FANDOM


Tolga Özgül (* 22. September 1983 in Köln) ist ein deutscher Politiker türkischer Abstammung.

Leben Bearbeiten

Özgüls Vater stammt aus der westanatolischen Stadt Uşak. Seine Familie ist Angehöriger der Yörük. Diese werden als Angehörige einer Gruppe von oghusisch-türkischen Stämmen genannt, die heute hauptsächlich in Südanatolien leben und hanafitische Sunniten sind.

Er ist Bundesvorsitzender des Jungen Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit[1] (JuBIG). Am ersten November gründet die BIG Partei ihre bundesweite Jugendorganisation. Unter dem Namen „Junges Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit“,[2] kurz JuBIG,[3] Nach eigenen Angaben engagiert sich JuBIG mit verschiedenen Aktivitäten in der politischen Bildung und der Förderung von Jugendlichen. 

NGO „Junge Europäische Bürgerinitiative Plattform" (Genc ASIP) Bearbeiten

 Die von jungen türkischstämmigen Migranten gegründete NGO „Junge Europäische Bürgerinitiative Plattform" (Genc ASIP) plant neue Standorte in mehreren Bundesländern.

Bisher ist Genc ASIP mit sieben Unterverbänden in Nordrhein-Westfalen (Bonn, Bad Honnef, Duisburg, Dortmund, Mülheim an der Ruhr, Köln und Marl) aktiv sowie mit einem weiteren in Niedersachsen (Diepholz). Baden-Württemberg sind wir mit einem Stadtverband und einen Lernzentrum in Karlsruhe vertreten.Vor Kurzem gründeten wir in Bayern unseren ersten Stadtverband in München.

In den kommenden Monaten plant die im Februar 2018 von Tolga Özgül in Köln gegründete Vereinigung weitere Standorte in Hannover, Berlin, Hessen und Baden-Württemberg.

Das erklärte Ziel von Genc ASIP besteht darin, die deutsch-türkischen Beziehungen zu stärken und zu fördern. Dafür werden bundesweit Seminare organisiert, „um die Jugendlichen mit Migrationshintergrund politisch, gesellschaftlich und sozial aufzuklären", wie aus der aktuellen Presseerklärung der Plattform hervorgeht. Darin wird eine klare Position gegen Rassismus und Diskriminierung betont sowie die politische Neutralität von Genc ASIP unterstrichen.

Ende Oktober hatte Genc ASIP im Rahmen dieser Zielsetzung ein Seminar unter dem Titel „Deutsch-Türkische Beziehungen, Rückblick-Ausblick" in Köln organisiert. Als Gastredner reiste hierfür der bekannte türkischstämmige Rechtsanwalt, Fatih Zingal, aus Solingen an.

Für Genc ASIP stehe „gegenseitiger Respekt und Toleranz aller Nationalitäten und Religionszugehörigkeiten immer im Vordergrund". Dies sei Bedingung für „eine bunte und vielseitige Gesellschaft".

Flüchtlingspolitik: Marshallplan für Afrika Bearbeiten

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative Genc ASIP, Tolga Özgül, in einem Gespräch mit NEX24 in Köln:

„Die Idee eines Marshallplanes für Afrika ist in jedem Fall zu begrüßen. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass es mit einem Marshallplan alleine nicht getan ist. Die Menschen in Afrika benötigen neben der Sicherstellung von hinreichender Nahrung vor allem Infrastruktur, Bildung, Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Einhaltung elementarer Menschenrechte. In vielen Staaten Afrikas ist Staatlichkeit und staatliche Fürsorge noch weit von europäischen Standards entfernt. Deshalb wäre die Ausbildung von Staatsbeamten in Europa beispielsweise eine Maßnahme, die vielen Staaten helfen könnte, ihre Staatlichkeit weiterzuentwickeln“, so Özgül

Bisher sei es so, dass nur wohlhabende Afrikaner ihre Kinder zum Studium oder zur Ausbildung ins Ausland schicken könnten, dies sollte sich laut Özgül ändern. Ferner wäre es zu begrüßen, wenn vor allem europäische Staaten Kontingente zur Aufnahme von Menschen aus Afrika für eine legale Migration schaffen würden. Wer zum Arbeiten oder zum Studium kommt, sollte in den Genuss leichterer Einreisebedingungen kommen, betonte Özgül.

„Schließlich muss ganz besonders Europa seinen Handel mit afrikanischen Staaten auf den Prüfstand stellen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass europäische Staaten in der Regel afrikanischen Staaten ihre Bedingungen aufzwingen und andernfalls mit der Streichung von Entwicklungshilfen drohen. So kommt es, dass afrikanische Bauern auf ihren heimischen Märkten gegen europäische Waren konkurrieren müssen, die aus subventionierter Überproduktion stammen. In der Regel haben diese afrikanischen Bauern das Nachsehen und müssen ihre Betriebe aufgeben“, so Özgül.

Europäische Staaten und ganz besonders die ehemaligen Kolonialmächte wie Großbritannien, Frankreich und Belgien müssten aufhören, Afrikas Bodenschätze auszubeuten.

„Den Afrikanern bleibt nur ein sehr geringer Anteil ihrer reichen Bodenschätze. Die bis heute andauernde Ausbeutung der afrikanischen Bodenschätze ist der Hauptgrund für die Mehrzahl der militärischen Konflikte auf dem Kontinent und mithin eine der Haupt-Fluchtsursachen. Der durch den deutschen Entwicklungsminister Marshallplan verspricht daher nur Erfolg, wenn die genannten Umstände berücksichtigt werden“, so Tolga Özgül weiter.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Landtagswahl 2017. Abgerufen am 30. August 2017 (Skriptfehler).
  2. JuBIG-Jugendverband | BIG Partei. Abgerufen am 30. August 2017 (Skriptfehler).
  3.  „Für eine echte politische Stimme“ - BIG Partei gründet Jugendorganisation - eurasianews. In: eurasianews. 2016-10-26 (http://eurasianews.de/blog/fuer-eine-echte-politische-stimme-big-partei-gruendet-jugendorganisation/).
4. https://www.dailysabah.com/deutsch/deutschland/2018/11/13/presseerklaerung-genc-asip-plant-unterverbaende-in-mehreren-bundeslaendern

5. Genc ASIP-Vorsitzender Tolga Özgül: Marshallplan für Afrika ist zu begrüßen.

https://nex24.news/2019/05/genc-asip-vorsitzender-tolga-oezguel-marshallplan-fuer-afrika-ist-zu-begruessen/


Info Sign Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten Versionsgeschichte importiert.