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Info icon 002  Die nachfolgend beschriebene Vereinigung ist nicht mehr aktiv und hat sich mittlerweile aufgelöst.


Der Rothenburger Verband Schwarzer Schlagender Verbindungen (RVSV) war ein Dachverband nichtfarbentragender Studentenverbindungen, welche das Prinzip der unbedingten Satisfaktion vertraten und Schlägermensuren fochten.

Dieser Verband wurde im Jahre 1908 gegründet. Seine Vorläufer waren der Mündener Vertreter Convent/MVC (Technische Hochschulen) und der Rothenburger Ersten Convent/REC (Universitäten).

Das schwarze Prinzip wurde in der Ablehnung äußerer Abzeichen wie Band und Mütze (Couleur) verstanden. Es wurden die Farben lediglich im Wappen und in der Fahne geführt, wobei auch Bier- und Weinzipfel und schwarzer Chargenwichs üblich waren. Es bestand eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Miltenberger Ring, dessen Mitgliedsverbindungen ebenfalls das schwarze Prinzip hatten und Mensuren fochten.

Bereits nach dem 1. Weltkrieg zeigten sich erste Sezessionserscheinungen, als einige Mitgliedsverbindungen die Einführung des Farbentragens beschlossen und ausschieden. Diese Tendenz setzte sich bis zur endgültigen Auflösung des RVSV im Jahre 1933 fort.

Zusammensetzung des RVSV Bearbeiten

Der RVSV setzte sich aus folgenden Studentenverbindungen zusammen (Stand 1920, in Klammern das Jahr des Ausscheidens):

  1. Polytechnischer Club München (1933 Wechsel zur Deutschen Burschenschaft, heute Franco-Bavaria München)
  2. Apollo München (1933 Wechsel zur Deutschen Burschenschaft, heute Franco-Bavaria)
  3. Babenbergia München (1933 Wechsel zur Deutschen Burschenschaft und Fusion mit Hylesia, heute Franco-Bavaria)
  4. Hylesia München (1933 Wechsel zur Deutschen Burschenschaft u. s.o., heute Franco-Bavaria)
  5. Fidelitas Karlsruhe (1927 Wechsel zur Deutschen Landsmannschaft, heute Cimbria-Fidelitas i. Coburger Convent/CC)
  6. Adelphia Würzburg (1933 Wechsel zur Deutschen Burschenschaft)
  7. Thuringia Halle (1925 Wechsel als Corps zum Naumburger SC, dann ab 1933 in den Vertreter-Convent der Turnerschaften, später suspendiert)
  8. Askania Berlin (1923 Wechsel zur Deutschen Landsmannschaft)
  9. Fridericiana Leipzig (1924 Wechsel zum Vertreter Convent der Turnerschaften, heute Turnerschaft i. CC in Mannheim)
  10. Nibelungia Marburg (1922 Wechsel zur Deutschen Landsmannschaft)
  11. Albertia Königsberg (1933 Wechsel zum ATB, heute ATV Albertia Göttingen)
  12. Lichtenstein Tübingen (1933 Wechsel zur Deutschen Landsmannschaft, heute freie Verbindung)
  13. Germania Stuttgart (1929 Wechsel zur Deutschen Landsmannschaft, heute freie Verbindung)
  14. Gaudeamus Stuttgart (1933 Wechsel zur Deutschen Burschenschaft, heute freie Verbindung)
  15. Schwarzwald Freiburg (1935 aufgelöst, heute Verbindung Albingia-Schwarzwald-Zaringia i. Miltenberger Ring)
  16. Palatia Karlsruhe (heute Palato-Sinapia i. Miltenberger Ring)
  17. Sinapia Karlsruhe (heute Palato-Sinapia i. Miltenberger Ring)

Literatur Bearbeiten

  • Michael Doeberl u.a. (Hrsg.): Das Akademische Deutschland. Weller, Berlin 1930/31.
  1. Die deutschen Hochschulen in ihrer Geschichte. 1930.
  2. Die deutschen Hochschulen und akademische Bürger. 1931.
  3. Die deutschen Hochschulen in ihrenBeziehungen zur Gegenwarts-Kultur. 1931.
  4. Die Wappen der deutschen Korporationen des In- und Auslandes. 1931.
  5. Registerband. 1931.
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