| SV Tawern | ||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Sportverein Tawern 1946 e. V. | |||
| Sitz | Tawern, Rheinland-Pfalz | |||
| Gründung | 08.08.1946 | |||
| Farben | schwarz-weiß | |||
| Mitglieder | 848 (Stand: 03.12.2024) | |||
| Präsident | Sebastian Junk | |||
| Vereinsvorstand | Ralf Kindermann (PRÄ), Ralph Weber (PRÄ), Dirk Rohles (GF) | |||
| Website | www.sv-tawern.de | |||
| Erste Fußballmannschaft | ||||
| Cheftrainer | Steve Birtz | |||
| Spielstätte | Waldstadion Tawern | |||
| Plätze | 2500 | |||
| Liga | Bezirksliga West Rheinland | |||
| 2023/24 | 2.Platz (Relegation zur Rheinlandliga) | |||
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Der SV Tawern (offiziell Sportverein Tawern 1946 e. V.) ist ein 1946 in der Ortsgemeinde Tawern (Rheinland-Pfalz) gegründeter Sportverein.
Waldstadion Tawern - Heimspielstätte des SV Tawern
Zum Sportangebot gehören Fußball, Tennis, Freizeit- und Breitensport, Tischtennis, Aerobic, Kinderturnen, Lauftreff 2. Weg und Hapkido. Der Verein zählt aktuell 849 Mitglieder. Er gehört damit zu einem der größten Vereine im Sportkreis Trier-Saarburg und darüber hinaus.
Der SV Tawern ist Mitglied des Fußballverbandes Rheinland.
Geschichte des Vereins[]
Vor der Gründung[]
Man muss schon weiter als bis zum Jahre 1946 zurückblicken, um die Wurzeln des erst vor 50 Jahren gegründeten Vereins zu erkennen. Bis 1911 reichen die Sport-Recherchen von Rudolf Rosenkränzer, dem Autor der Chronik „2000 Jahre Tawern". 1911 erkennt der damalige Gemeinderat kein Bedürfnis und lehnt die Bewilligung eines Zuschusses für einen zu gründenden Turnverein ab. Weiter schreibt der Chronist, dass 1920 doch erstmals 200 Mark für die Beschaffung von Turngeräten bewilligt worden waren, jedoch mit der Bedingung verknüpft, dass die Mitglieder des Turnvereins ab dem 18. Lebensjahr der freiwilligen Feuerwehr beizutreten hätten. Einem 1922 neben dem Turnverein bestehenden Sportverein, der das Fußballspiel in Tawern einführt, wird die Anlage eines Sportplatzes nicht bewilligt, „da sich geeignetes Gelände zur Errichtung eines Sportplatzes in der Gemeinde nicht befindet". Der Sportverein betreibt deshalb das Fußballspiel auf Wiesen. Erst 1930 bricht bei der Jugend Tawerns Jubel aus, stellt doch die Kirchengemeinde für die Sportwilligen des Dorfes ein 50 x 100 m großes Gelände zur Verfügung. Wie berichtet wird, soll sich dieser Platz in kurzer Zeit und mit Eigenleistung der Jugend in den wohl schönsten Sportplatz, herrlich gelegen am Wawerner Wald, des Kreises Saarburg entwickelt haben. Über die sportlichen Geschehnisse aus dieser Zeit ist wenig bekannt geblieben, der 2. Weltkrieg warf seine Schatten voraus. Die Kriegsjahre ließen keinen Platz für die schönen Dinge; Sport wurde als Ertüchtigung in anderer Weise geübt.[1]
Der Gründungstag[]
Die Trümmer waren bei weitem noch nicht weggeräumt, als am 08.08.1946 sportbegeisterte Bürger Tawerns den Sportverein Tawern 1946 gründen. Zu den Gründungsanforderungen gehörte zunächst eine Genehmigung der Besatzungsmacht zur Durchführung einer Gründungsversammlung. Die Durchleuchtung der politischen Vergangenheit der Gründungsmitglieder und die Ausfertigung der Vereinssatzung in deutsch und französisch waren nur einige der zu erfüllenden Voraussetzungen, die dann endlich die „Verfügung der Militärregierung", zur Durchführung der offiziellen Gründungsversammlung zur Folge hatten. Im Gasthaus Schons, zum Vereinslokal ernannt, wird der erste Vorstand des SV Tawern 1946 gewählt: 1. Vorsitzender: Karl Sander, 2. Vorsitzender: Klaus Scheer, weitere Vorstandsmitglieder: Johann Kronz, Reinhold Müller, Richard Rausch, Peter Hoffmann und Norbert Bidinger.
Nachkriegszeit (1946 - 1959)[]
1946 Aus den 62 Mitgliedern der ersten Stunde rekrutiert sich auch die erste Fußballmannschaft, die am Ende der Saison 1947 mit dem 2.Tabellenplatz der 1. Kreisliga den Grundstein für Fußballerfolge in Tawern legt. Ein kleiner Spiegel der Zeit: Die Fahrten der Fußballer zu den Auswärtsspielen wurden mit einem LKW mit Holzvergaser ohne Verdeck und ohne Sitzgelegenheiten durchgeführt; so war das nun mal vor 50 Jahren. Die allererste Fußballmannschaft bestand aus: Torwart: Klaus Strupp, Rechtsverteidiger: Josef Hurth; Rechter Läufer: Hans Hoffmann; Mittelläufer: Klaus Hoffmann; Linksverteidger: Nikolaus Weirich; Linker Läufer: Peter Schons (Hans-Werner Scharfbillig); Linksaußen: Josef Ripp; Rechtsaußen: Bidinger; Halbrechts: Alex Scheidt; Mittelstürmer: Peter Hoffmann, Halblinks: Matthias Kraus und Hans Kriesamer, Rudi Schwickerath, Ernst Hoffmann, Erwin Schaaf, Karl Gorges, Richard Schömann, Heini Strupp, Otto Ziewers, Gerhard Ittenbach, Albert Morth. Weitere Mitbolzer waren: Robert Weber, Richard Rausch, Werner Schons, Rudi Gorges, Reinhold Müller, Karl Rohles, Klaus Rohles (Nikka Bubb).
Karl Sander: 1. Vorsitzender 1946 - 1971
Die Jugendmannschft die im Sommer 1946 den Spielbetrieb begann und eigentlich die Gründermannschaft des Verein ist, waren im Einzelnen: Hans-Werner Scharfbillig, Heini Strupp, Richard Schömann, Robert Weber, Otto Ziewers, Erwin Schaaf, Erst Hoffmann, Otto Schömann, Albert Morth, RIchard Rausch, Walter Weis, u. a.
Besonders schön die Kosenamen, im Einzelnen: Klaus Strupp (Pollis Klaus, genannt Backes), Josef Hurth (Flöpsen Jupp); Nikolaus Weirich (Määsch Weissen), Hans Hoffmann (Mischen Hänschen); Klaus Hoffmann (Mischen Kloas); Peter Schons (Panama); ?? Bidinger (Christen Lausert); Alex Scheidt (Piersch Alex); Peter Hoffmann (Mischen Pittchen); Matthias Kraus (Kraussen Mätti).
Peter Schons hörte ab November 1947 auf, eine Kriegsverletzung machte ihm zu schaffen. Ab dann rückte Hans-Werner Scharfbillig nach und spielte bis zu seinem Wegzug 1957 in der ersten Mannschaft. Als weitere Spieler wurden August Stegmeyer und Hans Riefer in die Mannschaft aufgenommen. Klaus Strupp konnt nicht zu jedem Spiel wegen Bereitschaftsdienst teilnehmen (Ersatz: Alex Scheidt). Danach kamen weitere Spieler hinzu: Alois Reinert, Hubert Löwe, Reinhold Benz.[2]
Auch der Tischtennissport fand in dieser Gründerzeit seine erste Anhängerschaft. Trainiert wurde zu dieser Zeit in der Gaststube der Wirtschaft Schons.
1950 Die Jugendarbeit, speziell im Fußball, Tawerns Erfolgsrezept in der Vergangenheit und auch heute, blühte unter Karl Sander schon 1951. Die Jugend-Fußballmannschaft wird 1951 Kreismeister und Vizemeister des Bezirks. Die fußballerischen Erfolge des SV Tawern würden bestimmt den Rahmen dieses Jubiläumsrückblickes sprengen, wollte man alle berichtenswerten Ereignisse schildern.
1947: Die allererste Fußballmannschaft des SV Tawern
Deshalb jetzt ein paar Zeitsprünge mit kurzen Einblicken in die Jahrzehnte der Vereinsgeschichte:
1953 Neugestaltung der Sportplatzanlage an der Siedlung; der Höhenunterschied von drei Meter zwischen den beiden Toren wird beseitigt.
1954 Der Fußballkreis Trier-Saarburg wird gebildet. Aus dem alten Kreis Saarburg spielen die Mannschaften von Krettnach und Tawern in der neuen A-Klasse.
1959 Unter Abteilungsleiter Erwin Jochem fand der Tischtennissport, der seit Vereinsgründung aktiv betrieben wurde, eine Wiederbelebung. Kosten durften dabei nicht entstehen; als „Trainingshalle" diente der Saal des Vereinslokals Schons.
Die Infrastruktur wächst (1960 - 1977)[]
1960 Auch das ist berichtenswert: Dem SV Tawern werden die beim Umbau der Schule anfallenden alten Heizungsrohre zur Umzäunung des Sportplatzes unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
1961 Die erste Fußballmannschaft schafft wieder den Aufstieg in die A-Klasse. Die aktiven Spieler des Sportvereins dürfen ab sofort kostenlos in der gemeindlichen Badeanlage im Keller der Schule baden.
1964 Die 1. Fußballmannschaft steigt in die Bezirksliga auf.
1967 Der SV Tawern beschließt den Ausbau der Sportplatzanlage.
1969 Der Tischtennisabteilung wird die jetzt wieder freie Aula der Schule für ihre Spiele zur Verfügung gestellt.1971 Vom 25. bis 28. Juni 1971 feiert der SVT sein 25jähriges Stiftungsfest mit Einweihung des neuen Sportplatzes. Karl Sander, zu diesem Zeitpunkt immer noch Vorsitzender des von ihm mitbegründeten Vereins, legt das Amt aus Altersgründen nieder und wird Ehrenvorsitzender des SV Tawern. Wie sich die Dinge wiederholen! Ausgerechnet im Jubiläumsjahr steigt die 1. Fußballmannschaft zur A-Klasse ab. Matthias Herz wird neuer Vorsitzender des Vereins.
1972 Matthias Herz besorgt die Flutlichtanlage für den Sportplatz.
1974 Wiederaufstieg der 1. Fußballmannschaft in die Bezirksliga.
Sportplatz Tawern und Sporthalle 1998
1976 Der bisher nicht eingetragene Sportverein 1946 wird auf Betreiben von Geschäftsführer Egon Sommer mit neuer Vereinssatzung auf Beschluss der Mitgliederversammlung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Trier eingetragen und erhält die Bezeichnung Sportverein Tawern 1946 e.V.
1977 Der Turnhallenbau wird beschlossen, als Standort wird das Gelände am Sportplatz festgelegt.
Der SV Tawern in seiner Blütezeit (1978 - 1995)[]
1978 Matthias Herz legt aus beruflichen Gründen das Amt des 1.Vorsitzenden nieder. Sein Maschinenbauunternehmen erfordert dort seine dauernde Präsenz. Der 2.Vorsitzende Helmut Moreth übernimmt kommissarisch die Vereinsführung bis zur nächsten Vorstandswahl. Mit Hans Schömann erhält der SVT einen neuen 1. Vorsitzenden, der dem Verein eine neue Struktur geben wird. Seit Saisonbeginn 1978/79 gehört die 1. Fußballmannschaft der vom Fußballverband Rheinland neu abgegrenzten Landesliga Rheinland Süd an. Die 2. Mannschaft des SVT spielt eine gute Rolle in der D-Liga und die Existenz einer 3. Mannschaft, die in der Reserveklasse agierte, zeugt vom Fußballhoch in Tawern.
1979 Unter der Regie von Hans Schömann werden im SV Tawern die Weichen für die Ausweitung des bisherigen Sportangebotes, das überwiegend aus Fußball und traditionell aus Tischtennis bestand, gestellt. Die bevorstehende Errichtung der Turnhalle und der vom Verein initiierte Bau von Tennisplätzen waren Präjudiz für diese Entscheidungen.
1980 Die Turnhalle am Sportplatz wird ihrer Bestimmung übergeben. Der Gemeinderat stimmt dem Bau von 2 Tennisplätzen zu. Die Eröffnung der Halle eröffnet auch dem Verein neue Möglichkeiten, Karate, Sportgymnastik Männer, Gymnastik Frauen, Kinderturnen und Leichtathletik anzubieten. DSB-lizenzierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter stehen zur Verfügung; aus dem SV Tawern wird ein Breitensportverein. Durch eine Werbeaktion schnellt die Mitgliederzahl innerhalb des Jahres von 300 auf 450. Eine neue Vereins-Ära hat begonnen.
1982 Der SV Tawern feiert sein 35jähriges Stiftungsfest. Was 1946 begann, hat sich zu einem Sportverein mit einer ansehnlichen Palette verschiedenster Sportarten entwickelt. Der Verein wird auch weiterhin seinem Ruf als Fußballverein gerecht. Die A-Jugendmannschaft in der Leistungsklasse Trier-Saarburg, B, C und D-Jugend gehören in ihren Staffeln zu den stärksten Vertretern des Altkreises Saarburg, die Jüngsten, die bis zu zehn Jahre alten E-Jugendspieler sind in die leistungsstarke „Trier-Staffel" eingereiht worden. Einem enormen Aufschwung nimmt die Tischtennisabteilung; die neuen Trainingsmöglichkeiten in der Sporthalle ermöglichen drei Seniorenmannschaften, zwei Jugendmannschaften, einer Schülermannschaft und zwei Mädchenmannschaften in den Meisterschaftsrunden bis zum Bezirksliganiveau anzutreten. Der Verein erlebt eine Blütezeit.
1986 - AH SV Tawern - Uwe-Seeler Traditionself
1983 Der SV Tawern trauert um seinen Ehrenvorsitzenden und Mitbegründer Karl Sander. Er verstarb am 18. Februar 1983 im Alter von 81 Jahren.
1984 Hans Schömann legt sein Amt als Vorsitzender nieder. Sein Wirken wird es jedem Nachfolger schwer machen, das Vereinsleben und -wirken in gleicher Weise zu aktivieren. Neuer Vorsitzender wird Rolf Schichel.1985 Am 10. August 1985: 1. Internationaler 15-km-Straßenlauf in Tawern. (Siehe Straßenlaufgeschichte)
1986 Am 2. August beginnen die Feiern zum 40jährigen Bestehen des SV Tawern. Die Festveranstaltung ist ein Höhepunkt mit Sport- und Showstars. Eine Woche, in der alle Sportarten des SVT ihre Darstellung finden. Rolf Schichel als Vorsitzender des Vereins und hauptberuflicher Veranstaltungsmanager hatte alle Register gezogen.
1986 Trauer beim SV Tawern um Matthias Herz, Freund und Gönner des Vereins, langjähriger 1.Vorsitzender, er verstarb viel zu früh im Alter von 56 Jahren.
1988 Josef Weirich wird 1. Vorsitzender. Das große Sportangebot des SV Tawern erschöpft die vorhandenen Dusch- und Umkleidemöglichkeiten in der Turnhalle. Der Verein hat derzeit ca. 600 Mitglieder. Die unerträgliche Enge will man durch den Bau eines Umkleidehauses am Sportplatz beseitigen.
1989 Das Umkleidehaus am Sportplatz ist fertig gestellt und wird seiner Bestimmung übergeben. Das weitere Wachstum des Vereins, besonders der Tennisabteilung, erfordert Planungen für einen dritten Tennisplatz.1990 Mitgliederstand 643. Der Verein boomt in allen Bereichen. Sportlicher Höhepunkt der Vereinsveranstaltungen ist der von Egon Sommer seit 1985 organisierte Int. 15-km-Straßenlauf. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) nimmt den Straßenlauf als einzige Veranstaltung im Rheinland in die Wertung zum DLV-Straßenlauf-Cup auf. Eine Qualitätsauszeichnung für den Veranstalter SV Tawern und den Ausrichter Leichtathletikabteilung. Josef Weirich wird im Amt des 1.Vorsitzenden bestätigt. Der dritte Tennisplatz wird der Tennisabteilung übergeben.
1991 Die 1. Fußballmannschaft wird Meister der A-Liga Trier-Saarburg. Der Wiederaufstieg in die Bezirksliga West ist geschafft. Der Erfolg der 2. Mannschaft, Aufstieg in die C-Liga, rundet eine vorbildliche und einzigartige Fußballsaison ab.
1992 Vorstandswahlen: Die erfolgsgewohnte Vereinsfamilie bestätigt einen erfolgreichen Vorstand in seinen Ämtern. Josef Weirich, 1.Vorsitzender und Karl Michels, 2.Vorsitzender werden einstimmig wieder gewählt. Die 1. Fußballmannschaft steigt nach erfolgreicher Saison wieder in die Landesliga auf. Der sportliche Aufstieg zeugt vom guten Geist im Verein, die Stimmung im Gesamtverein ist gut.
1993 Knapp 700 Mitglieder verzeichnet der SV Tawern. Zeitgemäß wird die bisherige handgeschriebene Mitgliederkartei von Geschäftsführer Egon Sommer auf EDV umgestellt. Über 95 % der Vereinsangehörigen zahlen ihren Mitgliedsbeitrag bargeldlos. Das Inkasso erfolgt mittels beleglosem Datenträgeraustausch halbjährlich.
1994 Was gut und bewährt ist, sollte man bewahren. Josef Weirich wird zum dritten Mal in seinem Amt als 1.Vorsitzender bestätigt. Richard Braun übernimmt den Posten des 2. Vorsitzenden und die Großaufgabe des Fußballabteilungsleiters. Das breitensportliche Angebot des SVT schließt mit Basketball und Damen-Volleyball eine weitere Lücke. Erste Anzeichen von Terminenge im Belegungsplan der Sporthalle bezeugen das allgemeine Bedürfnis nach sportlicher Betätigung und Geselligkeit. Die Sportanlage wird fast tagtäglich zum Treff für hunderte von Sporttreibenden. Karl-Heinz Welter, Abteilungsleiter für Leichtathletik übernimmt mit neuem Team die Organisation des Internationalen Straßenlaufes. Die Veranstaltung wird vom meist unerträglich warmen Augustanfang in die Mitte des Septembers verlegt.
Sportlicher Aufschwung trotz Abstieg (1996 - heute)[]
1996 Das 50jährige Stiftungsfest des SV Tawern 1946 e.V. wird eine Festveranstaltung, die den Vorstand, die Abteilungen und große Teile der Mitgliederschaft über viele Wochen in Atem hält. Über den Willkommensgruß vom Vereinsvorsitzenden Josef Weirich in Personalunion mit dem Amt des Ortsbürgermeisters der Gemeinde Tawern, dem Grußwort des Protektors Dr. Rupert Kammermeier, Mitglied der Unternehmensleitung der Karlsbergbrauerei KG Weber in Homburg/Saar, dem Glückwunsch des Sportkreisvorsitzenden Hermann Schmitt, dem Grußwort von Verbandsbürgermeister Manns und den freundschaftlich verbindenden Worten von Joachim Haupenthal, Pfarrer von Tawern und Konz-Könen, beginnt die eigenwillige Darstellung des SV Tawern auf dem „Printmedium" Festschrift. Die Vereinsgeschichte, der Vorstand, die Abteilungen, das Festprogramm alles was den Verein spiegelt, wird von Chronikschreiber, Geschäftsführer und Abteilungsleiter Egon Sommer nach bestem Wissen in Wort und Bild wiedergegeben. Viele finden und erkennen sich wieder in der gut aufgemachten Jubiläumsbroschüre.
1997 Der geflügelte Satz, „die Karawane zieht weiter" trifft auch auf den SV Tawern zu. Die 1. Fußballmannschaft schließt trotz schmerzlicher Spielerabgänge nach einer souveränen Vorrunde und einer vergeigten Rückrunde die Saison 1996/97 noch auf dem sicheren 7. Tabellenplatz der Bezirksliga West ab. Der Durchgang 1997/98 wird zeitweise zu einer Zitterpartie, die aber von Trainer Erwin Zimmer letztlich mit einem klaren Punktverhältnis und einem sicheren Mittelfeldplatz gemeistert wird. Einen weiteren Höhepunkt erleben die Tawerner Sportanhänger beim 13. Internationalen Straßenlauf über 15 km. Issac Chemobo heißt das Laufphänomen aus Kenia, das am 13. September 1997 mit einer Zeit von 43 Minuten und 23 Sekunden die bisherige Bestzeit seines Landsmannes Kariuki um Welten verbessert.
1998 Die Krönung des Tawerner Straßenlaufes ist die neueste Streckenrekordzeit von 43:14 Minuten vom 12. September 1998, die wiederum Chemobo als Sieger im Ziel sah. Nach Expertenmeinung wohl das maximal mögliche auf dem nicht gerade ultraflachen Tawerner 15-km-Kurs. Fußball, Tennis, Tischtennis, Volleyball der Damen, Basketball der Jugend und Junioren, Kinderturnen, Damengymnastik, Leichtathletik, Sportgymnastik 2. Weg Männer, Leistungssport und Freizeitsport „boomen" in Tawern. Der Verein zählt am 31.12.1998 die stattliche Zahl von 800 (minus 1) Mitglieder und gehört damit zu einem der größten Sportvereine in der Region Trier. Hier endet die Chronik. Die jüngste Vergangenheit ist noch zu jung, um als chronistisches Geschehen geschrieben zu werden. Der SV Tawern 1946 e.V. ist und bleibt auch in Zukunft Träger der sportkulturellen Aufgabe in der Gemeinde Tawern. Besonders die jüngere Generation ist aufgerufen, mitzuwirken an der künftigen Gestaltung und am Zusammenhalt der Sportfamilie. Wer sonst soll das Zusammenleben in den Gemeinden gestalten, wenn nicht die Vereine im allgemeinen und der Sportverein Tawern im besonderen. Wir bleiben auf diesem Weg
2001 Auf dem ehemaligen Sandsportplatz mit angrenzender Sandsprunggrube wird eine neue moderene Sportanlage mit einem Kunstrasenspielfeld hergestellt. Siehe "Sportanlage" unten.
2005 Das Clubhaus wird durch einen Anbau erweitert. Siehe "Clubhaus" unten.
U19 Freundschaftsspiel in Tawern: SV Tawern - Borussia Mönchengladbach
2006 60 Jahre SV Tawern vom 14.-16.07.2006: Der Verein feiert seinen runden Geburtstag mit einem Festabend in der Sporthalle: eine brasiliansche Tanzgruppe sowie Ehrungen und eine Fotoshow runden den Abend ab. Stefan Kuntz, Fußball-Europameister nimmt als Ehrengast an der Veranstaltung teil und stellte sich den Fragen der anwesenden Gäste. Zudem findet ein Nachtturnier für Freizeitmannschaften statt. Eine Juniorenauswahl des Fußballverbandes Rheinland tritt in Tawern gegen eine Auswahl des Saarländischen Fußballverbandes an und die Jugenabteilung orgainisert ein kleines Juniorenturnier. Auch Damenfußball wird anlässlich des Jubiläums gezeigt: Die Bundesligakickerinnen vom SC Bad Neuenahr-Ahrweiler (u. a. mit Nationalspielerin Sandra Minnert und Trainer Didi Schacht) bestritten ein Spiel gegen die amerikanische Auswahl der Philadelphia University. Im weiteren Verlauf des Jahres veranstaltet der SV Tawern noch eine "Rocknacht" in der Sporthalle, die mit 500 Partygästen gut besucht war.
2014 Highligt für die Juniorenspielgemeinschaft: Nach dem Aufstieg der A-Junioren in die höchste Verbandsklasse (Rheinlandliga) bestritt das U19-Team ein Freundschaftsspiel gegen den U19-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. 800 Zuschauer verfolgten das Spiel. Insgesamt wurden rund 6.500 € an Geldern für die JSG gesammelt.
2016 Die Jahreshauptversammlung erlässt, nach Vorschlag durch das Präsidium, eine neue Vereinssatzung, die nun moderner erscheint und den heutigen Datenschutzrichtlinien entspricht.
2017 Bei der Jahreshauptversammlung wird auf Drängen von Präsident Sebastian Junk eine Beitragsreform verabschiedet, der den Verein - auch nachhaltig und in Zeiten des Demografiewandels - zukünftig finanziell gut aufstellen wird. In insgesamt vier Etappen werden die Mitgliedsbeiträge schrittweise erhöht. Familienbeiträge werden erstmals nach Anzahl der Mitglieder gestaffelt.
2018 Großes Spektakel in Ayl: Am 25.05.2018 bestritten der SV Tawern und die SG Saarburg vor rund 2.000 Zuschauern ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der Kreisliga B Trier/Saar. Nach Treffer von Johannes Weber (19. Spielminute) behielt der SV Tawern am Ende die Oberhand. Es wurde eine Woche lang in und um Tawern gefeiert.
2019 Im Rahmen eines "Sponsoren- und Gönnertages" wird die neue Anzeigetafel und ein autormatischer Defibrillator auf der Sportanlage eingeweiht.
2020 Erstmals seit Bestehen des Vereins ruht der Trainings- und Spielbetrieb aller Abteilungen für mehrere Monate aufgrund der weitreichenden Corona-Pandemie. Ein "Lockdown" führt zu Saisonabbrüchen und Annullierungen von Spielrunden.
2021 Der SV Tawern wird 75 Jahre alt, ob Festivitäten aufrund der pandemischen Einschränkungen möglich sind, entscheidet sich kurzfristig.
2022 Endlich! Der SV Tawern steigt nach 22 Jahren wieder in die Bezirksliga West auf.
2024 Gleich im ersten Bezirksliga-Jahr schließt der SV Tawern auf dem zweiten Tabellenplatz ab und ist somit Teilnehmer der Relegation zur Rheinlandliga. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen den TuS Oberwinter vor heimischem Publikum (850 Zuschauer) verlor man beim späteren Relegationssieger und Aufsteiger in die Rheinlandliga SG Westerburg mit 0:3 (1250 Zuschauer in Westerburg).
Vereinsvorstände seit 1946[]
Ab dem Jahre 2012 hat der SV Tawern an der Vereinsspitze ein gleichberechtigtes dreiköpfiges Präsidium, bestehend aus einem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten.
| Zeitraum | 1. Vorsitzender / Präsidium | Präsidium | Präsidium |
|---|---|---|---|
| 1946 - 1971 | Karl Sander | ||
| 1971 - 1978 | Matthias Herz | ||
| 1978 - 1979 | Helmut Moreth kommissarisch | ||
| 1979 - 1984 | Hans Schömann | ||
| 1984 - 1988 | Rolf Schichel | ||
| 1988 - 2012 | Josef Weirich | ||
| 2012 - 2016 | Sebastian Junk | Robert Stegmeyer | Josef Weirich |
| 2016 - | Sebastian Junk | Ralf Kindermann | Ralph Weber |
Sportanlage[]
Kunstrasensportanlage Tawern im Jahre 2020
Eröffnung 2001
Wohl etwas übertrieben aber nicht ganz von der Hand zu weisen ist der Begriff „Stadion“ für die neue Kunstrasen-Sportanlage des SV Tawern. Die herrliche Waldrandlage ließe auch die Bezeichnung „Waldstadion“ gelten. Eine Sportstätte vom Feinsten, die das Herz eines jeden Fußballbegeisterten höher schlagen lässt. In dreimonatiger Bauzeit gruben die in Kooperation arbeitenden Firmen Löw, Tawern und Köhler, Trier, den bisherigen Tennenplatz, wie die Bilder zeigen, vollständig um. Das Abtragen der früheren Deckschicht aus roter Schlacke, der Bau der Drainageanlage, die Herstellung des Unterbaues, die Betonarbeiten für die Sockel der Flutlicht-, Geländer- und Zaunanlage waren wohl die vom Volumen her umfangreichsten Bewegungen auf der für 3 Monate größten Baustelle Tawerns. Und weil das Wetter auch einigermaßen mitspielte konnte der Kunstrasenhersteller POLYTON auf dem Feinplanum dann innerhalb von 2 Arbeitswochen das Gras „wachsen“ lassen. Die nach neuesten Erkenntnissen eingebrachte Füllung der Grasnarbe mit Quarzsand und Gummigranulat verleiht dem Kunstrasen Naturrasen ähnliche Eigenschaften. Das i-Tüpfelchen der neuen Anlage bildet die im Vorfeld angelegte Freizeit-Basketballanlage, die schon vor der Platzeinweihung am 26. Oktober 2001 von der Jugend in Beschlag genommen worden war. ADD-Präsident Dr. Josef Peter Mertes und Landrat Dr. Richard Groß sprachen sich unisono lobend für die Beibehaltung des komplexen Standortes mit Fußballplatz, Tennisplätzen, Sporthalle und gesamter Infrastruktur aus. Ortsbürgermeister und SV Tawern-Vorsitzender Josef Weirich ließ nicht ohne Stolz durchblicken, dass die von Land, Kreis, Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde finanzierte Sportstätte das Sportgeschehen in Tawern beflügeln werde und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, dass von dieser Anlage eigentlich auch eine besondere Anziehungskraft auf talentierte Nachwuchsfußballer ausgehen müsse. Fallschirmspringer, die den Mittelkreis als Landeziel trafen, Fackelläufer, Trommelwirbel und überraschend ein ansehnliches Feuerwerk, waren die besonderen Attribute der Einweihungsfeier. In ökumenischer Zweisamkeit gaben Pastor Jörg Dunsbach, Tawern und Pfarrer Martin Jordan, Evangelische Kirchengemeinde Konz-Karthaus, der neuen Sportanlage den kirchlichen Segen. Dass Tawerns Fußballer schon mal auf Rasen spielten, ist der Vereinschronik zu entnehmen; dort steht geschrieben:
Neubau der Anzeigetafel
... Einem 1922 neben dem Turnverein bestehenden Sportverein, der das Fußballspiel in Tawern einführt, wird die Anlage eines Sportplatzes nicht bewilligt, „da sich geeignetes Gelände zur Errichtung eines Sportplatzes in der Gemeinde nicht befindet“. Der Sportverein betreibt deshalb das Fußballspiel auf Wiesen. ...
Einen weiteren Einblick und eine Parallele zum derzeitigen sportlichen Geschehen weist die Vereinschronik des Jahres 1971 aus. Im damaligen Einweihungsjahr des bis Anfang 2001 bestehenden Tennensportplatzes stieg die erste Fußballmannschaft des SV Tawern von der Bezirksliga in die A-Klasse ab. Ausgerechnet in der Saison 2000/2001 musste der SV Tawern mal wieder die Bezirksliga verlassen und kickt nun in der A-Klasse. Sollte sich eine weitere Parallele einstellen, dann müsste der Sprung in die nächsthöhere Spielklasse 2004 fällig sein, denn 1974 erkämpften sich die Spieler der ersten Mannschaft wieder den Aufstieg zur Bezirksliga. Mit der neuen Rasenanlage des „Waldstadions“ sind die Zeichen gesetzt.
Im Jahre 2019 erhielt die Sportanlage durch de Ortsgemeinde Tawern einen neuen Kunstrasenteppich, da der alte Belag durch die hohe Nutzungsintensität nicht mehr bespielbar war. Zudem baute der Verein eine elektronische Anzeigetafel am Waldrand.
Clubhaus[]
Innenansicht Clubhaus SV Tawern
Mit der Enge in der sprichwörtlichen Ölsardinenbüchse waren die Zustände zu umschreiben, wenn Spieler- und Vereinsbesprechungen im Umkleidehaus am Sportplatz Tawern stattfanden; von den Umständen die bei Sportveranstaltungen herrschten, nicht zu reden. Bei diesen Terminen platzte das Clubhaus aus allen Nähten.Die Notwendigkeit einer Erweiterung war zwingend; auch ein Plan war schnell gefasst. Die große Frage war jedoch: wer soll das bezahlen? Das im Eigentum der Gemeinde stehende Haus war allein mit den den finanziellen Rücklagen des Vereins nicht zu machen. Die Idee zum Erweiterungsbau und dessen Realisierung war in den Köpfen und auch in den Herzen einiger Männer der Fußballabteilung des Vereins geboren und dann in unglaublicher Art und Weise umgesetzt worden.
Wie es kam und wie es sich heute darstellt; damit hatte im Vereinsvorstand keiner gerechnet. Planung, Erdarbeiten, Fundament, Rohbau, Dachstuhl, Dacheindeckung, Dachrinne, Fenster, Inneninstallationen, Innenputz, Außenputz, Estrich, Plattenbeläge, Möblierung, Malerarbeiten und alles Weitere, was noch zu einem Hausbau gehört, restlos alles was anfiel, geschah auf außerordentliche Weise. Ohne Beispiel, sowohl in Qualität und Bauzeit. Gerade mal sechs Monate vergingen vom ersten Spatenstich bis zur offiziellen Einweihung Anfang Dezember 2005. Wir hätten die Männer gerne hier vorgestellt. Sie wollen jedoch kein Bohei!
Selbst die Bezeichnung ehrenamtlich umschreibt das, was eine Handvoll Männer hier geleistet haben, nur andeutungsweise. Aufopferungsvoll ist die bessere Bezeichnung. Denn Opferbereitschaft und größtmöglicher Fleiß ließen das Vorhaben gelingen.
Das Clubhaus des SV Tawern ist aufgrund seiner Ausrichtung als Sportsbar weithin als Treffpunt für jung und alt bekannt. Nach den Heimspielen werden hier die Siege gefeiert und auch Niederlagen diskutiert und analysiert. Neben dem umfangreichen Getränkeangebot bekommen die Gäste das volle Entertainment-Programm der gesamten Sportwelt am Fernseher zu sehen (Sky-Sportsbar).
Abteilung Fußball[]
Trainingslager 2020
Die größte Abteilung des Vereins ist die Fußballabteilung. Derzeit nehmen insgesamt 3 Herrenmannschaften am Spielbetrieb teil, zusätzlich besteht eine AH Ü30 Mannschaft, die regelmäßige Freundschaftsspiele bestreitet.
Die Jugendabteilung ist ab den D-Junioren in einer Jugendspielgemeinschaft verankert. Dort kooperiert man mit den Verein SV Ayl, SV Eintracht Irsch, DJK Trassem, SV Schoden und SV Ockfen. Die Bereiche von den Bambinis bis zur E-Jugend unterhält der SV Tawern in Eigenregie.
Ligazugehörigkeit 1. Fußballmannschaft SV Tawern[]
| Saison | Spielklasse / Liganiveau | Platz | Sp. | Tore | Pkt. | Kreispokal | RHL-Pokal | Torschütze |
| 1946/1947 | 1. Kreisklasse | 2 | ||||||
| 1947/1948 | ||||||||
| 1948/1949 | ||||||||
| 1949/1950 | ||||||||
| 1950/1951 | ||||||||
| 1951/1952 | 1. Kreisklasse | |||||||
| 1952/1953 | Kreisklasse B | |||||||
| 1953/1954 | Kreisklasse A | 8 | 22 | 49:66 | 18:26 | |||
| 1954/1955 | ||||||||
| 1955/1956 | ||||||||
| 1956/1957 | Kreisklasse A | 8 | 22 | 45:67 | 18:26 | |||
| 1957/1958 | ||||||||
| 1958/1959 | ||||||||
| 1960/1961 | 1. Kreisklasse | |||||||
| 1961/1962 | Kreisklasse A | |||||||
| 1962/1963 | Bezirksliga Trier | |||||||
| 1963/1964 | Kreisklasse A | 1 | 22 | 63:46 | 33:11 | |||
| 1964/1965 | Bezirksliga Trier | 5 | 30 | 76:76 | 31:29 | |||
| 1965/1966 | Bezirksliga Trier | 10 | 30 | 72:76 | 28:32 | |||
| 1966/1967 | Bezirksliga Trier | 4 | 30 | 76:63 | 37:23 | |||
| 1967/1968 | Bezirksliga Trier | 8 | 30 | 51:58 | 29:31 | |||
| 1968/1969 | Bezirksliga Trier | 11 | 30 | 59:77 | 26:34 | |||
| 1969/1970 | Bezirksliga Trier | 13 | 45:68 | 26:34 | ||||
| 1970/1971 | Bezirksliga Trier | 16 | 30 | 34:57 | 21:39 | |||
| 1971/1972 | Kreisliga A | 10 | 47:52 | 22:30 | ||||
| 1972/1973 | Kreisliga A | 4 | 45:35 | 33:19 | ||||
| 1973/1974 | Kreisliga A | 1 | 63:29 | 39:13 | ||||
| 1974/1975 | Bezirksliga West | 10 | 52:56 | 28:32 | ||||
| 1975/1976 | Bezirksliga West | 11 | 46:63 | 24:36 | ||||
| 1976/1977 | Bezirksliga West | 9 | 57:73 | 28:32 | ||||
| 1977/1978 | Bezirksliga West | 11 | 51:73 | 26:34 | ||||
| 1978/1979 | Landesliga Süd | 4 | 83:70 | 45:23 | ||||
| 1979/1980 | Landesliga Süd | 6 | 56:40 | 36:24 | ||||
| 1980/1981 | Landesliga Süd | 4 | 59:66 | 32:28 | ||||
| 1981/1982 | Landesliga Süd | 13 | 44:60 | 25:35 | ||||
| 1982/1983 | Landesliga Süd | 16 | 38:76 | 14:46 | ||||
| 1983/1984 | Bezirksliga West | 15 | 37:88 | 17:43 | ||||
| 1984/1985 | Kreisliga A | 2 | 24 | 59:38 | 32:16 | |||
| 1985/1986 | Kreisliga A | 3 | 24 | 35:25 | 30:18 | |||
| 1986/1987 | Kreisliga A | 9 | 26 | 30:34 | 23:29 | |||
| 1987/1988 | Kreisliga A | 2 | 26 | 47:23 | 35:17 | |||
| 1988/1989 | Kreisliga A | 2 | 26 | 72:30 | 40:22 | |||
| 1989/1990 | Kreisliga A | 3 | 26 | 62:24 | 37:15 | |||
| 1990/1991 | Kreisliga A | 1 | 26 | 69:17 | 44:8 | |||
| 1991/1992 | Bezirksliga West | 2 | 30 | 72:37 | 44:16 | |||
| 1992/1993 | Landesliga Süd | 13 | 30 | 36:47 | 26:34 | |||
| 1993/1994 | Landesliga Süd | 9 | 30 | 42:37 | 30:30 | |||
| 1994/1995 | Landesliga Süd | 8 | 30 | 41:43 | 32:28 | |||
| 1995/1996 | Landesliga Süd | 30 | 28:85 | 10 | ||||
| 1996/1997 | Bezirksliga West | 16 | 30 | 39:44 | 36 | |||
| 1997/1998 | Bezirksliga West | 10 | 30 | 55:45 | 42 | |||
| 1998/1999 | Bezirksliga West | 7 | 28 | 33:47 | 36 | |||
| 1999/2000 | Bezirksliga West | 9 | 30 | 35:57 | 37 | |||
| 2000/2001 | Bezirksliga West | 11 | 30 | 30:63 | 23 | |||
| 2001/2002 | Kreisliga A | 14 | 26 | 50:39 | 38 | |||
| 2002/2003 | Kreisliga A | 8 | 26 | 63:40 | 43 | |||
| 2003/2004 | Kreisliga A | 5 | 26 | 48:49 | 31 | |||
| 2004/2005 | Kreisliga A | 10 | 26 | 40:40 | 31 | Quali (-) | ||
| 2005/2006 | Kreisliga A | 11 | 26 | 48:43 | 38 | Quali (-) | ||
| 2006/2007 | Kreisliga A | 5 | 26 | 35:41 | 29 | Quali (-) | ||
| 2007/2008 | Kreisliga A | 9 | 26 | 45:48 | 34 | 1. Runde | Quali (-) | |
| 2008/2009 | Kreisliga A | 8 | 26 | 41:45 | 33 | 1. Runde | Quali (-) | |
| 2009/2010 | Kreisliga A | 8 | 26 | 51:49 | 35 | Viertelfinale | Quali (-) | |
| 2010/2011 | Kreisliga A | 9 | 32 | 36:62 | 33 | Viertelfinale | Quali (-) | |
| 2011/2012 | Kreisliga B | 14 | 28 | 79:31 | 69 | SIEGER | Quali (-) | |
| 2012/2013 | Kreisliga A | 1 | 26 | 55:57 | 37 | 2. Runde | 1. Runde | |
| 2013/2014 | Kreisliga A | 6 | 26 | 39:55 | 32 | Endspiel | Quali (-) | F. Henn (16) |
| 2014/2015 | Kreisliga A | 8 | 26 | 54:62 | 33 | 1. Runde | 1. Runde | F. Henn (26) |
| 2015/2016 | Kreisliga A | 12 | 26 | 40:55 | 26 | 1. Runde | Quali (-) | S. Lang (11) |
| 2016/2017 | Kreisliga B | 2 | 26 | 77:40 | 37 | Halbfinale | Quali (-) | S. Lang (18) |
| 2017/2018 | Kreisliga B | 1 | 26 | 73:19 | 60 | Endspiel | 3. Runde | C. Vogel (14) |
| 2018/2019 | Kreisliga A | 6 | 26 | 53:34 | 44 | 1. Runde | 1. Runde | C. Vogel (11) |
| 2019/2020 | Kreisliga A | 5 | 17 | 41:23 | 1,82* | Achtelfinale | Quali (-) | P. Ostermann (8) |
| 2020/2021 | Kreisliga A | 3 | 10 | 29:29 | 1,80* | Halbfinale | Quali (-) | C. Vogel (6) |
| 2021/2022 | Kreisliga A | 4 | 24 | 70:38 | 40 | SIEGER | 1. Runde | C. Vogel (9) |
| 2022/2023 | Kreisliga A | 1 | 26 | 90:28 | 62 | Achtelfinale | 3. Runde | P. Hurth (29) |
| 2023/2024 | Bezirksliga West | 2 | 30 | 84:47 | 62 | Quali (-) | 2. Runde | P. Hurth (20) |
| 2024/2025 | Bezirksliga West | 4 | 30 | 82:43 | 57 | Quali (-) | 2. Runde | P. Hurth (26) |
| 2025/2026 | Bezirksliga West |
*Abbruch der Saison aufgrund der Corona-Pandemie (Anwendung Quotientenregelung)
Ligazugehörigkeit 2. Fußballmannschaft SV Tawern[]
| Saison | Spielklasse | Platz | Tore | Punkte | Bester Torschütze | Kreispokal |
| 1946/1947 | ||||||
| 1947/1948 | ||||||
| 1948/1949 | ||||||
| 1949/1950 | ||||||
| 1950/1951 | ||||||
| 1951/1952 | ||||||
| 1952/1953 | ||||||
| 1953/1954 | ||||||
| 1954/1955 | ||||||
| 1955/1956 | ||||||
| 1956/1957 | ||||||
| 1957/1958 | ||||||
| 1958/1959 | ||||||
| 1960/1961 | ||||||
| 1961/1962 | ||||||
| 1962/1963 | ||||||
| 1963/1964 | ||||||
| 1964/1965 | ||||||
| 1965/1966 | ||||||
| 1966/1967 | ||||||
| 1967/1968 | ||||||
| 1968/1969 | ||||||
| 1969/1970 | ||||||
| 1970/1971 | ||||||
| 1971/1972 | ||||||
| 1972/1973 | 2. Kreisklasse Saar | 8 | 26:53 | 15:25 | ||
| 1973/1974 | 2. Kreisklasse Saar | 10 | 52:54 | 20:24 | ||
| 1974/1975 | 2. Kreisklasse Saar | 10 | 43:69 | 18:26 | ||
| 1975/1976 | 2. Kreisklasse Saar | 12 | 29:45 | 12:32 | ||
| 1976/1977 | Reservestaffel | |||||
| 1977/1978 | Reservestaffel | |||||
| 1978/1979 | Kreisliga D Saar | |||||
| 1979/1980 | Kreisliga C Saar | |||||
| 1980/1981 | Kreisliga C Saar | |||||
| 1981/1982 | ||||||
| 1982/1983 | Kreisliga C Saar | 14 | 28:81 | 13:39 | ||
| 1983/1984 | ||||||
| 1984/1985 | ||||||
| 1985/1986 | ||||||
| 1986/1987 | ||||||
| 1987/1988 | ||||||
| 1988/1989 | ||||||
| 1989/1990 | Kreisliga D Saar | |||||
| 1990/1991 | Kreisliga D Saar | |||||
| 1991/1992 | Kreisliga C Saar | 8 | 40:43 | 26:26 | ||
| 1992/1993 | ||||||
| 1993/1994 | ||||||
| 1994/1995 | Kreisliga C Saar | 11 | 38:62 | 19:33 | ||
| 1995/1996 | Kreisliga C Saar | |||||
| 1996/1997 | Kreisliga C Saar | 2 | 73:35 | 51 | ||
| 1997/1998 | Kreisliga C Saar | 6 | 52:44 | 42 | ||
| 1998/1999 | Kreisliga C Saar | 6 | 69:57 | 37 | ||
| 1999/2000 | Kreisliga C Saar | 14 | 40:80 | 18 | ||
| 2000/2001 | Kreisliga D Saar | 7 | 32:45 | 27 | ||
| 2001/2002 | Kreisliga D Saar | 5 | 57:33 | 41 | ||
| 2002/2003 | Kreisliga D Saar | 4 | 72:43 | 51 | ||
| 2003/2004 | Kreisliga D Saar | 5 | 66:36 | 41 | ||
| 2004/2005 | Kreisliga D Saar | 3 | 104:28 | 59 | ||
| 2005/2006 | Kreisliga D Saar | 5 | 99:28 | 46 | ||
| 2006/2007 | Kreisliga D Saar | 2 | 82:22 | 61 | ||
| 2007/2008 | Kreisliga C Saar | 8 | 45:44 | 32 | ||
| 2008/2009 | Kreisliga C Saar | 5 | 55:34 | 45 | ||
| 2009/2010 | Kreisliga C Saar | 2 | 76:28 | 54 | ||
| 2010/2011 | Kreisliga B Trier/Saar | 15 | 26:83 | 18 | ||
| 2011/2012 | Kreisliga C Saar | 7 | 49:41 | 35 | ||
| 2012/2013 | Kreisliga C Saar | 9 | 49:49 | 30 | ||
| 2013/2014 | Kreisliga C Saar | 7 | 49:46 | 35 | Dirk Rohles (9) | |
| 2014/2015 | Kreisliga C Saar | 5 | 49:48 | 36 | Dirk Rohles (9) | |
| 2015/2016 | Kreisliga C Saar | 10 | 61:73 | 31 | Dirk Rohles (12) | |
| 2016/2017 | Kreisliga C Saar | 4 | 79:52 | 47 | Daniel Gilweit (32) | |
| 2017/2018 | Kreisliga C Saar | 2 | 102:24 | 51 | Daniel Gilweit (36) | |
| 2018/2019 | Kreisliga C Saar | 7 | 76:44 | 32 | Daniel Gilweit (23) | |
| 2019/2020 | Kreisliga C Saar | 5 | 35:19 | Ø 1,77* | Daniel Gilweit (13) | |
| 2020/2021 | Kreisliga C Saar | 6 | 14:14 | Ø 1,50* | Dirk Rohles (6) | |
| 2021/2022 | Kreisliga C Saar | 4 | 56:40 | 36 | Jonas Müller (8) | |
| 2022/2023 | Kreisliga C Saar | 5 | 53:33 | 34 | Niklas Wenner (8) | |
| 2023/2024 | Kreisliga C 23 | 4 | 74:47 | 44 | Torsten Dax (23) | |
| 2024/2025 | Kreisliga C 15 | 1 | 133:26 | 64 | Kevin Huber (21) | Viertelfinale C/Reserve |
| 2025/2026 | Kreisliga B |
Ligazugehörigkeit 3. Fußballmannschaft SV Tawern[]
| Saison | Spielklasse | Platz | Tore | Punkte | Bester Torschütze |
| 1979/1980 | Reserveklasse | ||||
| 2010/2011 | Kreisliga D Saar | 6 | 45:43 | 30 | |
| 2011/2012 | Kreisliga D Saar | 6 | 42:63 | 31 | |
| 2012/2013 | Kreisliga D Saar | 9 | 42:72 | 24 | |
| 2013/2014 | Kreisliga D Saar | 11 | 25:79 | 17 | Markus Binz / Daniel Wingerath (4) |
| 2014/2015 | Kreisliga D Saar | 9 | 35:79 | 13 | Daniel Wingerath (9) |
| 2015/2016 | Kreisliga D Saar | 11 | 20:89 | 11 | Daniel Mirtennutz (4) |
| 2016/2017 | Kreisliga D Saar | 13 | 33:97 | 15 | Mislav Borovac (6) |
| 2017/2018 | Kreisliga D Saar | 9 | 62:61 | 32 | Daniel Gilweit (12) |
| 2018/2019 | Kreisliga D Saar* | 1 | 91:44 | 59 | Patrick Pütz (19) |
| 2019/2020 | Kreisliga D Saar* | 1 | 47:15 | Ø 2,54* | Steve Birtz / Daniel Bialas (6) |
| 2020/2021 | Kreisliga D Saar | 1 | 21:7 | Ø 2,71* | Daniel Mirtennutz / Steve Birtz (4) |
| 2021/2022 | Kreisliga D Saar | 1 | 105:16 | 70 | Patrick Pütz (16) |
| 2022/2023 | Kreisliga D Saar | 3 | 84:42 | 42 | Dirk Rohles (17) |
| 2023/2024 | keine Mannschaftsmeldung | ||||
| 2024/2025 | keine Mannschaftsmeldung | ||||
- Aufstieg nicht möglich, da SV Tawern II in der nächsthöheren Spielklasse spielt
Fußballtrainer seit 1946 (1. Mannschaft)[]
| Zeitraum | Trainer | Co-Trainer | Co- / Torwarttrainer | |
|---|---|---|---|---|
| 1946 - 1964 | Karl Sander | |||
| 1964 - 1970 | Josef Hurth | |||
| 1972 - 1982 | Horst Wolff | |||
| 1982 - 1982 | Klaus Leyendecker | |||
| 1982 - 1983 | Egon May | |||
| 1983 - 1984 | Joachim Schrod/ Klaus Kokott | |||
| 1984 - 1987 | Michael Bonetin | |||
| 1987 - 1990 | Klaus Kokott | |||
| 1990 - 1992 | Ralf Schmitt | |||
| 1992 - 1996 | Elmar Moreth | |||
| 1996 - 1997 | Bernd Gard | |||
| 1997 - 2000 | Erwin Zimmer | |||
| 2000 - 2001 | Karl-Heinz Lohmer | |||
| 2001 - 2003 | Stefan Fries | |||
| 2003 - 2004 | Elmar Moreth | |||
| 2004 - 2007 | Ralf Reger | Anibal Alves-Silva | ||
| 2007 - 2008 | Carsten Emser | Gottfried Hein | ||
| 2008 - 2011 | Markus Müller | Michael Binz | ||
| 2011 - 2013 | Wolfgang Huwer | Gottfried Hein | ||
| 2013 - 2014 | Stefan Fries | Mario Hoffmann | Gottfried Hein, Harald Noner | |
| 2015 - 2015 | Klaus Arenz | Gottfried Hein, Harald Noner | ||
| 2015 - 2016 | Michael Jakobs | Christian Gales | Gottfried Hein, Harald Noner | |
| 2016 - 2018 | Christian Gales | Ralf Elteste | Gottfried Hein, Harald Noner | |
| 2018 - 2021 | Thomas Konz | Ralf Elteste | Gottfried Hein (bis 2019), Harald Noner (bis 2020), Sascha Hellwig (ab 2020) | |
| 2021 - | Steve Birtz | Mirko Hofmann (bis 12/24), Ralf Elteste, Tobias Dpüre (ab 07/25) | Sascha Hellwig, Rene Gerhards (ab 07/25) |
Volksbank-Fußballschule[]
Ralph Weber, seinerzeit Jugendkoordinator, initiierte die mittlerweile überaus erfolgreiche Volksbank-Fußballschule des SV Tawern. Seit 2006 findet die jährliche Fußballwoche für Kinder- und Jugendliche auf der Tawerner Sportanlage statt. In den vergangenen 14 Jahren wurden so rund 1.000 Kinder betreut. Zunächst unter der Leitung der Fußballschule Didi Schacht (ehemaliger Fußballprofi u. a. beim FC Schalke 04) wird die Volksbank-Schule derzeit von Klaus Arenz mir seiner Fußballschule goalsandmore (Ex-Manager KFC Uerdingen, 2. Bundesliga) und Team betreut.
Regelmäßige Besucher der Camps waren u. a. Wolfgang Kleff, Andreas Brandts, Dirk Lehmann, Vaclav Sverkos u. v. m.
Verlässlicher Partner der Fußballschule ist seit jeher die Volksbank Trier eG.
Abteilung Freizeit- und Breitensport[]
Die Geschichte des Internationalen 15-km-Straßenlaufes in Tawern.[]
Laufstrecke durch Tawern
Im wahrsten Sinne des Wortes überrollt und fast erschlagen, wurden Egon Sommer und sein Organisationsteam bei der 1. Auflage des Internationalen Straßenlaufes am 10. August 1985. Hatte man doch, gemessen an anderen Erstveranstaltungen, mit etwa 100 bis 150 Teilnehmern gerechnet, standen an diesem Samstagabend um 19.00 Uhr insgesamt über 500 Läuferinnen und Läufer an der Startlinie. Noch keine andere Sportveranstaltung im „Dorf" hatte jemals eine solche Kulisse aus Sportbegeisterten und Neugierigen auf die Straße gelockt. Die Landwirte stellten ihre Erntearbeit ein, Tawerns Straßen waren im gesamten Streckenverlauf bis in den Ortskern Mannebach gesperrt, die Feuerwehren Tawern und Mannebach sorgten für die Einhaltung der Sperrungen, das Rote Kreuz stand mit Krankentransportwagen und allen Mannen für eventuelle Notfälle bereit, Dr. med. Roland Deppe als Rennarzt stand abrufbereit auf der Schwelle seiner Praxisräume, Hunde waren an die Leinen gelegt, kurzum, in Tawern war etwas los.
Eine Klasse für sich: das Tawerner Publikum. Nicht nur an Start und Ziel, auch auf der Dorfrunde war das Interesse am alljährlichen Internationalen Straßenlauf riesengroß und Beifall gab es nicht nur für die Spitzenanthleten.
Ungläubiges Staunen bei vielen, die eine solche Massenveranstaltung bisher noch nicht erlebt hatten, aber auch Mißstimmung bei einigen, die sich aufgrund der Straßensperrungen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt sahen. Ganz schön imposant, der farbige Lindwurm, der nach dem Startschuss um 19.00 Uhr des sommerlichen Samstagabends und der ersten Dorfrunde bereits auf eine Länge von fast 3 km angewachsen war.
48 Minuten benötigte der 23jährige Volker Becker aus Marpingen/Saar als Sieger des ersten 15-km-Laufes in Tawern; nach 97 Minuten überquerte der 54jährige Gerolsteiner Günther Knötgen als 457. Sieger die Ziellinie. Auch Tawern stellte bei dieser Erstauflage einen Sieger: Guido Strupp, später Aktiver der Landesliga Fußballmannschaft des SV Tawern, gewann im zarten Alter von 14 Jahren den ersten Schülerlauf über 3,85 km in 15:39 Minuten.
National und international war Tawerns 15er schon sehr bald zu einer festen Größe in der deutschen Straßenlaufszene geworden. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) zeichnete das Tawerner Laufereignis durch die Aufnahme in die Wertung zum DLV-Straßenlauf-Cup aus. Perfekte Organisation, ansprechende Teilnehmerzahlen (über 700 waren es z.B. 1987) und gefordertes Leistungsspektrum zählten zu den Auswahlkriterien. Die Veröffentlichung in offiziellen internationalen Publikationen weckte entsprechendes Interesse.
Den Maßstab für internationalen Leistungsstandard bildete der dazumal auf allen Langlaufstrecken der Region erfolgreiche US-Amerikaner David Renneisen vom US-Flugplatz Spangdahlem. Der für die SE Orenhofen startende Spitzenathlet setzte 1987 bei seinem zweiten Start in Tawern die Streckenbestzeit auf international wertvolle 45:36 Minuten.
Bis zum 3. August 1991 hielt dieser Rekord, der an diesem Tag von dem polnischen Lehrer Czeslaw Najmowicz aus Ostrada eliminiert wurde.
Im wahrsten Sinne des Wortes kam Farbe ins Spiel, als erstmals 1993 der Schwarzafrikaner Daniel Rono, Verwandter des legendären Henry Rono, aus dem Läufereldorado Kenia, in Tawern als strahlender Sieger auf das Siegerpodest stieg. Die regionale Presse feierte seinen Start in Tawern gebührend.
Ein Name jedoch gehört fast zum lebenden Inventar des Tawerner Straßenlaufes: Dariusz Nawrocki aus Lebork, Polen. Bisher 5 mal in Tawern dabei, gelang ihm 1994 der große Wurf, den bestehenden Streckenrekord seines Landsmannes Czeslaw Najmowicz von 45:10 Minuten auf 44:57 Minuten zu schrauben und somit die „Schallmauer" für die 15-km-Distanz für sich selbst und Tawerns schnelle Strecke zu durchbrechen.
Keine Spur von Erschöpfung zeigt Dariusz Nawrocki. Freudestrahlend nimmt sich der sympatische Pole kurz vor der Ziellinie auch noch die Zeit, seine Tawerner Fans per Handschlag zu grüßen. Um 13 Sekunden (!) unterbietet er den Streckenrekord seines Landsmannes Czeslaw Najmowicz aus dem Jahre 1991.
Die Verbesserung des Streckenrekords durch den kleinen drahtigen Polen bekam ihre Unterstützung nicht zuletzt durch die Verlagerung des Starttermins ab 1994 in die leistungsfreundliche Zeit des Frühherbstes, auf das zweite Septemberwochenende.
Eine phantastische Serie in den folgenden vier Jahren, schon unter der Regie des neuen Organisators Charly Welter. 1995 mit Zdenek Mezulianik, CFR, in 45:04 Minuten, 1996 der für Bayer Dormagen startende Kenianer Isaac Kariuki in neuer Streckenbestzeit von 44:56 Minuten und dann, wie ein Phönix aus der Asche, Issac Chemobo, Kenia, der im Alleingang in fast unglaublichen 43:23 Minuten in Tawern einen absoluten Maßstab setzte. Damit nicht genug, Issac Chemobo kam 1998 wieder und es geschah genau das, womit nun niemand mehr rechnen konnte und wollte: neue und derzeitige Streckenbestzeit von 43:14 Minuten. Die lange Zieleinlaufgerade in Tawern blieb nach Chemobo über zwei Minuten läuferleer, als dann Landsmann Francis Mbiu in 45:30 Minuten den zweiten und Ehrenrang erzielte.
Mit Weltspitzennamen wartete die Frauenkonkurrenz in Tawern auf. Angefangen bei Christa Vahlensiek, vielfache deutsche Langstreckenmeisterin und frühere Inhaberin der Marathonweltbestzeit, die den ersten Streckenrekord der Luxemburgerin Rita Krombach von 55:20 Minuten auf 52:51 Minuten setzte. Luxemburgs Olympiasiebente im Marathon von Seoul, Danielle Kaber, 1990 als Siegerin mit wiederum neuer Streckenbestleistung von 52:46 Minuten und 1994 das absolute Highlight durch die russische Mannschaftsweltmeisterin von 1993, Marina Belajewa, die mit 51:09 Minuten der Favoritin Margret Ngotho aus Kenia, 51:40, das Nachsehen gab. Leah Malot aus Kenia führt zur Zeit mit 50:58 Minuten (1996) die Damenbestenliste in Tawern an. 1997 und 1998 versuchte sich ihre Landsfrau Angelina Kanana an dieser Streckenbestleistung; scheiterte aber jeweils mit 52:38 und 51:28 Minuten.
Am 7. August 1999 endete nach 15 Jahren und 15 Veranstaltungen die Ära des Internationalen 15 km-Straßenlaufes. Die 15jährige Erfolgsgeschichte ist es Wert, eine Bildernachlese an die bis hierher dauernde Laufgeschichte anzuhängen. Bilder, die den Eindruck einer Veranstaltung vermitteln für die, die noch nie dabei waren und Erinnerung für alle, die Tawern und seinen 15er genossen und auch erlitten haben. Auch für die ganz kleinen war der 2 km Schülerlauf in Tawern 15 Jahre lang ein schönes und publikumswirksames Ereignis.
Die Mischung in Tawern stimmte. Spitzenleistungen eingebettet in volksläuferisches Flair. Das ausgerechnet die Läuferasse aus dem ostafrikanischen Läufereldorado Kenia auch in Tawern das Nonplusultra läuferischen Könnens demonstrierten zeigte der weltweit bekannte Issac Chemobo, der auf dem anspruchsvollen Kurs von Tawern nach Mannbach und zurück 1997 die bestehende Bestleistung von 44:56 Min auf fantastische 43:23 Min drückte und 1998 diese nochmals mit fast unglaublichen 43:14 Min markierte.
Was gut angefangen hat, muss auch gut beendet werden können!
Nach 20 Jahren schließt ein Kapitel Straßenlauf in der Region Trier. Der Internationale Tawerner Straßenlauf wird eingestellt. Die Verantwortlichen beim SV Tawern haben die Entscheidung nicht gerade mal so nebenbei getroffen; in einer emotional geführten mehrstündigen Besprechung am 16. April fiel die Entscheidung des bisherigen Organisationsteams. Man war sich in den Grundzügen einig, dass die anspruchsvolle Weiterführung am zeitlichen Einsatzvermögen, hier insbesondere durch die berufliche Beanspruchung der einzelnen Akteure scheitern musste. Ein mitbestimmender und unbestreitbarer Faktor waren auch die in den letzten Jahren deutlich sinkenden Teilnehmerzahlen, die letztlich nicht nur das finanzielle Risiko sondern auch die Attraktivität der Traditionsveranstaltung beeinflussten.
Bereits 1999, nach 15 Jahren 15 km Straßenlauf in Tawern war aus Sicht der damaligen Akteure der Gedanke vorhanden, die Akte Straßenlauf in Tawern zu schließen. Die Herausnahme der 15-km-Distanz aus den Wettbewerben des Deutschen Leichtathletikverbandes einerseits und die zurückgehenden Teilnehmerzahlen andererseits, bestärkten die Organisatoren zunächst darin, den Internationalen Straßenlauf einzustellen. Die 2000-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Tawern im Jahr 2000 war aber dann der Anlass, die Straßenlauftradition mit einem 10-km Rennen unter der Bezeichnung "10-km Römisches Tawern" weiterzuführen. Die Namensgebung leitete sich aus der Tatsache ab, dass der neue Kurs in der Ortslage insgesamt sechs Mal den Verlauf der früheren römischen Handelsstraße zwischen Trier (Treverorum) und Metz (Divodurum) kreuzte.
Das steigende Angebot an 10-km-Läufen, sowie die Individualisierung des Langlaufes vom Wettkampfsport eher zum Freizeitsport hin, ließ die Zahl der Finisher - so werden die im Ziel ankommenden Läuferinnen und Läufer fachsprachlich bezeichnet - weiter sinken.
Zur 20. Auflage im Jahr 2004 lag es nahe, als "Besonderes" nochmal das Ursprüngliche zu machen; der traditionelle 15-km Kurs durch die Ortslage Tawern, durch das reizvolle Mannebachtal nach Mannebach und wieder zurück nach Tawern, sollte nochmals aufleben. Dass trotz Gratis-T-Shirt zum Jubiläumslauf nur enttäuschende 216 das Ziel erreichten, kann an der Tageshitze gelegen haben. Die hoffnungsvollen 360 Voranmeldungen waren zunächst ein Lichtblick, der sich aber als Blitzlicht herausstellte.
Ausschlaggebend für das Aus in Tawern sind letztlich jedoch die im ersten Abschnitt beschriebenen Gründe. Die Lücke im Laufkalender wird sicher wieder geschlossen; vielleicht und hoffentlich profitieren andere Veranstalter in der Umgebung vom Tawerner Abschluss.
| 1985 | Siegerin | Marie-Luise Hunz | SK Prüm | 64:49:00 |
| Sieger | Volker Becker | LTF Marpingen | 48:32:00 | |
| 1986 | Siegerin | Rita Krombach | RR Echternach (Lux) | 55:20:00 |
| Sieger | David Renneisen | SE Orenhofen | 46:48:00 | |
| 1987 | Siegerin | Mathilde Heuing-Binz | TG Bielefeld | 56:23:00 |
| Sieger | David Renneisen | SE Orenhofen | 45:37:00 | |
| 1988 | Siegerin | Britta Losch | LG Bayer Leverkusen | 53:17:00 |
| Sieger | Achim Bourmer | LG Frankfurt | 47:07:00 | |
| 1989 | Siegerin | Christa Vahlensieck | ASC 88 Wuppertal | 52:51:00 |
| Sieger | Achim Bourmer | ASC Darmstadt | 46:59:00 | |
| 1990 | Siegerin | Danielle Kaber | RBUA Petange (Lux) | 52:46:00 |
| Sieger | Ferenc Sagi | Szolnok (Ungarn) | 45:52:00 | |
| 1991 | Siegerin | Hildegard Mockenhaupt | LG Sieg | 54:51:00 |
| Sieger | Czeslaw Najmowicz | Ostrada (Polen) | 45:10:00 | |
| 1992 | Siegerin | Monique Modert | RR Echternach (Lux) | 58:28:00 |
| Sieger | Czeslaw Najmowicz | Ostrada (Polen) | 47:01:00 | |
| 1993 | Siegerin | Staicu Simona | (Rumänien) | 53:50:00 |
| Sieger | Daniel Rono | (Kenia) | 45:24:00 | |
| 1994 | Siegerin | Marina Belajewa | SV Unkel | 51:09:00 |
| Sieger | Dariusz Nawrocki | (Polen) | 44:57:00 | |
| 1995 | Siegerin | Dorothe Paulmann | TV Germania Trier | 58:46:00 |
| Sieger | Zdenek Mezulianik | (CFR) | 45:04:00 | |
| 1996 | Siegerin | Leah Malot | (Kenia) | 50:58 *) |
| Sieger | Isaac Kariuki | LAV Bayer Dormagen | 44:56:00 | |
| 1997 | Siegerin | Angeline Kanana | (Kenia) | 52:38:00 |
| Sieger | Issac Chemobo | LAV Bayer Dormagen | 43:23:00 | |
| 1998 | Siegerin | Angeline Kanana | (Kenia) | 51:28:00 |
| Sieger | Issac Chemobo | (Kenia) | 43:14 *) | |
| 1999 | Siegerin | Elizabeth Onyambu | (Kenia) | 54:31:00 |
| Sieger | Haron Toroitich | (Kenia) | 45:09:00 | |
| 2000 | ||||
| 2001 | ||||
| 2002 | ||||
| 2003 | ||||
| 2004 |
* Streckenrekord
Abteilung Tennis[]
Gründungjahr: 1983
Abteilung Tischtennis[]
Die neben der Fußballabteilung zu Beginn des Vereins gegründete Tischtennisabteilung erlebte in Spitzenzeiten wahre Quantensprünge. Besondere Highlights waren die jährlichen Hexennachtturniere in der Sporthalle Tawern.
Abteilung Hapkido[]
Hapkido in Tawern
Hapkido (koreanische Aussprache: [hapk͈ido]; auch Hap Ki Do) ist eine koreanische Kampfkunst, die ihren Ursprung im japanischen Daitō-ryū Aiki-jūjutsu hat.
Der SV Tawern bietet ab April ein weiteres Angebot für Jugendliche an. Ab Mittwoch 03. April 2019 (18:00 – 19:15 Uhr) findet in der Sporthalle Tawern ein erstes Training für Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren statt. Das wöchentliche Training bietet die Gelegenheit, grundlegendes Fallen, Rollen, Werfen, Kicken (auf Ziele), sowie die Konzentration, Disziplin und Etikette, die in der traditionellen Kampfkunst zu finden sind, zu erlernen. Die aktuellen Zeiten in der Sommerzeit sind zunächst immer mittwochs von 18:00 – 19:15 Uhr. Das Training wird von Christopher Vella (7 Dan Taekwondo und 3 Dan Hapkido), unterstützt von Lili Vella (1 Dan Hapkido) durchgeführt.
Bekannte ehemalige Spieler, Trainer und Persönlichkeiten[]
- Erwin Zimmer (SV Eintracht Trier, 2. Bundesliga)
- Yves Gaugler (VfL Bochum, 1. und 2. Bundesliga; Eintracht Trier, Regionalliga Südwest)
- Ralf Schmitt (Röchling Völklingen, 2. Bundesliga; 1. FC Saarbrücken, Regionalliga Südwest)
- Philipp Herz (Eintracht Trier, Regionalliga West; 1. FC Nürnberg II, Regionalliga Bayern; Brabrand IF, 2. Liga Dänemark)
- Steve Birtz (CS Grevenmacher, BGL-Ligue, UI- und UEFA-CUP Qualifikation; U21 Nationalmannschaft Luxemburg)
- Klaus Arenz (Manager KFC Uerdingen, 2. Bundesliga)
Weblinks[]
Einzelnachweise[]
Literatur[]
Rudolf Rosenkränzer: 2000 Jahre Tawern. Tawern.(Seiten: 427, 512, 531, 546, 547, 561, 571, 577, 578, 593, 602, 611, 621, 628, 636, 638, 643, 647, 651, 654, 657, 662, 670, 671, 675, 677, 681, 682, 683, 690)
Joachim Haupenthal, Egon Sommer: 50 Jahre SV Tawern. Tawern.