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Stadion an der Berliner Straße

Das Stadion an der Berliner Straße (heute Helmut-Schön-Sportpark) in Wiesbaden ist ein Stadion für ca. 11.000 Zuschauer und damit neben der Brita-Arena auf dem Stadiongelände Berliner Straße das größte Stadion der hessischen Landeshauptstadt. Fußball und Leichtathletik werden hier ausgetragen.

Das Stadion an der Berliner Straße wurde bereits im Jahre 1907 in Eigenregie des SV Wiesbaden errichtet und feierte 2007 sein einhundertjähriges Bestehen. Die Besitztümer gingen in den Wirren des Zweiten Weltkrieges an die Stadt Wiesbaden über.

Es befindet sich zwischen der Berliner Straße (B 54) im Norden, dem Gustav-Stresemann-Ring (einem Teil des 1. Stadtrings) im Westen und der Wettiner Straße im Süden. Der Haupteingang des Stadions liegt in Richtung Berliner Straße mit angrenzendem kleinem Parkplatz. Nahe dem Stadion liegen das Berufsschulzentrum Wiesbaden und das Statistische Bundesamt.

Zum Sportgelände gehörten der Werferplatz (für Schlagball, Speerwurf, Diskus und Hammerwurf), zwei Großfeld-Hartplätze, ein Kleinfeld-Hartplatz und etwas abseits zwei Sporthallen. Sämtliche Fußballplätze, außer dem Hauptrasenfeld, sowie der Werferplatz fielen dem Neubau der Brita-Arena zum Opfer, so dass die Jugendmannschaften des SV Wiesbaden, die SKG Karadeniz sowie die dort ebenfalls beheimateten Leichtathletikteams sich eine neue Bleibe suchen mussten. Im Zuge des Baus der Brita-Arena, wurde ein vorhander Hartplatz in einen Granulat-Kunstrasen der neusten Generation umgewandelt.

Mangels eines höherklassigen Fußballklubs war das Stadion recht unbekannt. Der höchstklassige Klub, der seine Spiele hier austrug, war der Landesligist SV Wiesbaden, der einst in der drittklassigen Oberliga Hessen spielte.

Der in Taunusstein beheimatete SV Wehen trug hier schon mehrmals Pokalspiele gegen höherklassige Gegner aus. 2005 trug auch der damalige Regionalligist 1. FC Eschborn sein DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg vor 3500 Zuschauern hier aus. Außerdem fand im Juli 2004 ein Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Köln vor 6000 Zuschauern statt.

Das Stadion wurde auch für American Football genutzt. Es diente kurzzeitig als Heimstätte der Wiesbaden Phantoms, die in der 2. Bundesliga spielen. Im Rahmen der American-Football-Weltmeisterschaft fanden am 10. Juli 2003 die Halbfinalspiele im Stadion an der Berliner Straße statt.

Bekanntestes Sportereignis im Wiesbadener Stadion war das alljährlich im Mai stattfindende Werfer-Meeting, bei dem schon die Diskus-Stars Lars Riedel und Jürgen Schult antraten.

Ansonsten dient das Stadion vorwiegend als Heimspielstätte des SV Wiesbaden. Weiterhin wird das Stadion Berliner Straße als Sportstätte für die Wiesbadener Schulen als Austragungsort von Bundesjugendspielen genutzt.

2008 wurde das alte Tribünendach abgerissen und durch ein neues Dach ersetzt. Im September 2009 wurde das Stadion in Andenken an den Fußballtrainer Helmut Schön in Helmut-Schön-Sportpark umbenannt.[1]

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. DFB.de Wiesbadener Stadion wird zum „Helmut-Schön-Sportpark“. Zugriff am 8. September 2009.

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