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Disambig mirror 2 Dieser Artikel befasst sich mit dem deutschen Fußballtrainer. Für den Datenkompressionsprogrammierer siehe ARJ.
Robert Jung
Personalia
Name Robert Jung
Geburtstag 19. Dezember 1944
Geburtsort KaiserslauternDeutschland

Robert Jung (* 19. Dezember 1944 in Kaiserslautern) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Spieler. Zurzeit trainiert Jung den FSV Salmrohr. Darüber hinaus unterrichtete er bis zum Schuljahr 2008/2009 am Leibniz-Gymnasium Pirmasens Mathematik und Sport.

Spieler Bearbeiten

Jungs Aktivenkarriere begann 1963 beim Regionalligisten VfR Kaiserslautern, wo der Verteidiger im zweiten Jahr Stammspieler wurde, aber mit dem VfR nach 46 Spielen und zwei Toren 1965 abstieg. Ein Jahr später wechselte Jung zum FK Pirmasens. Im ersten Jahr wurde er nur ein Mal eingesetzt, ab 1967 war er auch hier Stammspieler, bald auch Mannschaftskapitän. Bis 1976 spielte Jung für den FKP 250 Mal und schoss acht Tore. 1970 und 1971 wurde er Vizemeister der Regionalliga, scheiterte aber jeweils in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Nach zwei Saisons in der 1974 gegründeten Zweiten Bundesliga wechselte Jung 1976 zum Amateurligisten FK Clausen, wo er bis 1978 Spielertrainer war.

Trainer Bearbeiten

1978 kam Jung wiederum zum gerade aus der Zweiten Liga abgestiegenen FKP zurück, diesmal als Trainer. Sieben Jahre lang belegten Jungs Pirmasenser jeweils einen Platz im oberen Tabellendrittel. 1985 wechselte der Trainer zum Oberliga-Konkurrenten FSV Salmrohr, mit dem er 1986 in die Zweite Liga aufstieg. Im März 1987 wurde Jung beim chancenlosen FSV von seinem Amt entbunden.

Zwei Monate darauf stieg Jung mit den Offenbacher Kickers, die sich vor Beginn der Aufstiegsrunde von ihrem Trainer Franz Brungs getrennt hatten, erneut in die Zweite Liga auf. Da er aber bereits einen Vertrag beim SC Birkenfeld unterzeichnet hatte, konnte er den OFC nicht weiter betreuen. In Birkenfeld blieb Jung, bis er im Februar 1989 vom abstiegsbedrohten Zweitligisten 1. FSV Mainz 05 verpflichtet wurde. Dort konnte er den Abstieg nicht verhindern, kehrte aber in der Saison 1989/90 mit einem "Husarenritt" (Jung) in die Profiliga zurück: Erst am letzten Spieltag kassierten die 05er die einzige Saisonniederlage. Die Meisterschaft war längst entschieden.

Beinahe hätte Jung, hauptamtlich Oberstudienrat in Pirmasens, wieder seinen Aufsteiger verlassen müssen, da der Rheinland-Pfälzische Kultusminister Georg Gölter zunächst den zeitaufwendigen und hoch dotierten Nebenjob nicht genehmigte. Erst kurz vor Saisonbeginn kam die Freigabe für Jung.

In der Winterpause der Saison 1991/92 verkündete Jung seinen Abschied aus Mainz zum Saisonende. Bei seinem neuen Verein Rot-Weiß Frankfurt blieb er jedoch nur ein halbes Jahr. Nicht viel glücklicher war Jungs Engagement beim SV Wehen von Januar 1993 bis Oktober 1994.

Seit 1996 ist Robert Jung durchgängig als Trainer im Südwest-Amateurfußball aktiv. Bis 1998 trainierte er zum zweiten Mal den FK Pirmasens, mit dem er 1997 aus der Verbandsliga in die Oberliga aufstieg. Von 1998 bis 2001 war Jung Trainer des Oberligisten Wormatia Worms, anschließend vier Jahre lang beim Oberligisten SC Hauenstein. 2005 wechselte Robert Jung wieder nach Pirmasens, wo er 2006 in die Regionalliga aufstieg und im Endspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 II den SWFV-Pokal gewann. Die Mainzer hatten zuvor fünf Mal in Folge den Verbandspokal geholt, 2005 und 2004 gegen Jungs Hauensteiner. Im folgenden DFB-Pokal erreichte der FKP die zweite Runde durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen. Im November 2006 wurde Jung beim FKP entlassen.

In der Saison 2009/2010 trainiert Jung den FSV Salmrohr.

Spielweise Bearbeiten

Jungs Spielweise, meist ein 3-4-3-System, wird oft oberflächlich als Mauertaktik bezeichnet. Seine Mannschaften stehen im Feld sehr tief, betreiben aber ein sehr aggressives Pressing und schalten nach Ballgewinnen blitzschnell um, um Konter zu fahren. Diese Handschrift des gewieften Taktikers war bislang bei allen seinen Vereinen klar abzulesen.


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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