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Sümeyye Gülec (* 30. Oktober 1989 in Nürnberg) ist eine deutsche Taekwondo-Kämpferin türkischer Abstammung. Ihre bisher größten Erfolge sind die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2005, die Goldmedaille bei den Europameisterschaften 2008, sowie die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2008.


Werdegang Bearbeiten

Sümeyye Gülec begann mit Taekwondo im Alter von fünf Jahren im Verein ihres Onkels Özer Gülec (Taekwondo Özer in Nürnberg). Auch heute startet sie noch für ihren Heimatverein TKD Özer, trainiert aber die meiste Zeit unter dem Damen-Bundestrainer Markus Kohlöffel. Seit 2007 ist sie als Sportsoldatin bei der Bundeswehr tätig.

Sportliche Erfolge Bearbeiten

Ihren ersten internationalen Auftritt hatte sie bei den Jugend-Europameisterschaften 2003 in Athen, bei der sie in der Klasse bis 42 kg den 5. Platz belegte. Ein Jahr später nahm sie an den Jugend-Weltmeisterschaften in Südkorea teil ohne die vorderen Ränge zu erreichen. Der erste Saisonhöhepunkt 2005 war die Jugend-EM in Baku. Dort kämpfte sie in der Klasse bis 46 kg und gewann Bronze. Kurz darauf trat sie mit 15 Jahren das erstemal bei einer Taekwondo-Weltmeisterschaft der Senioren an. Dort kämpfte sich Gülec in der Klasse bis 47 kg bis ins Halbfinale vor und verlor nach 2:0 Führung noch mit 2:3 gegen die spätere Weltmeisterin Belen Asensio aus Spanien. Das reichte jedoch zum Gewinn der Bronzemedaille[1]. Am Ende des Jahres konnte sie bei den Europameisterschaften in Riga erneut die Bronzemedaille gewinnen. 2006 gewann sie die Belgien Open und wurde Zweite bei den German Open. Außerdem gewann sie nach fünf Deutschen Jugend- und Juniorentiteln erstmals die Deutschen Meisterschaften der Damen. Bei der Jugend-WM in Vietnam konnte sie keine herausragenden Ergebnisse erzielen. 2007 wurde sie erneut Deutsche Meisterin und gewann die German Open, die Trelleborg Open und die US Open. Bei der WM in Peking schied sie in der zweiten Runde aus.

Olympia-Qualifikation Bearbeiten

Anfang 2008 löste Sümeyye Gülec das Olympiaticket durch einen dritten Platz bei der europäischen Olympiaqualifikation in Istanbul[2] Damit ist sie eine der vier deutschen Taekwondo-Kämpfern bei den Olympischen Spielen 2008. Bei den darauf folgenden Europameisterschaften in Rom konnte sie das erste Mal bei einer großen, internationalen Meisterschaft ganz oben auf dem Podest stehen. Durch einen Finalsieg über die Türkin Kadriye Selimoglu gewann sie die Goldmedaille und verhalf der deutschen Mannschaft zum zweiten Platz im Medaillenspiegel[3]. Kurze Zeit später belegte sie den 3. Platz bei den Militär-Weltmeisterschaften (CISM) in Seoul[4].

Durch ihre türkische Abstammung ist Sümeyye Gülec im Vorfeld der Olympischen Spiele wiederholt das Opfer von Neonazi-Angriffen im Internet geworden.[5]

Belege Bearbeiten

  1. taekwondo-oezer.net
  2. Nürnberger Nachrichten
  3. Ergebnistableau der EM; Seite 3
  4. streitkraeftebasis.de
  5. Abendzeitung Nürnberg

Weblinks Bearbeiten

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