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Thomas Ziemer
Personalia
Name Thomas Ziemer
Geburtstag 18. August 1969
Geburtsort NürnbergDeutschland
Position Mittelfeld

Thomas Ziemer (* 18. August 1969 in Nürnberg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballprofi.

Der Offensivspieler Ziemer trat schon im Alter von vier Jahren dem TSV Zirndorf bei. Über die Zwischenstation MTV Fürth landete er kurz vor seinem neunten Geburtstag beim 1. FC Nürnberg, mit dessen A-Jugend er 1987 den Jugendkicker-Pokal gewann.[1] Für den Club war er insgesamt 15 Jahre aktiv, wurde aber erst in der Saison 1997/98 erstmals als Profi in einem Ligaspiel eingesetzt.

Sein Profidebüt gab Ziemer am 28. Juli 1990 als Neuzugang des Zweitligisten FC 08 Homburg, den er im Oktober 1991 zum TSV 1860 München verließ. Ziemer blieb knapp drei Jahre bei den Löwen, stieg mit ihnen 1992 in die Oberliga ab und 1993 wieder auf.

Im Trikot des 1. FSV Mainz 05 begann 1994 Ziemers erfolgreichste Zeit als Profi. In seiner ersten Saison in Mainz - zunächst nur als Leihspieler - führte Ziemer vom 17. bis zum 25. Spieltag die Torschützenliste der Zweiten Bundesliga an (ab dem 22. Spieltag gemeinsam mit dem Meppener Rainer Rauffmann). Nach 25 Toren in 64 Spielen wurde Ziemer 1996 von Hansa Rostock verpflichtet. Kurz zuvor hatte er mit zwei Toren beim 3:0-Auswärtssieg gegen den Tabellendritten MSV Duisburg einen großen Anteil am knappen Mainzer Nichtabstieg.

Die Bundesliga erwies sich für den Franken als zu groß. Ziemer war zwar zunächst Stammspieler, wurde aber in der Rückrunde kaum noch eingesetzt und wechselte nach einem Jahr zurück zum 1. FC Nürnberg, der gerade in die Zweite Liga aufgestiegen war. Mit dem Club schaffte Ziemer als Stammspieler den direkten Durchmarsch in die Bundesliga. Dort spielte er nach einer langwierigen Verletzung in der Saison 1998/99 nur selten. Nach seinem zehnten Einsatz am 34. Spieltag dieser Saison überführte ihn eine Dopingkontrolle der Anabolika-Einnahme. Dies wurde nach dem 1. Spieltag der Folgesaison bekannt und führte zur sofortigen Suspendierung des Mittelfeldspielers. Ziemer bestritt die wissentliche Einnahme und beschuldigte den Ernährungsberater der Mannschaft. Der DFB sperrte ihn zunächst für neun Monate, reduzierte diese Sperre im zweiten Verfahren auf sechs Monate.[2] Erst am 21. Spieltag konnte er gegen Mainz 05 wieder für den Club auflaufen[3], musste jedoch mit dem Club in die 2. Bundesliga absteigen.

Doch auch in der Zweitklassigkeit schaffte Ziemer nicht den Sprung in die Stammelf und kam während der Saison 2000/2001 nur zweimal für den 1. FC Nürnberg zum Einsatz. Daher nutzte er die Chance zum Vereinswechsel und schloss sich im November 2000 zum zweiten Mal den abstiegsbedrohten Mainzern an. Dort war er anfangs Stammspieler im offensiven Mittelfeld, wurde aber nach dem Trainerwechsel von Eckhard Krautzun zu Jürgen Klopp fast nur noch als Einwechselspieler eingesetzt. Am 21. April 2002 absolvierte er beim Auswärtsspiel der Mainzer gegen den MSV Duisburg sein letztes Spiel als Profi in Deutschland.[3]

Nach eineinhalb Jahren bei Austria Lustenau stand Ziemer erst einmal ohne Verein da. Eine geplante Verpflichtung durch den aus dem SC Weismain hervorgegangenen Fusionsverein SCW Obermain scheiterte an der Insolvenz des Vereins. Von 2005 bis Juni 2006 gehörte er dem Neumarkter Kreisligisten Henger SV als Spielertrainer an. Dann schloss sich Ziemer dem Nürnberger Bezirksligisten Dergahspor an, doch nachdem der Aufstieg verpasst wurde, wechselte er im Sommer 2007 zum Bezirksoberligisten 1. FC Hersbruck, für den er in seiner ersten Saison 2007/2008 gleich 17 Tore erzielte.[1]

Seit Januar 2010 fungiert Ziemer als Spielertrainer beim VfB Friedrichshofen.

Quellen Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Thomas Ziemer, www.glubberer.de (22. Dezember 2006)
  2. Christoph Bausenwein/Bernd Siegler/Harald Kaiser: Die Legende vom Club. Die Geschichte des 1. FC Nürnberg, Göttingen: Verlag Die Werkstatt, ISBN 3-89533-536-3, S. 263
  3. 3,0 3,1 Thomas Ziemer, www.fussballdaten.de (22. Dezember 2006)


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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