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Philipp Lahm
Philipp Lahm
Philipp Lahm 2006
Personalia
Geburtstag 11. November 1983
Geburtsort MünchenDeutschland
Größe 170 cm
Position Außenverteidigung

2 Stand: 9. Februar 2011

Philipp Lahm (* 11. November 1983 in München) ist ein deutscher Fußballspieler. Er spielt bevorzugt in der Abwehr auf der linken oder rechten Außenbahn, kann aber auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden.

Karriere Bearbeiten

Verein Bearbeiten

Seine ersten Schritte als Fußballer absolvierte Lahm für die FT Gern. Ab 1995 spielte er zunächst in der Jugend des FC Bayern München, ab 2001 dann für dessen Amateure in der Regionalliga Süd. In der Jugend wurde er sowohl im zentralen und defensiven Mittelfeld als auch als Außenverteidiger eingesetzt. In seinen allerersten Jahren als Jugendfußballer spielte Lahm auch als Außenstürmer.

Da die Bayern mit Bixente Lizarazu und Willy Sagnol Lahms bevorzugte Positionen schon gut besetzt hatten, kam er nur zu einem einzigen Einsatz in einem Pflichtspiel für die Profis (2002)[1] und wurde im Juni 2003 für zwei Spielzeiten zum VfB Stuttgart ausgeliehen. Am 3. August 2003 (1. Spieltag) gab er sein Bundesliga-Debüt beim 2:0-Erfolg über Hansa Rostock, als er in der 76. Minute für Silvio Meißner eingewechselt wurde. Im Herbst 2003 verdrängte er Heiko Gerber von der Position des linken Verteidigers und gehörte dann zur Stammelf des VfB.

Anfang Januar 2005 erlitt Lahm einen Ermüdungsbruch im rechten Mittelfuß, der ihn zu einer mehrmonatigen Pause zwang; sein Pflichtspiel-Comeback gab er am 9. April 2005 gegen den FC Schalke 04. Bereits am 17. Mai 2005 verletzte sich Lahm erneut, als er im Training einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitt.

In Stuttgart spielte er 53 Bundesligaspiele und schoss zwei Tore. Außerdem war er für Stuttgart siebenmal in der Champions-League und sechsmal im UEFA-Pokal aktiv.

Philipp Lahm (2006)

Lahm im Trikot von Bayern München

Nachdem er im Sommer 2005 nach München zurückgekehrt war, spielte Lahm nach auskurierter Verletzung am 15. November 2005 erstmals in der Regionalligapartie des FC Bayern II gegen Jahn Regensburg. Sein Comeback in der Profimannschaft hatte er am 19. November 2005 beim Spiel gegen Arminia Bielefeld. Diese Partie war gleichzeitig sein erstes Bundesliga-Spiel für den FC Bayern.

In der Folgezeit konnte sich Lahm in die Stammformation vorarbeiten – seine übliche Position war zunächst die linke Außenverteidigung, später die rechte. Schnell avancierte Lahm bei Bayern München zu einem der Führungsspieler. In den Jahren 2006, 2008 und 2010 konnte Lahm mit seinem Team das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal gewinnen. 2010 erreichte er zusätzlich das Finale der Champions League, das jedoch mit 0:2 gegen Inter Mailand verloren wurde. Nach dem Wechsel von Mark van Bommel zum AC Mailand im Januar 2011 wurde Lahm zum Mannschaftskapitän der Bayern ernannt. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2016.

Nationalmannschaft Bearbeiten

Sein erstes A-Länderspiel absolvierte Lahm am 18. Februar 2004 in Split gegen Kroatien (2:1). Sofort avancierte er zum Stammspieler auf der Position des linken Verteidigers und bestritt im Kalenderjahr 2004 15 von 16 möglichen Länderspielen, darunter auch alle drei Partien bei der Europameisterschaft in Portugal.

Aufgrund von zwei schweren Verletzungen absolvierte Lahm im Jahr 2005 kein Spiel für die Nationalmannschaft und verpasste somit auch den Konföderationen-Pokal 2005.

Nach mehr als 14 Monaten Abstinenz gab Lahm am 1. März 2006 gegen Italien (1:4) sein Comeback in der Nationalmannschaft. Bei einem Testspiel der Nationalmannschaft am 16. Mai 2006 gegen den FSV 63 Luckenwalde (7:0) in Mannheim stürzte er unglücklich und zog sich dabei einen Teilabriss der Sehne und des Seitenbandes im linken Ellbogen zu. Er konnte aber dennoch an der Weltmeisterschaft teilnehmen, wo ihm im Eröffnungsspiel am 9. Juni 2006 gegen Costa Rica in der 6. Minute das erste Tor des Turniers gelang. Des Weiteren wurde er bei der Partie Deutschland – Polen (14. Juni 2006) zum „Man of the Match“ gewählt und nach konstant starken Leistungen in das 23-köpfige WM-All-Star-Team berufen. Er ist der einzige deutsche Spieler, der alle WM-Spiele über die vollen 90 Minuten absolvierte.

Am 22. August 2007 übernahm er beim Freundschaftsspiel gegen England, bei dem er zuvor zum ersten Mal in seiner Profikarriere die „Sechser“-Position vor der Abwehr gespielt hatte, in den Schlussminuten nach der Auswechslung von Bernd Schneider erstmals in seiner Nationalmannschaftskarriere die Kapitänsbinde.

Philipp Lahm wurde von Joachim Löw am 16. Mai 2008 erwartungsgemäß in den erweiterten deutschen Kader für die Fußball-Europameisterschaft 2008 berufen. Im Halbfinale schoss er in der 90. Minute gegen die Türkei den Siegtreffer zum 3:2. Nach dem Spiel wurde er als „Man of the Match“ ausgezeichnet. Bei der 0:1-Niederlage im Finale musste Lahm zur Halbzeit gegen Marcell Jansen ausgewechselt werden. Von der Expertenkommission der UEFA wurde er einen Tag nach dem Endspiel in das All-Star-Team der EM 2008 gewählt.

Nachdem er bereits im August 2008 einmal kurz die Kapitänsbinde tragen durfte, lief er am 29. Mai 2009 im Länderspiel in Shanghai gegen China erstmals als Mannschaftskapitän auf.[2]

Am 6. Mai 2010 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den erweiterten Kader für die Weltmeisterschaft 2010 berufen. Er führte das Team bei diesem Turnier als Mannschaftskapitän an, da der eigentliche Kapitän Michael Ballack verletzt ausgefallen war. Lahm betonte vor der Niederlage gegen Spanien im Halbfinale, dass er auch nach der Weltmeisterschaft Kapitän bleiben wolle.[3] Nach der WM wurde er ins All-Star-Team der FIFA gewählt.

Erfolge Bearbeiten

Verein Bearbeiten

Nationalmannschaft Bearbeiten

Ehrungen Bearbeiten

Soziales Engagement und Auszeichnungen Bearbeiten

Lahm engagiert sich in mehreren sozialen Projekten. Lahm gründete am 11. Dezember 2007 die Philipp Lahm-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Kinder aus Afrika in den Bereichen Bildung, Sport und Gesundheit zu fördern. Auch außerhalb seiner Stiftung ist Lahm aktiv, namentlich für SOS-Kinderdörfer und als Botschafter beim Welt-Aids-Tag; zudem unterstützt er die Stiftung „Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt“ und das LILALU Projekt Mädchen an den Ball.

Philipp Lahm macht sich gegen Homophobie und Intoleranz im Breitensport stark. Hierfür erhielt er, neben Theo Zwanziger und der Sportwissenschaftlerin Tanja Walther, den Tolerantia-Preis von Maneo für „besonderen und herausragenden Einsatz gegen Intoleranz und Homophobie im Breitensport, hier insbesondere im Fußballsport“.[4] Am 30. Juni 2009 wurde Lahm mit dem Bayerischen Sportpreis 2009 in der Kategorie „Hochleistungssportler Plus“ für sein soziales Engagement ausgezeichnet.[5]

Sonstiges Bearbeiten

Den Spitznamen „Paolo“ gab ihm Jürgen Klinsmann, in Anlehnung an Lahms Idol: den italienischen Fußballspieler Paolo Maldini vom AC Mailand. Beim FC Bayern München wird er „Wireless“ („Wireless Lahm“) genannt. Diesen Namen gab ihm Mehmet Scholl.[6]

2007 warb er für den Deutschen Verkehrssicherheitsrat mit dem Spruch „Raser sind so cool“ gegen Raserei auf Autobahnen.[7]

Am 11. April 2008 wurde Lahm im Rahmen des Eishockey-Länderspiels Deutschland gegen Finnland im Münchner Olympia-Eis­stadion zum ersten offiziellen WM-Botschafter für die Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland ernannt.[8]

Im Musikvideo zum Song „Hope“ der Rockband Room77 wirkt er zusammen mit Mario Gomez und Miroslav Klose mit. Der ehemalige Bayern-Spieler Andreas Görlitz ist Gitarrist der Band.

Am 14. Juli 2010 heiratete Lahm in der Ortschaft Aying seine ein Jahr jüngere Freundin, mit einer anschließenden kirchlichen Hochzeitszeremonie, die in der katholischen Kirche der Ortschaft Kleinhelfendorf stattfand.[9]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.philipplahm.de/statistik/verein/fc-bayern-amateuere-200203.html
  2. eurosport.de: Lahm als DFB-Kapitän
  3. Aus gegen Spanien – Kapitän Lahm und das Pech mit der blauen Binde
  4. queer.de: Tolerantia-Preis für Philipp Lahm und Theo Zwanziger
  5. fcbayern.de Bayerischer Sportpreis für Lahm und Maier
  6. Löws Allzweckwaffe: Wireless Lahm
  7. http://www.dvr.de/site.aspx?url=html/presse/informationen/814.htm
  8. http://www.eishockey-magazin.de/index.php?area=1&p=news&newsid=8802
  9. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,706419,00.html


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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