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Sebastian Deisler
Deislertraining
Sebastian Deisler während
eines Trainings (Mai 2005)
Personalia
Geburtstag 5. Januar 1980
Geburtsort LörrachDeutschland
Größe 181 cm
Position Mittelfeldspieler


Sebastian Deisler (Confed-Cup 2005)

Sebastian Deisler (Juni 2005)

Sebastian Deisler (* 5. Januar 1980 in Lörrach) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere Bearbeiten

Vereine Bearbeiten

Über die Jugendvereine FV Tumringen und FV Lörrach gelangte Deisler 1995 in die Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach und gehörte mit Marcel Ketelaer, Benjamin Auer und Robert Enke zu einem "Viererteam" von Nachwuchsspielern, die das Gerüst einer neuen Gladbacher Mannschaft bilden sollten. 1998/99 gehörte er zum Profi-Kader und debütierte in der Bundesliga am 8. September 1998 (3. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, als er in der 63. Minute für Markus Hausweiler eingewechselt wurde; sein erstes Tor gelang ihm am 6. März 1999 (21. Spieltag) beim 2:0-Heimsieg über den TSV 1860 München.

Nach nur einem Jahr und dem Abstieg der Borussia in die 2. Bundesliga wechselte er für eine Ablösesumme von 4,5 Millionen DM (zzgl. weiteren Zahlungen an Borussia Mönchengladbach bei späteren Länderspielen und einer Beteiligung bei späterem Weiterverkauf) zu Hertha BSC, für die er in drei Spielzeiten 56 Mal zum Ligaeinsatz kam, neun Tore erzielte und 2001 den Ligapokal gewann.

Mit dem zur Saison 2002/03 vollzogenen Wechsel zum FC Bayern München trat er seinem letzten Verein als Aktiver bei. Für die Bayern – als Spielmacher und Nachfolger von Stefan Effenberg verpflichtet – spielte Deisler bis zur Winterpause der Saison 2006/07, und er errang dort mehrere Titel. 2003 setzte Deisler aufgrund von Depressionen aus.[1][2] Am 16. Januar 2007 zog der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler die Konsequenzen aus zahlreichen Verletzungen und Erkrankungen, die ihn in den letzten Jahren immer wieder zurückgeworfen hatten, und erklärte gegenüber Uli Hoeneß das Ende seiner Karriere. Er begründete dies mit fehlendem Vertrauen in die Stabilität seines Knies. Obwohl Deisler erklärte, sein Schritt sei endgültig, ließ Uli Hoeneß, der eigenen Aussagen zufolge lange versucht hatte, den Spieler umzustimmen, verlauten, dass der bis Juni 2009 gültige Vertrag Deislers beim FC Bayern München nur ausgesetzt werde, um dem Spieler gegebenenfalls eine Rückkehr zu ermöglichen.

Nationalmannschaft Bearbeiten

Deisler war Teilnehmer an der U-17-Weltmeisterschaft 1997 in Ägypten und kam in zwei Spielen der Vorrunde am 5. (1:0-Sieg gegen Chile) und 7. September (3:0-Sieg gegen Thailand) und drei Spielen der Finalrunde am 14. (4:3 im Elfmeterschießen gegen Mali), 18. (0:4-Niederlage gegen Brasilien) und 21. September (1:2-Niederlage gegen Spanien) zum Einsatz und belegte den vierten Turnierplatz. 1998 erreichte er mit der U-18-Nationalmannschaft das Endspiel der U-18-Europameisterschaft, das gegen Irland erst im Elfmeterschießen mit 3:4 verloren wurde. Für die U-21-Nationalmannschaft spielte er dreimal, wobei er am 26. März 1999 in Belfast bei der 0:1-Niederlage gegen Nordirland erstmals eingesetzt wurde. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab er am 23. Februar 2000 in Amsterdam bei der 1:2-Niederlage im Test-Länderspiel gegen die Niederlande, als er in der 78. Minute für Zoltan Sebescen eingewechselt wurde. Bei der Weltmeisterschaft 2002 fehlte er ebenso verletzungsbedingt wie bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land. Sein letztes Spiel im Nationaltrikot bestritt er am 1. März 2006 in Florenz bei der 1:4-Niederlage im Test-Länderspiel gegen Italien.

Erfolge Bearbeiten

Auszeichnungen Bearbeiten

Sonstiges Bearbeiten

Seit der offiziellen Verkündung seines Karriereendes hat sich Sebastian Deisler weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Erst Ende September 2007, rund acht Monate nach seinem Rücktritt, sprach er in einem Interview erstmals über die Gründe für diesen Schritt.[5] Am 8. Oktober 2009 erschien die Biografie „Sebastian Deisler. Zurück ins Leben“, welche vom Sportjournalisten Michael Rosentritt (Der Tagesspiegel) in Zusammenarbeit mit Sebastian Deisler verfasst wurde.

Deisler gab bekannt, nach dem Ende seiner Karriere als Fußballspieler nun Physiotherapeut werden zu wollen.

Sebastian Deisler hat mit seiner ehemaligen brasilianischen Lebensgefährtin einen Sohn.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Artikel imDer Spiegel“ vom 21. November 2003
  2. Interview mit Sebastian Deisler inDie Zeit“ vom 5. Oktober 2009
  3. Torschütze des Monats August 1999
  4. Torschütze des Monats Juli 2000
  5. Artikel inDer Tagesspiegel“ vom 30. September 2007

Literatur Bearbeiten

  • Michael Rosentritt: Sebastian Deisler. Zurück ins Leben – Die Geschichte eines Fußballspielers, Edel, Hamburg 2009. ISBN 978-3-941378-28-5


co:Sebastian Deisler







nds:Sebastian Deisler


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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