Pfarrkirche Köln Weiler/Volkhoven
Die Schützenbruderschaft St Cosmas und Damian (Schützenbruderschaft „St. Cosmas und Damian Köln Weiler-Volkhoven 1954 e.V.“) ist ein historischer Schützenverein im Kölner Stadtteil Volkhoven/Weiler im Stadtbezirk Chorweiler und Mitglied im Diözesan-, Bezirksverband Köln-Nord und Stadtverband Kölner Schützen sowie auch im Bund der Historischen Schützen.
Bruderschaft und Kirche[]
Die Namensgebung der Schützenbruderschaft, der beiden Heiligen Cosmas und Damian, führt auf die Pfarrkirche „St Cosmas und Damian Köln - Weiler“ zurück, die das jährliche Patrozinium ausrichtet. Im Jahr 1954 entstand die Schützenbruderschaft Sankt Cosmas und Damian 1954 e.V. unter der Schirmherrschaft der Kirche. Das Vereinsleben richtet sich nach dem Leitbild der historischen Schützen "Glaube * Sitte * Heimat".
Sebastianuskreuz des Bundes der historischen Schützen
Leitbild der hisorischen Schützen[]
"Für Glaube, Sitte und Heimat" ist das Leitwort der Schützenbruderschaften. Diese zu leben, ist der Auftrag einer jeden Schützenschwester und eines jeden Schützenbruders. Damit verbunden ist ein hoher Anspruch, diese Ideale möglichst vorbildlich zu gestalten (vgl. www.bund-bruderschaften.de, Betbuch der Schützen, Datum 11.10.2016).
Glaube gehört zum Wesen des Menschen. Er gibt ihm Sicherheit und Geborgenheit. Die Welt Gottes, die dem natürlichen Auge verschlossen ist, wird durch den Glauben zur echten Wirklichkeit. Der Glaube gibt nicht nur Gewissheit über die Existenz Gottes, er gibt auch Gewissheit über die Würde des Menschen.
Sitte umfasst die ganze Fülle heimatlichen Brauchtums und alle zwischenmenschlichen Beziehungen. Die aus dem Glauben geborene Ehrfurcht vor dem Menschen zwingt dazu, ihm mit Anstand und Achtung zu begegnen. Die Sitte mit ihren festen Regeln und Gebräuchen ist eine wesentliche Grundform der Erziehung, Bildung und Selbstbeherrschung.
Heimat ist der Raum, der den Menschen umfängt und trägt. Sie ist nicht nur der Ort, an dem er geboren wurde, sondern der Ort, in dem er sich bewegt, von dem er alles empfängt, die Familie, Arbeit, Freunde, Geselligkeit und auch das Leid. Wir müssen Gott danken für die Heimat, in dem wir Eltern, Geschwister und gute Freunde finden.
Geschichte der Schützenbruderschaft[]
Am 16 August 1954 wurde die Schützenbruderschaft in der Gastwirtschaft Haus Thomas im heutigem Köln-Heimersdorf (damals Köln Volkhoven) gegründet. An diesem Tag beschlossen 8 Freunde und Pfarrer Ludwig Heinrich eine christliche Schützenbruderschaft aufzubauen, die den Namen der Pfarrpatrone St. Cosmas und Damian tragen soll. Die Gründungsmitglieder waren: Pfarrer Ludwig Heinrich, Georg Lönartz sen. , Gerhard Metzmacher, Andreas Meisen, Anton Ottenberg, Alois Thomas, Anton Welter sen., Anton Welter jun. und Peter Josef Welter. Teile der Gründungsmitglieder übernahmen wichtige Vorstandsposten und ernannten Pfarrer Heinrich zum Präses der Bruderschaft. Ein Auszug aus dem Kirchenbuch belegt, dass das erste Schützenfest bereits am 05.06.1955 stattfand. Im Festhochamt zum ersten Schützenfest krönte Pfarrer Ludwig Heinrich Anton Welter sen. zum ersten König der Schützenbruderschaft und weihte die Schützenfahne mit der Darstellung der alten Weiler Kirche. 1962 gründete die kath. Kirche im Zuge der Stadterweiterung die Pfarrei Christi Verklärung in Köln-Heimersdorf. Viele Schützenbrüder waren in verschiedenen Positionen beim Aufbau der Pfarrei tätig. Am 20.09.1964 übernahm die Schützenbruderschaft wichtige organisatorische Aufgaben der Trauermesse nach dem Flammenwerferattentat unter Leitung durch Josef Kardinal Frings. Um den Schießsport auszuüben, errichteten Schützenbrüder einen provisorischen Schießstand auf dem Schützenplatz am Stallagsweg. Mitte 1965 genehmigte die Stadt Köln vorliegende Pläne für den Bau eines Schützenheimes mit Schießständen.
Im gleichem Jahr beschloss die Stadtplanung mit der deutschen Bundesbahn eine neue S-Bahn Trasse durch den Standort des Schützenplatzes zu bauen. Die Schützenbruderschaft zog mit dieser Entscheidung an die jetzige Fritz-Wacker Straße um. Erst am 06.10.1968 legte Pfarrer Ludwig Heinrich in Anwesenheit der Schützenbruderschaft und vielen Ehrengästen den Grundstein für den Bau eines ersten Schützenheimes. Am 10.02.1969 verstarb der Präses unserer Bruderschaft Pfarrer Ludwig Heinrich. Als Nachfolger ernannte die Bruderschaft den neuen Gemeindepfarrer zum Vereinspräses. Im Frühjahr 1976 feierte die Bruderschaft den Festgottesdienst und Einsegnung des fertiggestellten Schützenheims. Am 29.10.1980 verlor die Bruderschaft durch Brandstiftung die Gesellschaftsräume des Schützenheims . Im Januar 1987 beschloss die Mitgliederversammlung Frauen in die aktive Mitgliedschaft aufzunehmen. Im darauffolgenden Jahr errang Hildegard Mey als erste Frau die höchste Würde "König" der Bruderschaft. 30.05.1992, nach 3 Jähriger Planungs- und Bauzeit, stellte der Verein das Schützenheim fertig. Die Einweihung erhielt einen ganz besonderen Stellenwert durch den Besuch des Oberbürgermeisters der Stadt Köln Herr Dr. Norbert Burger. Heute hat die Schützenbruderschaft ca 184 (aktive und passive) Mitglieder sowie eine starke Jugendgruppe.
Jugendarbeit und soziales Engagement[]
2014 richtete die Schützenbruderschaft als Gastgeber die Diözesanjungschützenwallfahrt unter dem Motto "Glaube - Sitte - Heimat Reloaded" aus. Im Jahr 2015 gewann die Jugendgruppe den begehrten Diözesan-Jugendpreis "kleiner Sebastian" für ihre Arbeit zu Gunsten der DKMS und andere soziale Arbeiten. Mehrmals stellte die Schützenbruderschaft Bezirks- und Stadtmajestäten, u. a. in der Saison 2015/2016 als der amtierende Prinz zuerst die Stadtjungkönigswürde errang und kurz darauf die Würde des Bezirksprinz gewann.
Wichtige Termine und Feste[]
Die Schützenbruderschaft nimmt im Jahr an diversen Veranstaltungen teil oder organisiert diese:
- das Patronatsfest (immer im September)
- Schützenfest
- Fronleichnams-Prozession
- Bezirksschützentag (Bezirksmajestätenschießen)
- Stadtmajestätenschießen / Stadtkönigsball
- Besuche der befreundete Bruderschaften
- sonstige Veranstaltungen (Wettkämpfe, Weihnachtsfeier, usw.)
Schießsport[]
Das Schützenheim befindet sich an der Fritz-Wacker-Straße 1 an der S-Bahn Haltestelle "Volkhovener Weg". Dort gibt es 8 Schießbahnen auf denen ausschließlich Luftdrucksportgewehre und -Pistolen mit 4.5mm Diabolo Munition zugelassen sind. Des weiteren besitzt der Verein eine Lichtpunktanlage um Anfänger an den Schießsport heranzuführen.
Weblinks[]