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Der orpheus chor münchen e. V. ist ein Münchner Konzertchor. Ihm gehören rund 55 Sängerinnen und Sänger an. Künstlerischer Leiter ist seit der Gründung im Jahr 1982 Gerd Guglhör.

Repertoire Bearbeiten

Ein Schwerpunkt der Chorarbeit liegt in der Erarbeitung selten aufgeführter Werke verschiedener Epochen und Stilen bis hin zu Uraufführungen und erstmaligen Wiederaufführungen wiederentdeckter Werke. Unter den Uraufführungen sind besonders Werke in München lebender Komponisten zu nennen (u. a. Enjott Schneider, Kai Westermann, Heinz Benker, Laurence Traiger); unter den Wiederentdeckungen zuletzt das Requiem für Joseph Haydn von Georg Joseph Vogler.

Arbeitsweise Bearbeiten

Der Chor probt einmal wöchentlich. Im Jahr finden zwei Probenwochenenden statt. Konzerte und Aufnahmen beanspruchen typischerweise mindestens zwei weitere Wochenenden pro Jahr. Im Kern ist der orpheus chor ein Amateurchor. Viele Mitglieder engagieren sich jedoch weit über den Probenbesuch hinaus für die Ausbildung ihrer Stimme. Auch wirken etliche Musiklehrer und Musikstudenten mit.

Auftritte Bearbeiten

Viele Jahre lang trat der Orpheus-Chor regelmäßig in der Markuskirche auf. Weitere Konzertorte sind u.a. die Allerheiligen-Hofkirche, die Himmelfahrtskirche München-Sendling, St. Ursula in Schwabing, sowie die neue Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen.

Außerhalb von München ist der Chor regelmäßig im Pollinger Bibliothekssaal, auf den Europäischen Wochen Passau und auf dem Festival Zwischen Inn und Salzach zu hören.

Rundfunk- und CD-Produktionen Bearbeiten

Mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) pflegt der orpheus chor eine intensive Kooperation. Viele Programme der letzten Jahre wurden vom BR aufgezeichnet und werden regelmäßig gesendet. Außer neuer Chormusik von Francis Poulenc, Aaron Copland, Benjamin Britten, György Ligeti, Jean Françaix, Paul Hindemith, Claude Debussy u.a. wurde eine Sendereihe über Polyphonie mit Werken von Josquin Desprez, Orlando di Lasso und Johann Sebastian Bach produziert. Die bereits erwähnte Werkanalyse der Johannespassion von Johann Sebastian Bach wurde 1994 als sechsteilige Sendereihe und im Jahr 2000 als CD bei Koch Classics veröffentlicht (mittlerweile vergriffen).

Bis 2008 wurden 12 CDs in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk bei Calig, Schott Wergo, Arte Nova und Oehms Classics produziert. Ein Schwerpunkt liegt auf Neuentdeckungen von Münchner (Hof)Komponisten, darunter die Missa Superba und die Missa Nigra von Johann Kaspar Kerll, die Gesamteinspielung des geistlichen A-Capella-Werks von Heinrich Kaminski und die geistlichen Chorwerke von Franz Lachner. Die neueste CD des Chores mit dem Requiem von Abbé Vogler wird Anfang 2009 bei Oehms Classics erscheinen.

Geschichte Bearbeiten

Der Chor wurde 1982 als Kammerchor des Akademischen Gesangvereins (AGV) gegründet. Die Herauslösung aus dem AGV fand ihren Abschluss mit der Konstituierung als eingetragener Verein. Seit der Berufung von Gerd Guglhör als Professor für Ensembleleitung und chorische Stimmbildung probt der Chor bevorzugt in den Räumlichkeiten der Münchner Musikhochschule.

1994 erhielt der orpheus chor beim Internationalen Chorwettbewerb in Riva das goldene Diplom, im Jahr 2000 wurde die Arbeit des orpheus chores mit der Orlando-di-Lasso-Medaille des Bayerischen Sängerbundes honoriert.

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