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Terence „Terry“ Schofield (* 16. Juni 1948 in Los Angeles, Kalifornien)[1] ist ein früherer gebürtiger US-amerikanischer Basketballspieler und –trainer, der an der Universität Göttingen als Lektor am Seminar für Englische Philologie arbeitet.[2]

NCAA bei den UCLA Bruins Bearbeiten

Schofield war während seines Studiums in den USA für das Basketballteam der UCLA Bruins unter Coach John Wooden in der NCAA aktiv. Wooden wurde zur Legende im US-amerikanischen Hochschulbasketball, weil er mit den Bruins zwischen 1963 und 1975 zehnmal Meister in der NCAA wurde. Schofield selbst gehörte den Meisterteams in den Saisons 68/69, 69/70 & 70/71 an. Im ersten Meisterjahr spielte Schofield noch zusammen mit Lew Alcindor, der später als Kareem Abdul-Jabbar einer der bedeutendsten Spieler in der Profiliga NBA werden sollte. Weitere Teamkameraden von Schofield waren Bill Sweek, der später mit Le Mans Sarthe Basket als Trainer Meisterschaften in Frankreich feiern sollte, sowie John Ecker, der nach seinem Abschluss an der UCLA für Bayer Leverkusen in Deutschland spielte und dort Lehrer wurde. In seinem Abschlussjahr 1970/71 erhielt Schofield das NCAA Postgraduate Scholarship als Stipendium und wurde als Bruins' Most Improved Player des Jahres sowie mit dem UCLA Faculty Athletic Representative Award geehrt.[3][4] Nach Schofields Abschluss feierte UCLA unter Wooden bis 1975 noch weitere Meisterschaften unter anderem mit Bill Walton sowie dem späteren Leverkusener Spieler Greg Lee und Wilbert Olinde, den Schofield selbst nach Deutschland zum SSC Göttingen holen sollte.

BBL bei SSC Göttingen und Trainer Nationalmannschaft Bearbeiten

Schofield kam 1973 nach Deutschland zum damaligen SSC Göttingen. Nachdem der SSC sich 1975 nicht für die eingleisige erste Liga qualifizieren konnte, kehrte man durch den Aufstieg 1976 in die höchste Klasse zurück. 1977 gelang es Schofield, den UCLA-Absolventen Olinde nach Göttingen zu holen, welcher als Kapitän und Identifikationsfigur des Vereins der Fixpunkt der folgenden Göttinger Erfolge werden sollte. 1980 gewann Schofield als Trainer mit dem SSC zum ersten Mal die Meisterschaft. Im Anschluss fusionierte der Verein mit der TG 1846 Göttingen zum ASC 1846 Göttingen. Als ASC gelangen zwei weitere Meisterschaften 1984 und 1985 sowie zweimal der Pokalsieg.

Schofields Erfolge als Göttinger Trainer führten dazu, dass der DBB ihn ab 1980 zusätzlich zum Bundestrainer der Herren-Nationalmannschaft berief. Er übte dieses Amt in Personalunion mit dem Trainer von BSC Saturn Köln Professor Theodor Schober aus.[5] Dabei gelang der bundesdeutschen Nationalmannschaft bei der EM 1981 erstmals seit 1965 wieder die sportliche Qualifikation für ein Endrundenturnier – bei der EM 1971 und den Olympische Spielen 1972 war man als Gastgeber qualifiziert. 1983 übernahm Ralph Klein die Nationalmannschaft und qualifizierte sie begünstigt durch den Boykott des Ostblocks für Olympia 1984 in Los Angeles.

Trainer TTL Bamberg Bearbeiten

1988 zog sich der ASC Göttingen aus wirtschaftlichen Gründen aus der Basketball-Bundesliga zurück. Schofield ließ sich von der Universität Göttingen beurlauben und wurde Trainer des Erstligisten TTL Bamberg. Nach dem Pokalfinale 1990 wurde mit dem Pokalsieg 1992 der erste nationale Titel der Bamberger gefeiert. 1993 wurde man in der Meisterschaft nur vom damals übermächtigen Rekordmeister TSV Bayer 04 Leverkusen im Finale abgefangen. Am Jahresende 1994 brach Schofield während eines Meisterschaftsspiels auf der Bamberger Trainerbank zusammen und kehrte danach nicht mehr an den Spielfeldrand zurück.[6]

Schofield arbeitete danach noch als Sportdirektor für die SG Braunschweig bis 1998 in der Bundesliga.

Bis vor kurzem engagierte sich Schofield noch in seiner Freizeit bei seinem deutschen Stammverein ASC Göttingen.[7]

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Munzinger.de: http://www.munzinger.de/search/portrait/Terence+Schofield/1/4255.html Profil von Terence Schofield bei munzinger.de, abgerufen am 5. Dezember 2009
  2. Uni Göttingen, SEP: http://www.engl-ling.uni-goettingen.de/personal.php?mit_id=47&bereich=personal Homepage von Terence Schofield am SEP der Uni, abgerufen am 5. Dezember 2009
  3. Bruins 2009-10 MEN'S BASKETBALL MEDIA GUIDE: http://grfx.cstv.com/photos/schools/ucla/sports/m-baskbl/auto_pdf/0910MBB_MG_History.pdf S. 103, 108 bis 109; (englisch) PDF (3,66 MB), abgerufen am 5. Dezember 2009
  4. Wooden, John; with Jack Tobin: They Call Me Coach, Chicago 2004, S.165ff. / books.google.de: http://books.google.de/books?id=QRMs7al5dgMC&pg=PA166&dq=Terry+Schofield#v=onepage&q=Terry%20Schofield&f=false (Link abgerufen am 5. Dezember 2009)
  5. SPON Archiv: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14332588.html Besser im Block, Der Spiegel 21/1981, 18. Mai 1981, abgerufen am 14. Dezember 2009
  6. wbeyersdorf.de: http://www.wbeyersdorf.de/archiv/saison/saison95.htm Abstand zur Spitze kleiner geworden, Saison-Rückblick 1994/95 TTL Bamberg, Fränkischer Tag 15. April 1995, abgerufen am 14. Dezember 2009
  7. ASC Göttingen von 1846 e.V.: http://www.asc46-basketball.de/cms/index.php?page=710 Trainerplan Basketball-Abteilung 2006, abgerufen am 14. Dezember 2009


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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