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Die Stiftung Familienunternehmen ist eine gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, das Familienunternehmertum in Europa zu stärken. Sie wurde 2002 mit Sitz in Stuttgart gegründet. Geschäftsführer ist Stefan Heidbreder, den Vorstand bilden Brun-Hagen Hennerkes und Alfons Schneider.

Ziele Bearbeiten

Zweck der Stiftung ist die Förderung, Information, Bildung und Erziehung sowie der wissenschaftliche Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Familienunternehmertums in Europa.

Folgende Ziele[1] stehen im Vordergrund:

  • Die Förderung des Austausches von Familienunternehmern,
  • die Unterstützung von Forschungsaktivitäten und Institutionen, die sich mit diesem besonderen Unternehmenstypus befassen,
  • die Verbesserung der Wahrnehmung und Akzeptanz der Familienunternehmen in der Politik und der breiten Öffentlichkeit sowie
  • die Begeisterung junger Menschen für eine Tätigkeit in Familienunternehmen.

Diese Ziele werden durch eine Reihe unterschiedlicher Aktivitäten verwirklicht.

Wissenschaft und ForschungBearbeiten

Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit liegt in der Förderung von Forschung und Wissenschaft zum Thema Familienunternehmen, wobei die entsprechenden Forschungsaufträge an unabhängige Institute vergeben werden, die für das jeweilige Themengebiet eine anerkannte Expertise besitzen. Ein Beispiel hierfür ist der Länderindex Familienunternehmen[2], eine Benchmarkstudie, die im Zwei-Jahresrhythmus die Standortbedingungen für große Familienunternehmen in 18 OECD Staaten kontinuierlich vergleicht. Weitere grundlegende Studien behandeln die volkswirtschaftliche Bedeutung[3], das gesellschaftliche Engagement[4], börsennotierte Familienunternehmen[5], sowie die Problematik von Rechnungslegungsstandards[6]. Im Jahr 2011 erschien eine Studie zu den Finanzierungsmöglichkeiten von Familienunternehmen auf dem Kapitalmarkt[7] sowie das Buch „Große deutsche Familienunternehmen – Generationenfolge, Familienstrategie und Unternehmensentwicklung“ [8], das die Forschungsergebnisse einer über dreijährigen Arbeit zusammenfasst. Die Ergebnisse aus der Forschung werden regelmäßig veröffentlicht und durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Zudem unterstützt die Stiftung Familienunternehmen die Erstellung von Dissertationen und Diplomarbeiten zu ausgewählten Themen.

Austausch der Familienunternehmer Bearbeiten

Zu den weiteren Zielen der Stiftung zählt der Dialog zwischen Familienunternehmen, Wissenschaft und Politik. Zu diesem Zweck wurde 2008 erstmals der „Tag des deutschen Familienunternehmens“ ins Leben gerufen, der seitdem einmal jährlich stattfindet. Daneben lädt die Stiftung Familienunternehmen mehrmals jährlich zum sogenannten „Gesprächskreis junger Führungskräfte“ auf regionaler Ebene ein, und unterstützt seit Anbeginn das Owners Forum Middle East, der vom International Institute for Family Enterprises (IIFE) in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke ausgerichtet wird. Hier steht vor allem der interkulturelle Dialog im Vordergrund.

Begeisterung junger Menschen für FamilienunternehmenBearbeiten

Um Familienunternehmen auch als Arbeitgeber verstärkt in das Bewusstsein von Berufsanfängern und Führungskräften zu rücken, hat die Stiftung Familienunternehmen gemeinsam mit führenden Familienunternehmern und dem Entrepreneurs-Club München den „Karrieretag Familienunternehmen“ initiiert. Der „Karrieretag Familienunternehmen“ unterscheidet sich von den traditionellen Recruiting-Messen. In der Regel wird er nicht in einer Messehalle ausgerichtet, sondern findet auf dem Betriebsgelände eines Familienunternehmens statt. Zum anderen sind es oft die Eigentümer selbst, die sich auf dem Karrieretag Familienunternehmen um den Führungs- und Fachkräftenachwuchs in persönlichen Interviews kümmern. Seit 2006 wird er regelmäßig durchgeführt und steht seit Anbeginn unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums.

Beispiele Medienecho Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. "Ziele der Stiftung Familienunternehmen"
  2. Studie:"3. Länderindex der Stiftung Familienunternehmen"
  3. Studie:"Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen"
  4. Studie:"Das gesellschaftliche Engagement von Familienunternehmen"
  5. Studie:"Börsennotierte Familienunternehmen in Deutschland"
  6. Studie: "Die internationalen Bilanzierungsrichtlinien (IFRS for SME)"
  7. Studie:"Die Kapitalmarktfähigkeit von Familienunternehmen - Unternehmensfinanzierung über Schuldschein, Anleihe und Börsengang"
  8. Markus Plate, Torsten Groth, Volker Ackermann, Arist von Schlippe: Große deutsche Familienunternehmen – Generationenfolge, Familienstrategie und Unternehmensentwicklung, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2011

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