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SSV Jeddeloh
SSV Jeddeloh
Verein
Name Spiel- und Sportverein
Jeddeloh II e. V.
Sitz Edewecht-Jeddeloh II, Niedersachsen
Gründung 15. Juni 1951
Farben blau-weiß
Präsident Jürgen Ries
Website ssv-jeddeloh.de
Fußballunternehmen
Name SSV Jeddeloh II Fußball Geschäftsbetrieb GmbH
Sitz Oldenburg, Niedersachsen
Gesellschafter Thorsten Nannen
Steffen Schwarting
Stimmen­verteilung mind. 51 %: e. V.
Geschäftsführung Nils Möhlenkamp
Gerhard Meyer
Website ssv-regionalliga.de
1. Mannschaft
Trainer Ansgar Schnabel (interim)
Stadion 53acht-Arena
Plätze 1.500
Liga Regionalliga Nord
2017/18 7. Platz
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Heim
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Auswärts

Der Spiel- und Sportverein Jeddeloh II e. V., allgemein bekannt als SSV Jeddeloh[1], ist ein Sportverein aus der Bauerschaft Jeddeloh II in der Gemeinde Edewecht im Landkreis Ammerland. Die erste Fußballmannschaft spielt seit der Saison 2017/18 in der viertklassigen Regionalliga Nord und qualifizierte sich einmal für den DFB-Pokal.

Die erste Fußballmannschaft der Männer ist seit dem 26. Juli 2013[2] in die SSV Jeddeloh II Fußball Geschäftsbetrieb GmbH mit Sitz in Oldenburg ausgegliedert, deren Anteile von Thorsten Nannen und Steffen Schwarting gehalten werden.[3] Die Stimmenmehrheit hält gemäß der 50+1-Regel der Verein.

Geschichte Bearbeiten

Der Verein wurde am 15. Juni 1951 als reiner Fußballverein gegründet. Später kamen noch die Abteilungen Eltern-Kind-Turnen, Frauengymnastik, Jakkolo, Pilates, Rückenschule, Tischtennis, Volleyball und Zumba hinzu. Nach eigenen Angaben gehört der Verein mit seinen 700 Mitgliedern zu den größten im Ammerland.

Jahrzehntelang spielte die erste Mannschaft auf Kreisebene, ehe im Jahre 1991 erstmals der Aufstieg in die Bezirksklasse gelang. Vier Jahre später ging es zurück in die Kreisliga und in der folgenden Saison 1995/96 runter in die 1. Kreisklasse Ammerland. Zwar gelang der direkte Wiederaufstieg, jedoch mussten die Jeddeloher schon 1999 wieder in die 1. Kreisklasse absteigen. Anfang der 2000er Jahre besuchte der aus Jeddeloh stammende Fleischfabrikant Rolf Bley ein Spiel des SSV Jeddeloh und beschloss, sich im Verein zu engagieren und ihn zum besten Verein im Ammerland zu machen. Neben finanziellen Zuwendungen vermittelte Bley den Spielern Arbeitsplätze vor Ort bzw. in seiner Firma. Bei den verpflichteten Spielern setzte der Verein auf Akteure aus der Region, die den Sprung in den Profifußball verpassten.[4][5]

Erst im Jahre 2002 gelang der Wiederaufstieg in die Kreisliga, ehe zwei Jahre später unter Trainer Olaf Blancke der Aufstieg in die Bezirksklasse glückte. 2006 gelang dann der erstmalige Aufstieg in die Bezirksliga. Den Jeddelohern gelang auf Anhieb der Durchmarsch in die Bezirksoberliga Weser/Ems und blieb in der Saison 2006/07 ungeschlagen. Nach dem Abstieg im Jahre 2008 gelang die sofortige Rückkehr in die Bezirksoberliga, die im Jahre 2010 in Landesliga Weser/Ems umbenannt wurde. Nachdem die Jeddeloher in der Saison 2010/11 noch Vizemeister hinter dem SV Holthausen/Biene wurden, gelang ein Jahr später vorzeitig der Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen. In der Saison 2014/15 sicherte sich der SSV Jeddeloh die Herbstmeisterschaft,[6] verzichtete dennoch auf einen Lizenzantrag für die Regionalliga Nord. Grund für den Verzicht war das „unüberschaubare finanzielle Risiko“ eines Regionalligaaufstiegs.[7]

Zwei Jahre später sicherte sich der SSV Jeddeloh vorzeitig die Meisterschaft und dieses Mal gelang der Aufstieg in die Regionalliga Nord. In der Saison 2017/18 ging die Mannschaft als Vierter in die Winterpause. Saisonhöhepunkt war das Derby gegen den VfB Oldenburg vor 2.000 Zuschauern, die einen 2:0-Sieg von Jeddeloh sahen.[8] Mit einem 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den SV Arminia Hannover zogen die Jeddeloher in das Finale des Niedersachsenpokals ein, wo die Mannschaft am 21. Mai 2018 auf den SV Drochtersen/Assel traf und mit 1:5 chancenlos blieb. Dennoch qualifizierte sich der Verein durch den Finaleinzug erstmals für den DFB-Pokal.[9] Das Spiel der 1. Hauptrunde gegen den 1. FC Heidenheim wurde jedoch mit 2:5 verloren.

Saisonbilanzen Bearbeiten

Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte einen Abstieg.

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte
1984/85 Kreisliga Ammerland/Wesermarsch 06. 14 05 11 75:55 33:27
1985/86 Kreisliga Ammerland/Wesermarsch 05. 17 06 09 70:55 40:24
1986/87 Kreisliga Ammerland/Wesermarsch 04. 16 08 08 72:50 40:24
1987/88 Kreisliga Ammerland/Wesermarsch 05. 15 06 09 59:47 36:24
1988/89 Kreisliga Ammerland/Wesermarsch 09. 12 03 15 62:61 27:33
1989/90 Kreisliga Ammerland/Wesermarsch 06. 14 06 10 64:53 34:26
1990/91 Kreisliga Ammerland/Wesermarsch 01. 19 03 06 73:34 41:15
1991/92 Bezirksklasse Weser/Ems 3 08. 11 09 10 54:65 31:29
1992/93 Bezirksklasse Weser/Ems 3 13. 06 11 11 48:58 23:33
1993/94 Bezirksklasse Weser/Ems 3 10. 08 05 13 39:64 21:31
1994/95 Bezirksklasse Weser/Ems 3 13. 03 04 17 23:85 10:38
1995/96 Kreisliga Weser/Ems 5 16. 02 06 22 41:100 12
1996/97 1. Kreisklasse Ammerland  :
1997/98 Kreisliga Weser/Ems 5 12. 08 06 14 47:69 30
1998/99 Kreisliga Weser/Ems 5 13. 07 03 18 50:86 24
1999/2000 1. Kreisklasse Ammerland  :
2000/01 1. Kreisklasse Ammerland  :
2001/02 1. Kreisklasse Ammerland  :
2002/03 Kreisliga Weser/Ems 5 03. 19 05 04 79:31 62
2003/04 Kreisliga Weser/Ems 5 01. 25 01 02 96:19 76
2004/05 Bezirksklasse Weser/Ems 2 03. 20 01 07 89:40 61
2005/06 Bezirksklasse Weser/Ems 2 01. 21 04 03 88:30 67
2006/07 Bezirksliga Weser/Ems 2 01. 23 07 00 85:26 76
2007/08 Bezirksoberliga Weser/Ems 14. 07 12 11 59:58 33
2008/09 Bezirksliga Weser/Ems 2 01. 21 04 05 89:40 67
2009/10 Bezirksoberliga Weser/Ems 11. 14 08 12 64:41 50
2010/11 Landesliga Weser/Ems 02. 18 11 07 77:58 65
2011/12 Landesliga Weser/Ems 01. 20 06 06 76:41 66
2012/13 Oberliga Niedersachsen 08. 12 08 10 55:59 44
2013/14 Oberliga Niedersachsen 10. 11 08 11 54:55 41
2014/15 Oberliga Niedersachsen 03. 18 07 05 69:41 61
2015/16 Oberliga Niedersachsen 03. 14 08 08 62:56 50
2016/17 Oberliga Niedersachsen 01. 22 02 06 72:44 68
2017/18 Regionalliga Nord 07. 15 04 15 57:56 49
2018/19 Regionalliga Nord  :

Stadion Bearbeiten

Heimspielstätte des Vereins ist die 53acht-Arena mit einer Kapazität von 1.500 Plätzen. Ursprünglich Sportplatz Wischenstraße genannt, verfügt es über keine Tribüne.[6] Namensgeber des Stadions ist ein Personaldienstleister.[10] Für so genannte Risikospiele in der Regionalliga wird der Verein in das Marschwegstadion in Oldenburg ausweichen. Hier fand auch das DFB-Pokalspiel statt.

Persönlichkeiten Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Seltener ist die erste Mannschaft aufgrund des Ortsnamens auch als SSV Jeddeloh II geführt.
  2. Siehe die SSV Jeddeloh II Fußball Geschäftsbetrieb GmbH auf northdata.de, abgerufen am 12. April 2018.
  3. Gerhard Meyer kehrt an den Kanal zurück, ssv-regionalliga.de, 23. Juni 2016, abgerufen am 12. April 2018.
  4. Andreas Bock: Da gibt´s nix!. In: 11 Freunde, Nr. 195, Seite 64
  5. Nils Hartung: Ackern und siegen - der Aufstieg eines Dorfclubs. Norddeutscher Rundfunk, abgerufen am 6. August 2017.
  6. 6,0 6,1 Georg Lilienthal: Das Märchen ohne Tribüne und VIP-Zone. Ostfriesen-Zeitung, abgerufen am 20. November 2014.
  7. Volkhard Patten: Jeddeloh verzichtet auf den Aufstieg. FuPa, abgerufen am 6. August 2017.
  8. Lars Puchler: SSV Jeddeloh schlägt den VfB Oldenburg. Nordwest-Zeitung, abgerufen am 31. Januar 2018.
  9. Erstmals DFB-Pokal! Dorfclub Jeddeloh II jubelt. In: ndr.de. Abgerufen am 7. April 2018.
  10. Benjamin Kraus: Warum muss der VfL Osnabrück gegen SSV Jeddeloh II spielen? Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 5. April 2018.

Weblinks Bearbeiten


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