Der St. Georgs-Orden wurde durch Kaiser Friedrich III. und Papst Paul II. am 1. Januar 1469 in der Lateranbasilika zu Rom durch die Investitur des 1. Hochmeisters Johann Siebenhirter gegründet. Aufgabe des Ordens sollte der Kampf gegen die Türken sein, welche die habsburgischen Erbländer Kärnten, Krain und Steiermark bedrohten. Hauptsitz wurde das ehemalige Benediktinerkloster Millstatt, zweiter Hauptsitz war Wiener Neustadt. Besonderer Förderer des Ordens war Kaiser Maximilian I. Nach dessen Tod verlor der Orden rasch an Bedeutung bis im Jahre 1598 seine Besitzungen dem Jesuitenkolleg Graz übergeben wurden. Nach dem Aussterben des Hauses Luxemburg Mitte des 15. Jahrhunderts war der Orden mit den Kaisern aus dem Hause Habsburg eng verbunden. Seit dem 19. Jahrhundert pflegt der Orden eine aufrichtige Treue und Bindung zum Haus Habsburg. 1938 wurde der nach Österreich verlegte Orden durch das NS-Regime aufgelöst.
Nach 1945 wurden mehrere Orden gegründet, die sich Traditionell dem alten Orden verbunden fühlen
- Alter Orden vom St. Georg
- St. Georgs-Orden – Ein europäischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringen
- Deutschen Ritterorden St. Georg e.V.
- Konstantinorden
Literatur[]
- Walter Franz Winkelbauer: Der St. Georgs-Ritterorden Kaiser Friedrichs III. (ungedr. Diss., Wien 1949).
- W. F. Winkelbauer: Kaiser Maximilian I. und St. Georg. In: Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 7 (1954), S. 523 - 550.
- Inge Friedhuber: Maximilian I. und der St. Georgs-Ritterorden. In: Symposium zur Geschichte von Millstatt und Kärnten 1984. Nachdruck: Studien zur Geschichte von Millstatt und Kärnten (Klagenfurt 1997), S. 431 – 453.
- Gisela Goldberg: Das Gebetbuch Kaiser Maximilians I. und der St. Georgs-Ritterorden. In: Symposium 1984. Nachdruck: Studien, S. 455 – 484.
- Walther Brauneis: Die Grabmalpläne Kaiser Maximilians I. und der St. Georgs-Ritterorden. In: Symposium 1984. Nachdruck: Studien, S. 485 – 493.
- Franz Stubenvoll: Aus dem Leben des Hanns Siebenhirter – Erster Hochmeister des St. Georgs-Ritterordens (1420 – 1508). In: Symposium 1985. Nachdruck: Studien, S. 495 – 510.
- Robert Wlattnig: Die sogenannte Siebenhirter-Tafel, eine kunsthistorische Analyse. In: Symposium 1985.
- Gertrud Buttlar-Gerhartl: Der St. Georgs-Ritterorden und Wiener Neustadt. In: Symposium 1985. Nachdruck: Studien, S. 511 – 527.
- Richard Perger: Der St. Georgs-Ritterorden in Wien. In: Symposium 1987, S. 84 – 94. Erweiterte Fassung: Das S. Martinsspital vor dem Widmertor zu Wien. In: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 44/45 (1989) S. 7 – 25.
- Inge Wiesflecker – Friedhuber: Maximilian I. und der St. Georgs-Ritterorden. Zur Frage seiner Ordenszugehörigkeit. In: Symposium 1989, S. 87 – 106. Nachdruck: FS H.J.Mezler-Andelberg. (Graz 1988) S. 543 – 554.
- Erich Glantschnig: Der Villacher Renaissancemaler Urban Görtschacher – Stil und Zuschreibungsfragen. In: Symposium 1998, S. 21 – 48.
- Daniela Gregori: Die Brauttruhen der Paola Gonzaga. In: Symposium 1998, S. 49 – 58.
- Franz Höring: Die Restaurierung der Hochzeitstruhe der Paola Gonzaga. In: Symposium 2002, S. 124 –133.
- Karl-Georg Pfändtner: Das Gebetbuch des Johann Siebenhirter in Stockholm. Geschichte – Ausstattung – Bedeutung. In: Symposium 2006, S. 43 – 98.
- Magdalena Bushart: Die Randzeichnungen im Gebetbuch Kaiser Maximilians I. In: Symposium 2006, S. 99 – 114.
- Christine Baier: Die spätmittelalterliche Buchmalerei in Handschriften aus Millstatt. In: Symposium 2007, S. 35 –68.
- Karl-Georg Pfändtner: Das Siebenhirterbrevier Cod. 2781 der ÖNB Wien. Neue Aspekte zur Datierung und Lokalisierung. In: Symposium 2007, S. 69 – 96.
- Johann Tomaschek: Die „Aufhebung“ des Benediktinerklosters Millstatt und dessen Übergabe an den St. Georgs-Ritterorden. In: Symposium 2010, S. 37 – 55.
sowie:
- Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. 2. Auflage, Anton Schroll, Wien 1981, S. 397-408. ISBN 3-7031-0522-4
- Wilhelm Deuer: Hauptpfarrkirche St. Salvator und Allerheiligen in Millstatt. Christliche Kunststätten Österreichs 274, Verlag St. Peter, Salzburg 1996. (ohne ISBN)
- Matthias Maierbrugger: Die Geschichte von Millstatt. Marktgemeinde Millstatt im Verlag Ferd. Kleinmayr, Klagenfurt, 1964; erw. Neuauflage: Carinthia Verlag, Klagenfurt 1989. S. 93-133 (ohne ISBN).
- Maria Mairold: Die Millstätter Bibliothek. In: Geschichtsverein für Kärnten: Carinthia I. Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde von Kärnten. 170. Jahrgang / 1980, S. 87-106.
- Erika Weinzierl-Fischer: Geschichte des Benediktinerklosters Millstatt in Kärnten. Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie, Band 33. Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten, Klagenfurt 1951 (ohne ISBN)
- Roman Freiherr v. Proházka: Österreichisches Ordenshandbuch. Herausgeber Graf Klenau OHG München 1974 (ohne ISBN)
- Peter F. Wallnöfer - Monte Liechtenberg: Der S.M.H. Ritter-Orden vom heiligen Georg in Kärnten im 20. Jahrhundert Sonderdruck aus Carinthia I, Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde Kärnten, Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten, Klagenfurt 2005 (ohne ISBN)