde Gütschow 1989 und 1990 DDR-Meister und konnte in den Jahren 1982, 1984, 1985 und 1990 den FDGB-Pokal erringen. Seine 12 Tore in 39 Bundesligaspielen bedeuten bis heute Bundesligarekord für die Sachsen.

In der Fußballnationalmannschaft der DDR spielte Gütschow insgesamt drei Mal und erzielte dabei zwei Tore. Sein Debüt gab er am 15. Februar 1984 in Athen beim 3:1-Erfolg gegen die griechische Fußballnationalmannschaft.

Aktiver Fußballer nach der WendeBearbeiten

In der Winterpause der Saison 1992/1993 wechselt er in die Türkei zu Galatasaray Istanbul. 1993/94 spielte er für den FC Carl Zeiss Jena, 1994/95 für Hannover 96 und 1995/96 für den Chemnitzer FC - jeweils in der 2. Fußball-Bundesliga. Nach weiteren drei Saisons in Dresden in der Regionalliga beendete „Horschtl“ seine aktive Karriere.

Karriere als Trainer Bearbeiten

Seit Sommer 2006 arbeitet Gütschow als Trainer beim TuS Heeslingen in der Oberliga Niedersachsen Ost und hat mit diesem Verein auch in seinem ersten Trainerjahr gleich den Aufstieg in die damalige Oberliga Nord geschafft.

Staatssicherheit Bearbeiten

Gütschow war Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR. In Schweden kam er aufgrund von Trunkenheit am Steuer vorübergehend in Untersuchungshaft. Die DDR-Regierung erwirkte seine Freilassung, als Gegenleistung musste sich Gütschow für die Stasi engagieren. Im Gegensatz zu anderen Fußballern der damaligen Zeit gestand er seinen Mitspielern dieses Engagement sofort und versprach ihnen, nichts Negatives über seine Sportkameraden zu schreiben.

Weblinks Bearbeiten

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