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Sabrinamockenhaupt

Sabrina Mockenhaupt (August 2010)

Sabrina Mockenhaupt1

Sabrina Mockenhaupt in Bochum 2004

Sabrina Mockenhaupt (* 6. Dezember 1980 in Siegen) ist eine deutsche Langstreckenläuferin.

Werdegang Bearbeiten

Aus einer Familie von Langstreckenläufern stammend (die Marathonbestzeiten ihrer Eltern Fred und Hildegard Mockenhaupt betragen 2:24:59 h bzw. 2:40:41 h), wurde sie je fünfmal deutsche Jugend- und Juniorinnenmeisterin.

2001 holte sie über 5000 m ihren ersten von bislang neun deutschen Meistertiteln über diese Distanz (weitere folgten in den Jahren 2002–2005 und 2007–2010). Über 10.000 m wurde sie bislang fünfmal Deutsche Meisterin (2003–2005, 2007 und 2009), im Crosslauf siebenmal (2003–2005 und 2007–2010).

2003 startete Mockenhaupt beim 10.000-Meter-Lauf der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Paris/Saint-Denis, musste aber eingangs der zweiten Hälfte aufgrund krankheitsbedingter Verfassung aussteigen.[1]

Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen belegte sie über 10.000 m den 15. Platz. Im Jahr darauf kam sie bei der WM in Helsinki über dieselbe Distanz auf Platz 17.

Der erste internationale Medaillenerfolg gelang ihr im Dezember 2005 mit dem zweiten Platz bei der Crosslauf-Europameisterschaft. Tatsächlich stammt ihre erste internationale Medaille jedoch von der Leichtathletik-Halleneuropameisterschaft 2005 in Madrid. Dort belegte sie zwar zunächst nur den vierten Platz über 3000 m. Allerdings wurde die zweitplatzierte Türkin Tezeta Desalegn-Dengersa später wegen Doping disqualifiziert, und Mockenhaupt bekam 2006 nachträglich die Bronzemedaille zugesprochen.[2]

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2006 in Göteborg erreichte sie den achten Platz über 10.000 m und den sechsten Platz über 5.000 m. Im selben Jahr startete sie beim Halbmarathon-Wettbewerb des Köln-Marathons und lief auf Anhieb 1:10:35 h, geschlagen nur von Irina Mikitenko.

Bei der Hallen-EM 2007 in Birmingham kämpfte sie um eine Medaille im 3000-Meter-Lauf, musste sich aber mit dem vierten Platz zufriedengeben, trotz ihrer persönlichen Hallen-Bestzeit von 8:45,77 Minuten. Einige Wochen später stellte sie beim Bonn-Marathon mit 1:11:57 einen Streckenrekord auf der Halbmarathon-Distanz auf.

Bei ihrem Debüt über die 42,195 km im Oktober 2007 gewann Mockenhaupt den Köln-Marathon und erfüllte mit ihrer Zeit von 2:29:33 h die Qualikationsnorm des DLV für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. In der darauffolgenden Saison konzentrierte sie sich jedoch wieder auf die kürzeren Strecken, wurde beim Paderborner Osterlauf über 10 km Zweite in 32:07 min und erfüllte die 10.000-Meter-Olympianorm mit einer Zeit von 31:27,05 min, gelaufen am 4. Mai 2008 in Palo Alto. In Peking belegte sie den 13. Platz mit ihrem persönlichen Rekord von 31:14,21 min.

Am 26. Oktober 2008 gewann sie in Frankfurt auch ihren zweiten Marathon in einer neuen persönlichen Bestleistung von 2:26:22 h und erfüllte damit die vom DLV geforderte Qualifikationsnorm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin. Sie erklärte jedoch, dort nicht im Marathon, sondern im 10.000-m-Lauf starten zu wollen.[3]

Die erforderliche Norm erfüllte sie Anfang Mai 2009 als sie in einer Zeit von 31:27,56 min ihren fünften deutschen Meistertitel im 10.000-m-Lauf errang.[4] Bereits vier Wochen zuvor siegte sie beim Berliner Halbmarathon in neuer persönlicher Bestzeit von 1:08:45 h.[5] Ebenfalls eine neue Bestzeit erzielte sie mit 14:59,88 min im 5.000-m-Lauf und blieb damit als vierte deutsche Frau unter 15 Minuten. Entgegen früherer Aussagen kündigte sie an, bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft sowohl im 10.000-m-Lauf als auch im Marathon starten zu wollen.[6] Zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft änderte sie ihre Meinung jedoch erneut und gab bekannt, nun doch auf einen Start über 10.000 Meter zu verzichten.[7] Im Marathon belegte sie schließlich in 2:30:07 h den 17. Platz. Einige Wochen später gewann sie in 2:30:12 h zum zweiten Mal nach 2007 den Köln-Marathon.

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2010 in Barcelona lief Mockenhaupt am 28. Juli 2010 die 10.000 m in 32:06,02 min und belegte damit den sechsten Rang. Beim Berlin-Marathon desselben Jahres verbesserte sie trotz Dauerregens ihre persönliche Bestzeit um eine Sekunde auf 2:26:21 und kam auf den vierten Platz.[8]

Die Athletin mit dem Spitznamen „Mocki“[9] ist 1,55 m groß und wiegt 46 kg. Von 1997 bis 2005 startete sie für die LG Sieg, seit dem 1. Januar 2006 für den Kölner Verein für Marathon. Ihr Trainer ist Heinz Weber. Nach vier Jahren in Köln kehrt Mockenhaupt ab Ende 2010 zu ihrem Heimatverein zur LG Sieg zurück.[10]

Seit dem 1. September 2001 ist sie Sportsoldatin in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und hat den Dienstgrad Feldwebel.

Bestleistungen Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Sabrina Mockenhaupt in der Datenbank der IAAF (englisch)

Fußnoten Bearbeiten

  1. leichtathletik.de: WM-Splitter – Hochklassige 10.000 Meter. 23. August 2003
  2. leichtathletik.de: Sabrina Mockenhaupt bekommt Bronze. 16. April 2006
  3. leichtathletik.de: Kein WM-Marathon von Sabrina Mockenhaupt. 18. Februar 2009
  4. leichtathletik.de: One-Mocki-Show mit WM-Norm. 2. Mai 2009
  5. leichtathletik.de: „Mocki“ ist fit für die 10.000-Meter-Norm. 6. April 2009
  6. DerWesten: Sabrina Mockenhaupt plant bei der WM in Berlin Starts über 10 000 Meter und Marathon: „…soviel Spaß am Laufen wie noch nie”. 25. Mai 2009
  7. leichtathletik.de: Kein WM-Doppelstart von Sabrina Mockenhaupt. 2. August 2009
  8. leichtathletik.de: Sabrina Mockenhaupt Vierte in Berlin. 26. September 2010
  9. Die Welt: „Mocki“, Provinznudel mit dem gewissen Etwas. 20. Februar 2005
  10. Bericht der Siegener Zeitung, gesichtet 30. November 2010



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Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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