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Thomas Helmer
UEFA TT 8090 Thomas-Helmer
Thomas Helmer, Sept. 2010
Personalia
Geburtstag 21. April 1965
Geburtsort HerfordDeutschland
Größe 185 cm
Position Abwehr


Thomas Helmer (* 21. April 1965 in Herford) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler sowie heutiger Fernsehmoderator.

Karriere Bearbeiten

Vereine Bearbeiten

Helmer begann bei der SG Bad Salzuflen, später SC Bad Salzuflen, und wechselte 1984 in das Profi-Geschäft zu Arminia Bielefeld. Dort kam er am 24. Spieltag, den 23. März 1985, zu seinem Bundesligadebüt gegen den FC Schalke 04. Mit einer 0:3-Niederlage verpasste er allerdings einen guten Einstand in Deutschlands höchster Spielklasse.[1] Nachdem er in seinem ersten Spiel über die vollen 90 Minuten auf dem Feld stand, kam er im weiteren Verlauf nur zu drei weiteren Kurzeinsätzen.[2] Als 16ter stieg die Mannschaft am Saisonende in die 2. Fußball-Bundesliga ab. Nach Abgängen von Stammkräften wie Dirk Hupe und Detlef Schnier drängte Helmer 1985/86 in die Startelf der Westfalen und setzte sich schließlich durch. Beim 2:0-Sieg am 2. November 1985, erzielte der Verteidiger seinen ersten Profitreffer. Gegen Tennis Borussia Berlin brachte er sein Team mit 1:0 in Führung und leitete damit den Erfolg ein.[3] Mit insgesamt fünf Treffern nach Ablauf der Spielzeit war er zusammen mit Uwe Haas zweitbester Torschütze der Bielefelder.[4] Mit Platz vier verpasste das Team den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Trotzdem sollte Helmer in der Folgesaison erstklassig spielen. Westfalen-Konkurrent Borussia Dortmund sicherte sich im Sommer 1986 die Dienste des damaligen Jungtalents und lockte ihn nach Dortmund. Dort setzte sich Helmer auf Anhieb durch und wurde Stammspieler. In den ersten Jahren meist im defensiven Mittelfeld und später dann in der Innenverteidigung, war Helmer in den nächsten sechs Jahren eine wichtige Säule des Dortmunder Spiels. Auf seinen ersten Bundesligatreffer bzw. Premierentreffer für die Schwarz-Gelben musste er bis zur Spielzeit 1987/88 warten. Am 7. November 1987, beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart, glich Helmer erst einen Rückstand aus, und brachte kurz darauf sein Team in Führung. Zum Sieg reichte es dann aber trotzdem nicht.[5]. Am 26. Juni 1989 konnte der Defensivspieler seinen ersten nationalen Titel feiern. Die Dortmunder erreichten das Finale um den DFB-Pokal, wo man auf Werder Bremen traf. Dabei setzte sich die Mannschaft von Helmer mit 4:1 durch.[6]

1992 wechselte Helmer in dem bis dahin teuersten Transfer der Bundesligageschichte für 7,5 Millionen Mark zum FC Bayern München [7]. Dort etablierte er sich als einer der besten Abwehrspieler Europas und war unverzichtbare Stütze der Mannschaft. Am 32. Spieltag der Bundesligasaison 1993/94 gewann der FC Bayern München durch ein „Phantomtor“ von Thomas Helmer mit 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Das Spiel wurde deshalb wiederholt, Bayern München gewann das Wiederholungsspiel mit 5:0 und sicherte sich dadurch die Meisterschaft vor dem 1. FC Kaiserslautern. Am Ende seiner Bayern-Zeit war er zwei Jahre lang Kapitän. Mit Bayern München gewann Helmer drei Meisterschaften, seine erste 1994, weitere 1997 und 1999, den DFB Pokal 1998 sowie den UEFA-Pokal 1996, als man Girondins Bordeaux mit 2:0 und 3:1 besiegte. Den bittersten Moment erlebte Helmer 1999, als er mit den Münchnern das Finale der Champions League erreichte und mit 1:2 gegen Manchester United verlor. Allerdings kam er dabei nicht zum Einsatz. Anschließend beendete er das Kapitel Bayern München und wechselte zum Ende seiner Karriere nach England zum FC Sunderland und wurde kurzzeitig an Hertha BSC ausgeliehen. Nach seinem offiziellen Karriereende bestritt der Ex-Profi im Jahr 2002 ein Pflichtspiel für den damaligen bayerischen Bezirksligisten SV Seligenporten.

Nationalmannschaft Bearbeiten

1987 nahm Helmer mit der Bundeswehr-Nationalmannschaft an der Militär-Weltmeisterschaft in Italien teil und belegte den zweiten Rang.[8] Helmer war zwischen 1990 und 1998 A-Nationalspieler des DFB und wurde Europameister 1996. Sein Debüt gab er am 10. Oktober 1990 gegen Schweden. Bundestrainer Berti Vogts brachte den Neunationalspieler damals über die vollen 90 Minuten.[9] Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 trat Helmer auch aus Verletzungsgründen aus der Nationalmannschaft zurück. Sein letztes Spiel absolvierte der Verteidiger am 29. Juni 1998 beim 2:1-Sieg gegen Mexiko. Bereits in der 38. Minute des laufenden Spiels musste sich Helmer gegen Christian Ziege auswechseln lassen.[10]

Erfolge Bearbeiten

Auszeichnung Bearbeiten

Fernsehengagement Bearbeiten

Helmer arbeitet derzeit als Moderator und Sportjournalist für den deutschen Privatsender Sport1.

Bereits bei der WM-Endrunde 2002 in Japan und Südkorea war er als Reporter für Sat.1 live vor Ort. Während der Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal und der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 berichtete er für das DSF täglich aus dem Lager des deutschen Teams.

Aktuell moderiert Thomas Helmer die U21-Länderspiele auf Sport1, „Hattrick – Die 2. Bundesliga“, „Hattrick live“ sowie „Liga total! Spieltaganalyse“.

Helmer war Kommentator bei mehreren Titeln aus der Playstation-2-Spielreihe This Is Football.

Privatleben Bearbeiten

Thomas Helmer lebt in Hamburg und ist seit 2005 mit der Schauspielerin Yasmina Filali verheiratet, mit der er eine Tochter und einen Sohn hat. Außerdem hat Helmer zwei Söhne aus seiner ersten Ehe.

Neben seinem Engagement als Botschafter für die SOS Kinderdörfer - 2004 übernahm er gemeinsam mit seiner Frau die Patenschaft für das Kinderdorf in Dong Hoi (Vietnam) - unterstützt Thomas Helmer den Verein Dunkelziffer e.V. aus Hamburg.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Spielstatistik FC Schalke 04 - Arminia Bielefeld 3:0 (1:0) vom 23. März 1985 auf fussballdaten.de
  2. Die Spiele der Bundesliga 1984/1985 für Arminia Bielefeld auf fussballdaten.de
  3. Spielstatistik Arminia Bielefeld - Tennis Borussia Berlin 2:0 (0:0) vom 2. November 1985 auf fussballdaten.de
  4. Arminia Bielefeld: Der Kader 1985/1986 auf fussballdaten.de
  5. Spielstatistik Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 2:2 (0:1) vom 7. November 1987 auf fussballdaten.de
  6. Spielstatistik Borussia Dortmund - SV Werder Bremen 4:1 (1:1) vom 24. Juni 1989 auf fussballdaten.de
  7. Zur Person: Dr. Gerd Niebaum bei www.bvb.de
  8. kicker Sportmagazin Nr. 53/26. Wo., 25. Juni 1987, S. 2
  9. Spielstatistik Schweden - Deutschland 1:3 (0:3) vom 10. Oktober 1990 auf fussballdaten.de
  10. Spielstatistik Deutschland - Mexiko 2:1 (0:0) vom 29. Juni 1998 auf fussballdaten.de


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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