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SC Victoria Hamburg
Scvictoria-logo
Basisdaten
Name Sport Club Victoria Hamburg
Gründung 5. Mai 1895
Farben Blau-Gelb
Erste Mannschaft
Trainer Bert Ehm
Spielstätte Stadion Hoheluft
Plätze 8.000
Liga Oberliga Hamburg
2008/09 1. Platz
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Heim
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Auswärts

Der SC Victoria Hamburg ist ein Sportverein im Hamburg-Eimsbütteler Stadtteil Hoheluft-West mit Abteilungen für Badminton, Fußball, Handball, Hockey, Leichtathletik, Tennis, Tischtennis (Spielgemeinschaft mit dem TSV 08 Eppendorf/Groß Borstel: SG Victoria Eppendorf) und Turnen.

Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte war der Deutsche Meistertitel im Damen-Handball 1930.

Geschichte und Fußball Bearbeiten

Gegründet wurde der Club unter dem Namen FC Victoria Hamburg am 5. Mai 1895, schloss sich jedoch zunächst dem Hamburger FC 1888 an, einem Vorläufer des Hamburger SV, und trat erst ab Herbst 1897 mit einer eigenständigen Fußballmannschaft auf. 1898 wurde der Verein in den Hamburg-Altonaer Fußball-Bund aufgenommen. Auf Grund der nur wenigen organisierten Clubs erfolgte sofort die Einreihung in die höchste Spielklasse, die A-Klasse. Diese gewann Victoria im Jahr 1905. Im Jahre 1906 gelang der Gewinn der norddeutschen Meisterschaft. Dieser Triumph konnte ein Jahr später wiederholt werden. In der Endrunde um den deutschen Meistertitel scheiterte das Team jedoch jeweils im Viertelfinale. Am 10. Juni 1908 erfolgte die Umbenennung in SC Victoria Hamburg. 1919 errang die Victoria gemeinsam mit dem Hamburger SV 1888 als KV Victoria/88 Hamburg ebenfalls die norddeutsche Meisterschaft. Von 1934 bis 1945 gehörte der Verein der Gauliga Nordmark bzw. Hamburg an, deren Meistertitel 1943 errungen wurde.

Vor allem im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts bestritten insgesamt 11 Spieler von Victoria das eine oder andere Länderspiel, der letzte Nationalspieler war Hans Schwartz, WM-Teilnehmer 1934. Daneben ist noch Otto „Tull“ Harder zu erwähnen, der seine Laufbahn 1930-32 bei Victoria ausklingen ließ.

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Stadion Hoheluft während des DFB-Pokalspiels gegen den 1. FC Nürnberg (5. August 2007)

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Victoria Hamburg 1947/48, 1951/52 und 1953/54 als Mitglied der Fußball-Oberliga Nord erst-, sowie 1963-66 in der Regionalliga Nord zweitklassig. Bis 1977 konnte man sich (mit einer kurzen Pause 1968/69) noch in der Amateurliga Hamburg bzw. Amateur-Oberliga Nord halten, spielte dann erst wieder 1995/96 und 2003/04 in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Nach deren Zusammenlegung mit der Oberliga Niedersachsen/Bremen stieg der Club 2005 aus der wieder geschaffenen Oberliga Nord als Tabellenletzter in die Verbandsliga Hamburg ab.

Die Saison 2006/07 war für den Verein überaus erfolgreich: Im Halbfinale des Oddset-Pokals schlug man den späteren Zweitligaaufsteiger FC St. Pauli. Seit 2002 war es keiner anderen Mannschaft gelungen, gegen die erste Mannschaft des FC St.Pauli im Oddset-Cup zu gewinnen. Der SC Victoria gewann das Finale gegen den VfL 93 Hamburg mit 1:0 und sicherte sich somit einen Startplatz in der ersten Runde des DFB-Pokals. Der SC wurde ebenfalls Meister der Hamburg-Liga, verzichtete jedoch auf den Aufstieg. Einer der Gründe war eine Ligareform, die nur theoretische Chancen auf den Nichtabstieg gelassen hätte. In der folgenden Saison gelang die Titelverteidigung und der Einzug in eine Aufstiegsrunde zur neuen Regionalliga Nord. In der Saison 2008/09 gewann Victoria den dritten Meistertitel in Folge in Oberliga Hamburg. Auf die Möglichkeit, an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Nord teilzunehmen, verzichtete der Verein jedoch.

In der DFB-Pokalauslosung 2007/08 wurde dem SC Victoria der 1. FC Nürnberg zugelost, die Hamburger verloren mit 0:6.

Die späteren Bundesliga-Spieler Stefan Effenberg und Walter Junghans waren vor ihren Profikarrieren in den Jugendmannschaften des Vereins aktiv.

Handball Bearbeiten

Die Damen-Mannschaft des SC Victoria gehörte in der Weimarer Republik zu den stärksten Teams in Deutschland. 1930 wurde der deutsche Meistertitel im Feldhandball errungen.

Hockey Bearbeiten

Die Damenmannschaft spielt auf dem Feld in der Oberliga, die Herren in der 1. Verbandsliga.

Leichtathletik Bearbeiten

In der Leichtathletik wurde der Verein insbesondere durch den Läufer Erich Kruzycki bekannt, der bisher Deutschlands erster und bisher einziger Sieger beim Silvesterlauf in São Paulo ist.

Tischtennis Bearbeiten

Die Tischtennis-Abteilung des SC Victoria wurde 1925 als „Wintersport-Abteilung“ für die Tennisspieler des Vereins gegründet. Ab Anfang der 1930er Jahre nahm Victoria am Punktspielbetrieb in Hamburg teil. Gespielt wurde zunächst im Restaurant Klinker an der Hoheluftbrücke und später im Clubhaus des Vereins in der Hoheluftchaussee 78. Nach dem die dortigen Kriegsschäden beseitigt wurden, konnte Ende der 1940er-Jahre in die Schule Curschmannstraße (heute Gesamtschule Eppendorf) umgezogen werden, wo heute noch gespielt wird. Dort gelang 1953 auch der Aufstieg der ersten Herren-Mannschaft in die Oberliga Nord, in der man sich bis 1957 halten konnte. Seit den 1990er-Jahren bildet der SC Victoria mit dem TSV 08 Eppendorf/Groß Borstel die Spielgemeinschaft Victoria-Eppendorf. Während die erste Damen-Mannschaft der Spielgemeinschaft seit 2008 wieder in der 1. Landesliga spielt, tritt die erste Herren-Mannschaft in der 1. Bezirksliga an.

Literatur Bearbeiten

  • Vereinschronik: 100 Jahre SC Victoria Hamburg

Weblinks Bearbeiten

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