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Die Rote Schülerfront München (RSF) wurde am 23. Dezember 1969 gegründet. [1][2][3] Damit war sie eine der frühesten Marxistisch-Leninistischen-Schülerorganisationen, die bundesweite Bedeutung für die damalige linksradikale Schülerbewegung besass.

Ihr Vorläufer war die Unabhängige Schülergemeinschaft bzw. –gruppe (USG) München, deren Ursprung, nach Angaben der RSF, wiederum die 1967 entstandene Junge Union München war, deren 20 aktivste Mitglieder knapp ein halbes Jahr später ausgetreten seien um die USG zu bilden [4].

Bis zum 1. Mai 1970, wo sie mit der KPD/ML demonstrierte, unterstützte die RSF sowohl die Arbeiterbasisgruppen (ABG) München als auch die KPD/ML durch Verteiltätigkeiten.[5]

Danach ordnet sie sich allein den ABG zu,[6] war damit bald deren wichtigste Stütze, da dieser nur kleine Studentengruppen an sich binden konnte, konkret die Interfrak der Roten Zellen München, die dann den Kommunistischen Hochschulbund (Marxisten-Leninisten) - KHB (ML) München - bildete.

Daher erschien dann auch zeitweise die 'Kommunistische Schüler- und Studentenzeitung' (KSZ), die bundesweit fast ein Unikum darstellte, da in der Regel getrennte Schüler- und Studentenzeitungen herausgegeben wurden. Wer bei dieser Kooperation die stärkere Kraft war, zeigt sich an der zugleich noch erscheinenden 'Münchner Schülerzeitung', die durch die Aktionseinheit antiimperialistischer Schüler München herausgegeben wurde, d.h. den Zusammenschluss der ehemaligen Basisgruppen. Diese wurden meist in Demokratische Initiativen (DI) umbenannt. Bald gab die RSF dann wieder den 'Roten Weg' heraus, zu dem es zeitweise eine Reihe örtlicher Beilagen gab.

Die RSF dehnte sich nicht nur nach Regensburg aus, wie am 5. Mai 1971,[7] sondern auch in eine ganze Reihe weiterer Orte:

  • Oberbayerns, wie Alt-Ötting und Ingolstadt,
  • Niederbayerns, wie Passau,
  • der Oberpfalz, wie Amberg und Weiden, und
  • Schwabens, wie Augsburg.

Mehrfach erscheinen Presseberichte über die RSF, wie am 8. August 1972 im Münchner Merkur. Auch Der Spiegel nahm Notiz und erklärte 1974 den Erfolg der Schüler Union daraus, dass diese ungleich linken Gruppen wie etwa 'Rote Schülerfront', die 'Rote Garde' oder die Organisationen der DKP keine ideologischen Auseinandersetzungen anheize.[8]

1978 berichtete der Spiegel erneut, dass die RSF der Beobachtung des Bayrischen Verfassungsschutzes unterliege.[9]

Die RSF stellte zeitweise den bayrischen Schülersprecher sowie die Bezirksschülersprecher der Oberpfalz und Niederbayerns.

Zusammen mit der 'Kämpfenden Jugend' des Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD|Arbeiterbunds für den Wiederaufbau der KPD wurde die RSF in den Bund demokratischer Jugend überführt.

PeriodikaBearbeiten

- 'Kommunistische Schüler- und Studentenzeitung' (KSZ) 1971-1972

- 'Münchner Schülerzeitung' (MSZ - nahestehend) 1972

- 'Roter Weg' ab Ende 1972

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Roter Weg Ausgabe München Nr.9,München Dez. 1973,S.13
  2. ABG:Rechenschaftsbericht des Zentralen Komitees der Arbeiter-Basis-Gruppen, angenommen von der 3. ordentlichen Vollversammlung im Juni 1972,o.O.1972,S.17
  3. Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.100,München 14.11.1976
  4. Roter Weg Ausgabe München Nr.4,München Feb. 1973,S.4
  5. AB:10 Jahre Antwort auf die Frage 'Was Tun?'.10 Jahre Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD,München 1980,S.24ff
  6. RSF:Internes Info Nr.12,München 26.1.1971
  7. ABG:Rechenschaftsbericht des Zentralen Komitees der Arbeiter-Basis-Gruppen, angenommen von der 3. ordentlichen Vollversammlung im Juni 1972,o.O. 1972,S.98
  8. spiegel.de, DER SPIEGEL 12/1974 vom 18.03.1974, Seite 34
  9. spiegel.de, DER SPIEGEL 31/1978 vom 31.07.1978, Seite 74




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