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Sami Khedira
Sami Khedira
Sami Khedira
Personalia
Geburtstag 4. April 1987
Geburtsort StuttgartDeutschland
Größe 189 cm
Position Mittelfeld

2 Stand: 9. Februar 2011

Sami Khedira [xedira] (* 4. April 1987 in Stuttgart) ist ein deutscher Fußballspieler, der bei Real Madrid spielt und für die deutsche Fußballnationalmannschaft aktiv ist.

Vereinskarriere Bearbeiten

Jugend Bearbeiten

Sami Khedira, Sohn einer Deutschen und eines Tunesiers, war in der Jugend des TV Oeffingen aktiv, als er 1995 als Achtjähriger auf einem Turnier in Wernau vom VfB Stuttgart beobachtet wurde und daraufhin nach Stuttgart wechselte. Er durchlief die Jugendteams des VfB Stuttgart und wurde als Mannschaftskapitän Deutscher B- und A-Jugendmeister.[1] An der Seite der späteren Nationalspieler Andreas Beck und Serdar Taşçı spielte er in der B-Jugend Regionalliga. Als Meister der Regionalliga Süd nahm Khedira mit der Mannschaft des VfB Stuttgart an der Endrunde zur Deutschen B-Jugendmeisterschaft 2003 teil, bei der man erst im Endspiel mit 1:4 gegen Hertha BSC unterlag. Nach dem verteidigten Regionalligameistertitel führte Khedira die Schwaben als Mannschaftskapitän im darauf folgenden Jahr erneut ins Endspiel um die Deutsche B-Jugendmeisterschaft. Dort traf man vor 2.000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft auf Gastgeber Energie Cottbus. Durch ein 2:1, bei dem Sami Khedira in der 12. Minute den 1:0 Führungstreffer beisteuerte, wurden die Stuttgarter Deutscher B-Jugendmeister 2004.

Nach dem Wechsel zu den A-Junioren des Vereins spielte er in der U-19-Bundesliga. Am 28. März 2005 kam er als A-Jugendlicher zu seinem ersten Einsatz für die in der damals drittklassigen Regionalliga Süd spielenden Zweiten Herrenmannschaft des VfB, als er bei der 2:4 Auswärtsniederlage beim SC Pfullendorf in der Startelf stand. Auch in der Folgezeit lief er regelmäßig für die A-Junioren sowie die Regionalligamannschaft auf. Im weiteren Saisonverlauf musste Khedira aufgrund von Knieproblemen am Außenmeniskus operiert werden, wodurch er beim Gewinn der deutschen Deutschen A-Jugendmeisterschaft 2004 nicht auf dem Platz stand. Nach erfolgter Operation und Rückkehr in die Mannschaft trainierte Khedira unter Stuttgarts Trainer Trapattoni erstmals bei den Profis des Vereins. Als die Beschwerden im Knie jedoch bald zurückkehrten, wurde eine weitere Operation und eine dreimonatige Rehabilitation in Donaustauf notwendig, wodurch er die gesamte Rückrunde der Saison 2005/06 ausfiel.[2] Die Ärzte rieten Khedira mit dem Leistungssport aufzuhören, jedoch fand er mit Dr. Müller-Wohlfahrt und Dr. Boenisch zwei Mediziner, die ihm halfen seine Verletzung zu überwinden.[3]

VfB Stuttgart Bearbeiten

Zur Saison Saison 2006/2007 bestritt der nun endgültig den Junioren entwachsene Khedira eine schmerzfreie Saisonvorbereitung mit der von Amateurtrainer Rainer Adrion betreuten zweiten Mannschaft des VfB. In den ersten neun Saisonspielen in der Regionalliga Süd kam er jeweils über die volle Distanz zum Einsatz und erzielte beim 4:1-Auswärtssieg gegen 1860 München II auch ein Tor. Nach sechs Siegen und drei Unentschieden stand die VfB-Reserve Ende September an der Tabellenspitze, und Sami Khedira wurde aufgrund seiner überzeugenden Leistungen von Trainer Armin Veh in den Profikader der Schwaben berufen. Sein Bundesligadebüt gab er am 1. Oktober 2006 im Berliner Olympiastadion. Khedira wurde beim 2:2-Unentschieden gegen Hertha BSC in der Nachspielzeit eingewechselt und blieb ohne Ballkontakt, da Schiedsrichter Kinhöfer das Spiel kurze Zeit später beendete. Bereits eine Woche später stand der damals 19-Jährige im Stuttgarter Gottlieb-Daimer-Stadion in der Startformation im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen, welches der VfB mit 3:0 gewann und damit den ersten Heimsieg der Saison perfekt machte.[4] Von da an spielte Khedira regelmäßig. Er erzielte am 29. Oktober 2006 im Spiel gegen den FC Schalke 04 seine beiden ersten Bundesligatore.

Am 29. Januar 2007 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag beim VfB, der ihn bis zum Sommer 2009 an den Verein band. Am 19. Mai 2007, dem letzten Spieltag der Saison, köpfte er gegen Energie Cottbus das entscheidende 2:1-Siegtor, das den Gewinn der Deutschen Meisterschaft für den VfB Stuttgart besiegelte.

Am 9. Juli 2008 verlängerte Khedira seinen Vertrag beim VfB bis Juni 2011.

Am 13. Dezember 2008 erzielte er gegen den FC Bayern München ein Tor in der Nachspielzeit und vereitelte damit die Herbstmeisterschaft der Münchner. Dieser Treffer wurde zum Tor des Monats im Dezember 2008 gewählt.

Real Madrid Bearbeiten

Khedira in Real Madrid

Khedira bei Real Madrid

Aufgrund seiner guten Leistungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wurde neben anderen europäischen Vereinen auch Real Madrid mit dem zum Beginn der Saison 2010/11 neu verpflichteten Trainer José Mourinho auf Khedira aufmerksam. Am 30. Juli 2010 wechselte Sami Khedira zum spanischen Klub[5][6] und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag. Die geschätzte Ablösesumme betrug 14 Millionen Euro, wobei über die vertraglichen Inhalte sowie Transfermodalitäten offiziell Stillschweigen vereinbart wurde.[7] Sein Debüt für seinen neuen Verein gab er am 13. August 2010 gegen den FC Bayern München in einem Testspiel. Sein erstes Pflichtspiel für Real Madrid absolvierte er am 29. August 2010 (1. Spieltag) beim torlosen Unentschieden im Auswärtsspiel gegen den RCD Mallorca, als er in der 70. Minute für Alvaro Arbeloa eingewechselt wurde.

Nationalmannschaft Bearbeiten

Khedira bestritt insgesamt 30 Länderspiele für verschiedene deutsche Junioren-Nationalmannschaften.

Am 16. August 2007 wurde Khedira erstmals ins Aufgebot der deutschen A-Nationalmannschaft berufen. Allerdings musste er das bevorstehende Länderspiel gegen England am 22. August 2007 absagen, weil er wenige Tage zuvor in einem Bundesligaspiel gegen Hertha BSC einen Außenbandanriss am rechten Fuß erlitt.

Bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2009 in Schweden war Khedira Kapitän der deutschen Mannschaft, die unter Bundestrainer Horst Hrubesch den Titel gewann.

Am 5. September 2009 gab Khedira gegen Südafrika (2:0) sein A-Nationalmannschaftsdebüt, als er in der 73. Minute für Simon Rolfes eingewechselt wurde. Am 6. Mai 2010 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den erweiterten Kader und kurz vor der Abreise nach Südafrika in das endgültige Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2010 berufen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall Michael Ballacks bildete er dort zusammen mit Bastian Schweinsteiger das zentrale Mittelfeld-Duo der Nationalelf. Am 10. Juli 2010 im Spiel um Platz 3 gegen Uruguay erzielte Khedira in der 82. Spielminute nicht nur sein erstes Länderspieltor, sondern auch den Siegtreffer zum 3:2.

Titel und Erfolge Bearbeiten

Verein
  • Deutscher Meister 2007 mit dem VfB Stuttgart
  • DFB-Pokal-Finalist 2007 mit dem VfB Stuttgart
Nationalmannschaft

Auszeichnungen Bearbeiten

Sonstiges Bearbeiten

Sein jüngerer Bruder Rani spielt in der B-Jugend des VfB Stuttgart und ist deutscher U-15-Nationalspieler.

Literatur Bearbeiten

  • Michael Horeni: Der neue Boss: Sami Khedira drängt sich nicht auf. Er ist einfach da und will Ballack ersetzen. Wie viele andere deutsche Nationalspieler verkörpert er die Geschichte einer geglückten Integration. in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 13. Juni 2010, S. 11

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Sami Khedira im Porträt: Der bessere Ballack. In: www.spox.com. Abgerufen am 11. August 2009.
  2. Sami Khedira: "Einmal habe ich fast die Hoffnung verloren" in: Stuttgarter Zeitung vom 28. August 2009
  3. Sami Khedira im Interview: „Habe von Zidane und Ballack gelernt“, www.spox.com vom 10. Juni 2009
  4. Sami Khedira: »Der VfB ist eine Herzenssache«, Stadion Aktuell, 11/2007, S. 12ff.
  5. Einigung mit Real Madrid vom 30. Juli 2010 auf der Offiziellen Homepage des VfB Stuttgart
  6. Comunicado Oficial: Sami Khedira, nuevo jugador del Real Madrid vom 30. Juli 2010 auf der Offiziellen Homepage von Real Madrid
  7. Vom VfB Stuttgart nach Madrid: Khedira wechselt für 14 Millionen Euro in: Stuttgarter Zeitung vom 30. Juli 2010










mr:सामी खेदीरा mt:Sami Khedira


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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