Paul Stecken (* 29. Juni 1916 in Münster) ist ein Ausbilder von Pferden, Reitern und Reitlehrern; er war Cheftrainer von vielen Profi- und Meistermannschaften, Trainer von mehreren Olympiasiegern sowie Welt- und Europameistern der Reiter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datei:Verabschiedung Paul Stecken.jpg

Verabschiedung Paul Stecken

Seine grundlegende und prägende Ausbildung erhielt er im Reiter-Regiment 15 der Reichswehr. Major a.D. Paul Stecken war bei Kriegsende als Angehöriger des Kav.Rgt.15 Paderborn, Chef der Reiter Inspektion an der Kavallerie Schule.[1] In allen Jahren seiner Ausbildertätigkeit achtete er deshalb streng darauf, Reiter und Pferde nach der Reitvorschrift H.Dv.12 auszubilden. Im Jahre 1950 übernahm er von seinem Vater Heinrich Stecken die Leitung der Westfälischen Reit- und Fahrschule. Am 8. Dezember 1985, nach 35 Jahren Dienstzeit, wurde er mit einer Feier in der großen Reithalle der Westfälischen Reit- und Fahrschule ehrenvoll verabschiedet.

Danach widmete er sich, genauso wie vorher, fast ausschließlich der Ausbildung von Pferden und Reitern, unter anderem in der Unterrichtung der Auszubildenden beim Westfälischen Pferdestammbuch und bei weiteren, oft international erfolgreichen Spitzenreitern.[2] Am 27. Juli 2006 wurde Paul Stecken für seine Dienste die "Goldene Plakette der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen" verliehen[2]

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stecken förderte die Ausbildung von Reiner Klimke und Ingrid Klimke [3] in der Westfälische Reit- und Fahrschule zusammen mit seinem Olympiapferd Fortunat (Vielseitigkeitsreiten). Das Pferd Fortunat stand lange Jahre in der Westfälischen Reit- und Fahrschule und erreichte trotz des Einsatzes im Hochleistungssport, durch die gründliche und schonende Ausbildung, unter Anleitung von Paul Stecken, ein extrem hohes Alter von mehr als 35 Jahren.

Reitmeister Horst Karsten [4] wurde in der Westfälischen Reit- und Fahrschule von Paul Stecken, auch durch die Entdeckung und das Training seines Olympiapferdes Sioux, bis zur Teilnahme an den Olympischen Spielen in München 1972 gefördert. (Vielseitigkeitsreiten). Auch Sioux erreichte ein hohes Alter von 28 Jahren und stand den Lehrlingen der Westfälischen Reit- und Fahrschule noch lange als gesundes Lehrpferd zur Verfügung.

Lebenswerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Lehrgangsbetrieb der Westfälischen Reit- und Fahrschule war Paul Stecken prägend für die Reitausbildung in Deutschland. Er leitete die Ausbildung von 12.000 Lehrgangsteilnehmern[2], davon wurden 2.000 als Reitlehrer ausgebildet[2]. Die Ausbildung von 108 Pferdewirten Schwerpunkt Reiten (Lehrberuf)[2] ermöglichte es ihm diese, der Reitvorschrift H.Dv.12 angelehnte Reitausbildung über den Weg der Berufsausbildung weltweit zu verbreiten. Bei der Erstellung und Überarbeitung der Richtlinien für Reiten und Fahren des FN-Verlages wurde dieses Wissen durch seine Mitarbeit in die neuere Literatur übernommen. Als eine der drei Ausbildungsstätten (Deutsche Reitschule Warendorf, Olympiareitanlage in München-Riem, Westfälische Reit- und Fahrschule) für den Abschlusslehrgang und Prüfung als Pferdewirtschaftsmeister, konnte Paul Stecken auch dadurch (2–3 Lehrgänge pro Jahr) auf die Ausbildung der Berufsreiter und Trainer im Reitsport maßgeblich einwirken.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Buch im Druck (ISBN Wird bei Veröffentlichung nachgereicht), Zitat Paul Stecken
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 http://www.landwirtschaftskammer.com/presse/archiv/aa-2006-27-06.htm
  3. Buch Military,Reiner Klimke,Franckh Verlag,1978,ISBN 3-440-04579-X, Vorwort Albert Stecken
  4. Film über Sioux (im Besitz der Familie Karsten) gesendet im WDR


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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