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Robin Szolkowy Figure skating pictogram
Aliona Savchenko & Robin Szolkowy Podium 2008 Worlds

Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy bei der Weltmeisterschaft 2008

Nation DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Geburtstag 14. Juli 1979
Geburtsort Greifswald
Größe 175 cm
Gewicht 72 kg
Karriere
Disziplin Paarlauf
Partner/in Aljona Sawtschenko
Ehemalige Partner/in Claudia Rauschenbach,
Johanna Otto
Verein Chemnitzer EC
Trainer Ingo Steuer,
Monika Scheibe,
Ilona Schindler
Choreograf Ingo Steuer
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold medal 0 × Silver medal 1 × Bronze medal
WM-Medaillen 2 × Gold medal blank 1 × Silver medal blank 1 × Bronze medal blank
EM-Medaillen 4 × Gold medal blank 2 × Silver medal blank 0 × Bronze medal blank
Olympic rings without rims Olympische Winterspiele
0Bronze0 Vancouver 2010 Paare
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
0Bronze0 Tokio 2007 Paare
0Gold0 Göteborg 2008 Paare
0Gold0 Los Angeles 2009 Paare
0Silber0 Turin 2010 Paare
ISU Eiskunstlauf-Europameisterschaften
0Silber0 Lyon 2006 Paare
0Gold0 Warschau 2007 Paare
0Gold0 Zagreb 2008 Paare
0Gold0 Helsinki 2009 Paare
0Silber0 Tallinn 2010 Paare
0Gold0 Bern 2011 Paare
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 211,72 EM 2010
 Kür 137,60 EM 2010
 Kurzprogramm 75,96 Olympia 2010
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 2 1 3
 Grand-Prix-Wettbewerbe 9 2 3
letzte Änderung: 9. Februar 2011

Robin Szolkowy [ʃɔlˈkoːviː] (* 14. Juli 1979 in Greifswald, heute Mecklenburg-Vorpommern) ist ein deutscher Eiskunstläufer, der im Paarlauf startet.

Biografie Bearbeiten

Szolkowy wurde in Greifswald, in der DDR, geboren. Seine Mutter, eine Krankenschwester aus Vorpommern, traf seinen Vater, einen tansanischen Arzt, als dieser in Greifswald studierte. Obwohl Szolkowy seinen Vater von Bildern her kannte, kam es bis zum März 2008 zu keinem Treffen. Als Szolkowy vier Jahre alt war, zog seine Mutter mit ihm nach Erfurt, wo er mit dem Eiskunstlaufen bei Ilona Schindler begann. Zunächst war er wie seine Trainingskollegen Silvio Smalun und Stefan Lindemann Einzelläufer, wechselte mit 16 Jahren aber zum Paarlauf.

Aliona SAVCHENKO Robin SZOLKOWY Ingo Steuer

Robin Szolkowy und Aljona Sawtschenko mit ihrem Trainer Ingo Steuer

Szolkowys erste Partnerin war Johanna Otto. Ab 1997 startete er mit Claudia Rauschenbach, der Tochter von Anett Pötzsch und wurde mit ihr 2001 deutscher Paarlaufmeister. Das Paar trainierte bei Monika Scheibe in Chemnitz und trat für den Chemnitzer SC an. Als Rauschenbach ihre Karriere beendete, blieb Szolkowy anderthalb Jahre ohne Partnerin und hielt sich mit Synchroneiskunstlauf bei der Chemnitzer Formation Skating Mystery fit, bis ihm Ingo Steuer empfahl, es mit der Juniorenweltmeisterin im Paarlauf von 2000, der Ukrainerin Aljona Sawtschenko, zu probieren. Im Mai 2003 hatten sie in Chemnitz ihr Probetraining, was erfolgreich verlief. Drei Monate später zog Sawtschenko nach Deutschland und das Eiskunstlaufpaar trainierte nun unter Ingo Steuer. Sawtschenko und Szolkowy gewannen auf Anhieb die Deutsche Meisterschaft 2004.

2004/2005

Beim Cup of Russia hatten Sawtschenko und Szolkowy im November 2004 in Moskau ihr Grand-Prix-Debüt und beendeten es auf dem Bronzerang.

Im Jahr 2005 hatten die amtierenden deutschen Paarlaufmeister dann ihr gemeinsames Debüt bei Welt- und Europameisterschaften, das sie als Sechste, bzw. Vierte abschlossen.

2005/2006

Im Oktober 2005 gewannen sie mit Skate Canada ihren ersten Grand-Prix-Wettbewerb und qualifizierten sich damit für ihr erstes Grand-Prix-Finale, das sie mit dem Gewinn der Bronzemedaille abschlossen.

Ihre erste Medaille bei einer bedeutenden internationalen Meisterschaft folgte im Januar 2006. Sie wurden in Lyon Vize-Europameister hinter den Russen Tatjana Totmjanina und Maxim Marinin.

Aljona Sawtschenko hatte am 29. Dezember 2005 die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen und somit konnte das Eiskunstlaufpaar nun an seinen ersten gemeinsamen Olympischen Spielen teilnehmen. Die Teilnahme wurde jedoch wegen der Stasi-Vorwürfe gegen ihren Trainer Ingo Steuer erheblich erschwert. Steuer war vom olympischen Team ausgeschlossen worden und musste sich die Teilnahme gerichtlich erstreiten.[1] Sawtschenko und Szolkowy beendeten ihr Olympiadebüt in Turin trotz aller Querelen auf dem sechsten Platz. Dieses Ergebnis wiederholten sie bei der nachfolgenden Weltmeisterschaft.

Das Innenministerium übte wegen der Stasi-Vergangenheit Steuers weiterhin Druck auf den deutschen Eislaufverband aus. Dies führte dazu, dass Steuer keine Akkreditierung für die bevorstehenden Turniere bekommen sollte, die Justiz gab Steuer aber Recht. Dennoch kostete die weitere Zusammenarbeit mit Steuer Robin Szolkowy seine Anstellung bei der Bundeswehr und deren finanzielle Unterstützung. Dies konnte durch private Sponsoren und Fans ausgeglichen werden, sodass das Paar weitermachen konnte.[1]

2006/2007

Sportlich unbeeindruckt gewannen Sawtschenko und Szolkowy im November 2006 beim Cup of Russia und qualifizierten sich erneut für das Grand-Prix-Finale, bei dem sie die Silbermedaille errangen.

Am 24. Januar 2007 wurden sie in Warschau Europameister. Dabei distanzierten sie die russischen Silbermedaillengewinner Maria Petrowa und Alexei Tichonow um fast 20 Punkte. Es war der erste Europameisterschaftstitel für ein deutsches Paar seit 1995 ihr Trainer Ingo Steuer mit Partnerin Mandy Wötzel gewonnen hatte.

Bei der Weltmeisterschaft in Tokio errangen sie mit Bronze hinter den beiden chinesischen Paaren Shen Xue und Zhao Hongbo sowie Pang Qing und Tong Jian ihre erste Weltmeisterschaftsmedaille. Es war die erste Medaille eines deutschen Paares bei einer Weltmeisterschaft seit der Bronzemedaille von Peggy Schwarz und Mirko Müller 1998.

2007/2008

Die Saison 2007/08 wurde die bisher erfolgreichste Saison des Eiskunstlaufpaares. Sie gewannen bei Skate Canada und der NHK Trophy, qualifizierten sich somit für das Grand-Prix-Finale und gewannen dieses zum ersten Mal. Sie waren damit das einzige deutsche Paar nach Mandy Wötzel und Ingo Steuer, das das Grand-Prix-Finale gewinnen konnte.

Bei den Deutschen Meisterschaften am 6. Januar 2008 durchbrachen Sawtschenko und Szolkowy mit 214,67 Punkten erstmals die 200-Punkte-Marke. Dies hätte Weltrekord bedeutet, doch gehen nationale Meisterschaften nicht in die Wertung der Internationalen Eislaufunion ein.

Im Januar 2008 verteidigten sie bei der Europameisterschaft in Zagreb ihren Titel und übertrafen nun auch offiziell die 200-Punkte-Marke. Sie hatten auf die zweitplatzierten Russen Marija Muchortowa und Maxim Trankow fast 33 Punkte Vorsprung.

Im März 2008 wurden Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy in Göteborg zum ersten Mal Weltmeister. Sie verwiesen die Chinesen Zhang Dan und Zhang Hao, die nach dem Kurzprogramm noch in Führung gelegen hatten, auf den zweiten Platz. Es war der erste Weltmeisterschaftstitel für ein deutsches Paar seit Mandy Wötzel und Ingo Steuer 1997 in Lausanne.

Savchenko Szolkowy GER NH2008 SP 1

Sawtschenko und Szolkowy bei der Nebelhorn Trophy 2008

2008/2009

Die Saison 2008/09 begann mit Siegen bei Skate America und der Trophée Eric Bompard. Beim Grand-Prix-Finale reichte es allerdings nur zur Bronzemedaille.

Nachdem Sawtschenko und Szolkowy zum sechstenmal in Folge deutsche Paarlaufmeister geworden waren, gewannen sie im Januar 2009 in Helsinki zum drittenmal in Folge die Europameisterschaft.

Zwei Monate später in Los Angeles gelang beiden auch der erneute Gewinn der Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft. Sie gewannen sowohl das Kurzprogramm wie auch die Kür und lagen mit persönlicher Bestleistung am Ende fast 17 Punkte vor den Chinesen Zhang/Zhang. Damit waren Sawtschenko und Szolkowy das erste deutsche Paar seit Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler (1963 und 1964), das seinen WM-Titel erfolgreich verteidigte.[2]

2009/2010

Die Saison 2009/10 wurde zur problematischsten ihrer Karriere. Nachdem sie bei der Trophée Eric Bompard das Kurzprogramm gewonnen hatten, aber in der Kür zahlreiche schwere Fehler machten, die sie auf den dritten Rang zurückwarfen, schlug Trainer Ingo Steuer vor, ihre geplante Kür zu „You’ll Never Walk Alone“ zu verwerfen und eine neue zu erstellen. Obwohl sie seit Mai des vergangenen Jahres daran gearbeitet hatten, fühlten sie sich mit dieser Kür nicht wohl. Sawtschenko meinte, dass die Kür einfach nicht zu ihnen passe. Die neue Kür wurde zur Filmmusik von Out of Africa choreografiert. Bei Skate Canada gewannen sie sowohl das Kurzprogramm wie auch die Kür und dies mit neuem Punkteweltrekord. Es war das erste Mal, dass ein Punktrichter die Höchstnote 10,0 im neuen Bewertungssystem vergab. Beim Grand-Prix-Finale reichte es jedoch erneut nur zur Bronzemedaille. Dazu kam, dass Aljona Sawtschenko während des Wettbewerb eine Grippe bekam und das Paar somit nicht bei den deutschen Meisterschaften antreten konnte.

Die Europameisterschaft in Turin beendeten Sawtschenko und Szolkowy mit einer persönlichen Bestleistung von 211,72 Punkten. Dennoch reichte dies nicht zur Titelverteidigung. Die Russen Juko Kawaguti und Alexander Smirnow gewannen überraschend den Titel mit anderthalb Punkten Vorsprung.

Die zweiten Olympischen Spiele des Paares begannen in Vancouver mit einer persönlichen Bestleistung von 75,96 Punkten im Kurzprogramm. Dennoch brachte ihnen dies nicht den Sieg im Kurzprogramm, da die zurückgekehrten Chinesen Shen Xue und Zhao Hongbo mit 76,66 Punkten einen neuen Weltrekord aufstellten. Wegen eines verpatzten Doppelaxels von Szolkowy und eines nur zweifach gesprungenen Toeloops von Sawtschenko in der Kür[3] fielen sie auch noch hinter das zweite chinesische Paar Pang Qing und Tong Jian zurück und gewannen somit die Bronzemedaille. Trainer Ingo Steuer kommentierte dies mit folgenden Worten: Das Gold ist weg, alles andere ist egal. Ich bin sauer. Das ist so traurig, dass man das, was auf dem Tablett liegt, nicht genommen hat. Wir hätten es einfach machen müssen.[4] Für seine öffentliche Kritik an seinen Eiskunstlaufschützlingen wurde Steuer in den Medien kritisiert.

Bei der Weltmeisterschaft gewannen Sawtschenko und Szolkowy die Silbermedaille hinter Pang Qing und Tong Jian.

2010/2011

Nachdem sie in 15 Shows aufgetreten waren, begann für Sawtschenko und Szolkowy die Saison 2010/11 mit souveränen Siegen bei Skate America und der Trophée Eric Bompard. Auch das Grand-Prix-Finale konnten sie für sich entscheiden, zum zweitenmal in ihrer Karriere. Dabei schien eine Teilnahme daran gefährdet, als im Flugzeug auf dem Weg von der Trophée Eric Bompard in Frankreich zurück ihr Gepäck verloren ging und damit auch die speziell auf sie abgestimmten Schlittschuhe. Diese dürfen nicht im Handgepäck mit sich geführt werden, da sie als potenzielle Waffen zählen. Ein paar Tage später wurden die Schlittschuhe von der Fluggesellschaft jedoch wieder aufgefunden.

Bei der Europameisterschaft in Bern holten sich Sawtschenko und Szolkowy ihren im vergangenen Jahr verloren gegangenen EM-Titel von den Russen Kawaguti und Smirnow zurück.[5]

Ergebnisse Bearbeiten

Paarlauf Bearbeiten

(mit Aljona Sawtschenko)

Meisterschaft / Jahr 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Olympische Winterspiele 6. 3.
Weltmeisterschaften 6. 6. 3. 1. 1. 2.
Europameisterschaften 4. 2. 1. 1. 1. 2. 1.
Deutsche Meisterschaften 1. 1. 1. 1. 1. 1. 1.
-
Grand-Prix-Wettbewerb / Saison 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11
Grand-Prix-Finale 3. 2. 1. 3. 3. 1.
Skate America 1. 1.
Skate Canada 1. 1. 1.
Cup of Russia 3. 1. 2.
Trophée Eric Bompard 1. 3. 1.
NHK Trophy 2. 1.
Cup of China 3.

(mit Claudia Rauschenbach)

Meisterschaft / Jahr 2000 2001
Juniorenweltmeisterschaften 10. 9.
Deutsche Meisterschaften 1.

Andere Wettbewerbe

  • 1998 – 8. Rang* - Pokal der Blauen Schwerter, Chemnitz
  • 1998 – 6. Rang* - Hungarian Trophy, Budapest
  • 1998 – 4. Rang* - Junioren-Grand-Prix, Den Haag
  • 1999 – 5. Rang* - Salchow Trophy, Stockholm
  • 2000 – 6. Rang* - Pokal der Blauen Schwerter, Chemnitz
  • 2000 – 7. Rang* - Junioren-Grand-Prix, Danzig
  • 2003 – 2. Rang - Deutsche Meisterschaften, mit der Formation Skating Mystery
  • 2004 – 1. Rang - Ondrej-Nepela-Memorial, Bratislava
  • 2004 – 3. Rang - Nebelhorn Trophy
  • 2005 – 1. Rang - Ondrej-Nepela-Memorial
  • 2005 – 1. Rang - Nebelhorn Trophy
  • 2007 – 1. Rang - Nebelhorn Trophy
  • 2008 – 1. Rang - Nebelhorn Trophy
  • 2009 – 1. Rang - Nebelhorn Trophy

Legende: * = mit Claudia Rauschenbach

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 http://www.goldenskate.com/articles/2007/071007.shtml
  2. vgl. Sawtschenko und Szolkowy erneut Weltmeister bei Spiegel Online, 26. März 2009
  3. vgl. Bronze für Szolkowy/Savchenko bei olympia.ard.de, 19. Februar 2010
  4. http://olympia-2010.t-online.de/olympia-2010-savchenko-weint-nach-sturz-und-bronze-bittere-traenen-/id_21757192/index
  5. vgl. Zorn, Roland: Siegreiche Zitterpartie für Savchenko/Szolkowy bei faz.net, 27. Januar 2011


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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