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Stefan Böger
Personalia
Geburtstag 1. Juni 1966
Geburtsort ErfurtDDR
Position Mittelfeld, Abwehr

Stefan Böger (* 1. Juni 1966 in Erfurt) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Stationen als Spieler Bearbeiten

Stefan Böger lernte das Fußballspielen bei BSG Umformtechnik Erfurt und begann seine Karriere beim FC Carl Zeiss Jena, bei dem er von 1984 bis 1991 in der DDR-Oberliga spielte. Er kam auf 110 Oberliga-Spiele und erzielte dabei fünf Tore. Zusätzlich lief er sechsmal im Europapokal auf. 1991 wechselte Böger zum F.C. Hansa Rostock, der sich als letzter DDR-Meister für die 1. Bundesliga qualifiziert hatte. Böger spielte eine Saison für die Hanseaten, kam auf 34 Bundesligaeinsätze und erzielte zwei Tore. In der Saison bei Hansa kam Böger zu zwei weiteren internationalen Einsätzen. In der ersten Runde im Europapokal der Landesmeister stand er bei beiden Partien gegen den spanischen Meister FC Barcelona jeweils die volle Spielzeit auf dem Platz. Er schied mit Hansa nach einer 0:3 Auswärtsniederlage und einem 1:0 Heimsieg aus dem Wettbewerb aus.

Nach dem Abstieg der Hanseaten schloss sich Böger dem Zweitligisten MSV Duisburg an, mit dem er die Rückkehr in die Bundesliga schaffte. Nach drei Jahren beim MSV wechselte Stefan Böger 1995 in die 2. Bundesliga zum SC Fortuna Köln und ein Jahr später zum FC Gütersloh. 1997 wurde er vom Hamburger SV unter Vertrag genommen und spielte weitere zwei Jahre in der 1. Bundesliga, bevor er seine Karriere bei der zweiten Mannschaft des HSV ausklingen ließ.

Während seiner Zeit in Jena bestritt Stefan Böger vier Länderspiele (alle 1990) für die Fußballnationalmannschaft der DDR. Unter anderem stand er am 11. September 1990 in Brüssel beim letzten Länderspiel der DDR (2:0 gegen Belgien) auf dem Platz. Für die Olympiaauswahl der DDR absolvierte er sieben Spiele.

Stationen als Trainer Bearbeiten

2002 wurde Stefan Böger Trainer der 2. Mannschaft des Hamburger SV, bevor er zur Saison 2003/04 zur Zweitvertretung von Hansa Rostock wechselte. Von dort aus führte sein Weg im Sommer 2004 zum Regionalligisten VfB Lübeck, wo Stefan Böger zwei erfolgreiche Trainerjahre verbrachte und zweimal hintereinander nur knapp am Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga scheiterte. Trotz laufenden Vertrages wurde Böger nach den missglückten Aufstiegsversuchen im Mai 2006 von seinem Verein beurlaubt. Am 25. Oktober 2006 - gerade fünf Monate nach seiner Amtsenthebung - verpflichtete Liga-Konkurrent und Landesrivale Holstein Kiel Stefan Böger, um mit ihm mittelfristig das gleichlautende Ziel, nämlich den Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga, zu verwirklichen. Böger erhielt in Kiel für diese Aufgabe zunächst einen Vertrag für die Spielzeiten 2006/07 und 2007/08. Am 26. Februar 2007 wurde Böger durch Holstein Kiel von seiner Tätigkeit entbunden.

Im April 2008 vermeldete der DFB, dass Böger ab Sommer 2008 die U-16-Junioren-Nationalmannschaft als verantwortlicher Trainer übernehmen wird. Er unterschrieb einen Vertrag, der bis Juni 2010 galt und im Mai 2010 um zwei weiter Jahre bis Juni 2012 verlängert wurde.

Bilanz als Spieler Bearbeiten

  • DDR-Oberliga: 110 Spiele / 5 Tore
  • 1. Bundesliga: 129 / 4
  • 2. Bundesliga: 72 / 1
  • Regionalliga: 5 / 0
  • Europapokalspiele: 8 / 0
  • Länderspiele für die DDR: 4 / 0
  • Olympia-Auswahl der DDR: 7 / 0

alle Länderspiele bei www.dfb.de

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