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XXX. Olympische Sommerspiele
Logo der Olympischen Spiele 2012
Teilnehmende Nationen
Teilnehmende Athleten
Wettbewerbe 301 in 26 Sportarten
Eröffnung 27. Juli 2012
Schlussfeier 12. August 2012
Eröffnet durch
Olympischer Eid
Olympische Fackel

Die Olympischen Sommerspiele 2012 (offiziell Spiele der XXX. Olympiade genannt) sollen vom 27. Juli bis 12. August 2012 in London stattfinden. London ist damit die erste Stadt, die zum dritten Mal Gastgeber sein wird; bereits 1908 und 1948 waren hier die Olympischen Sommerspiele ausgetragen worden.

Bewerbung Bearbeiten

Übersicht über die Kandidatenstädte Bearbeiten

London Bearbeiten

London 2012 Candidate City Logo

Bewerbungslogo

London 2012 train

Zug der London Underground mit einer Werbelackierung für die Olympiakandidatur

L'Hotel de Ville, Paris 2012

Das Logo der Pariser Kandidatur an der Fassade des Rathauses

Birmingham und Manchester waren 1992 bzw. 1996 und 2000 mit ihren Kandidaturen gescheitert. Den Verantwortlichen war deshalb klar, dass nur die Metropole London eine Chance haben würde.

Paris Bearbeiten

Paris 2012 Candidate City Logo

Bewerbungslogo

Paris war von vielen als Favorit für die Vergabe der Olympischen Sommerspiele angesehen worden. Bereits zweimal in jüngerer Vergangenheit war die Hauptstadt Frankreichs gescheitert: 1992 erhielt Barcelona den Vorzug, 2008 Peking. Der Plan war sehr kompakt und sah zwei olympische Zentren vor, das nördliche Zentrum um das Stade de France und das südliche Zentrum um den Parc des Princes. Das olympische Dorf wäre in der Mitte zwischen den beiden Zentren gebaut worden. Die Kandidatur galt als technisch hochstehend: Die meisten vorgesehenen Wettkampfstätten existierten schon, auch das Verkehrskonzept galt als ausgereift.

Madrid Bearbeiten

Die spanische Hauptstadt hatte sich in einer landesinternen Ausscheidung gegen Sevilla durchgesetzt. Madrid wollte „Spiele der kurzen Distanzen“ mit drei nahe beieinander liegenden Zentren durchführen. Da die meisten Anlagen bereits existieren, wäre eine Austragung der Spiele in Madrid die kostengünstigste Variante gewesen. Das größte Hindernis für eine erfolgreiche Bewerbung Madrids war, dass bereits 1992 die Sommerspiele in Spanien (Barcelona) ausgetragen wurden.

New York Bearbeiten

NYC 2012 Candidate City Logo

Bewerbungslogo

2002 hatte sich New York landesintern gegen San Francisco durchgesetzt. Das Konzept sah Zentren in den Stadtteilen Manhattan, Queens und Brooklyn vor. Weltbekannte Sportarenen wie das Yankee Stadium, der Madison Square Garden und das Tenniszentrum von Flushing Meadows hätten genutzt werden können. Die New Yorker Kandidatur erhielt einen Dämpfer, nachdem die Finanzierung des geplanten Olympiastadions an der West Side von Manhattan gescheitert war.

Moskau Bearbeiten

Moscow 2012 Candidate City Logo

Bewerbungslogo

Die Kandidatur Moskaus sah vor, die meisten der Wettkampfanlagen wieder zu verwenden, die für die Sommerspiele 1980 gebaut worden waren. Die Kandidatur Moskaus war jedoch wenig detailliert ausgearbeitet worden. Weitere Schwachpunkte waren die mangelnden Unterkunftsmöglichkeiten und akute Verkehrsprobleme. Außerdem wurde bezweifelt, dass die teilweise veralteten Sportanlagen rechtzeitig renoviert werden könnten.

Auswahlverfahren Bearbeiten

Nationales Auswahlverfahren in Deutschland Bearbeiten

Beim NOK reichten fünf Städte und Regionen Bewerbungen für das olympische Turnier ein: Hamburg, Düsseldorf, das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart und Leipzig. Im nationalen Auswahlverfahren konnte sich Leipzig durchsetzen.

Internationales Auswahlverfahren Bearbeiten

Das IOC hatte für die Ausrichtung der XXX. Olympischen Sommerspiele die Kandidaturen folgender Bewerberstädte akzeptiert: London (GBR), Madrid (ESP), Moskau (RUS), New York (USA) und Paris (FRA). Die Städte Havanna (CUB), Istanbul (TUR), Leipzig (GER) und Rio de Janeiro (BRA) waren bereits ein Jahr zuvor im Vorauswahlverfahren abgelehnt worden.

Die Entscheidung über den Austragungsort fiel während der 117. Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees in Singapur am 6. Juli 2005. In der ersten Runde schied Moskau aus, New York folgte in der zweiten und Madrid in der dritten Runde. Schließlich gewann London in der vierten Runde mit 54 zu 50 Stimmen gegen Paris. Nachstehend die Ergebnisse der Wahlgänge:

Ergebnis der Wahl des Austragungsortes 2012
Ort Land Runde 1 Runde 2 Runde 3 Runde 4
London Flag of the United Kingdom Vereinigtes Königreich 22 27 39 54
Paris FrankreichFlag of France Frankreich 21 25 33 50
Madrid SpanienFlag of Spain Spanien 20 32 31
New York Vereinigte StaatenFlag of the United States Vereinigte Staaten 19 16
Moskau RusslandFlag of Russia Russland 15

Die Anzahl der abgegebenen Stimmen stieg von Wahlgang zu Wahlgang, da die IOC-Mitglieder aus den Ländern der Kandidatenstädte erst nach deren Ausscheiden mitstimmen durften.

Zur Abstimmung gegen Paris sollen unter anderem beleidigende Äußerungen des französischen Präsidenten Jacques Chirac über die finnische, englische und schottische Küche beigetragen haben. Entsprechende Äußerungen bei einem Regierungstreffen mit Wladimir Putin und Gerhard Schröder in Moskau wurden von der französischen Zeitung Liberation kolportiert und machten am Tag vor der Abstimmung weltweit Schlagzeilen[1]. Von den so angegriffenen Nationen waren nur zwei finnische IOC Mitglieder bei der abschließenden, 54-50 ausgegangenen Abstimmung beteiligt. Dem im Falle eines Gleichstandes entscheidenden IOC Präsidenten waren Sympathien für Paris unterstellt worden. Daher wurde in etlichen Presseberichten angenommen, diese Kommentare Chiracs hätten die Abstimmung für London entschieden[2].

Wettkampfprogramm Bearbeiten

Wettkampforte Bearbeiten

Die Wettkampforte bei den Olympischen Sommerspielen 2012 werden eine Kombination aus neu zu errichtenden, bereits bestehenden und temporären Anlagen sein. Einige davon sind sehr bekannt, wie z.B. der Hyde Park, Wimbledon und die Horse Guards Parade. Absicht der Organisatoren ist, dass die Anlagen nach den Spielen möglichst geringe Folgekosten nach sich ziehen sollen. So wird die Größe einiger Anlagen nach 2012 reduziert, während die meisten temporären Anlagen abgebrochen und an anderen Orten in Großbritannien wieder aufgebaut werden.

Die meisten Wettkampfanlagen werden drei verschiedenen Zonen innerhalb von Greater London zugeordnet, die Olympic Zone (Olympische Zone), die River Zone (Flusszone) und die Central Zone (Zentrale Zone). Darüber hinaus gibt es einige Wettkampfanlagen außerhalb Londons.

Olympische Zone Bearbeiten

Im Stadtteil Stratford, rund sechs Kilometer östlich des Stadtzentrums, entsteht am Fluss Lea der Olympiapark. Auf dem 200 Hektar großen Gelände befinden sich zurzeit einige Industriebetriebe sowie ein stillgelegter Güterbahnhof. Der Olympiapark wird mit der London Underground, mehreren Vorort-Eisenbahnlinien und der Docklands Light Railway leicht zu erreichen sein. Im neuen Bahnhof Stratford International am Channel Tunnel Rail Link werden Eurostar-Züge und ein Shuttlezug mit dem Namen Olympic Javelin („Olympischer Speer“) halten.

Der Olympiapark wird folgende Anlagen umfassen:

Flusszone Bearbeiten

Die Flusszone umfasst vier Wettkampfstätten im Osten Londons beiderseits der Themse, wenige Kilometer südlich des Olympiaparks gelegen:

Zentrale Zone Bearbeiten

Die zentrale Zone besteht aus allen übrigen Wettkampfstätten in Greater London. Diese sind über das Stadtzentrum und den Westen der Stadt verteilt:

Außerhalb Londons Bearbeiten

Drei Wettkampfanlagen befinden sich knapp außerhalb der Stadtgrenze:

Die Weymouth and Portland National Sailing Academy zwischen Weymouth und der Insel Portland befindet sich rund 190 Kilometer entfernt vom Stadtzentrum Londons an der Südküste Englands; dort werden die Wettkämpfe im Segeln ausgetragen.

Die Vorrunden des olympischen Fußball-Turniers werden in bereits bestehenden Stadien in ganz Großbritannien ausgetragen:

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Chirac's reheated food jokes bring Blair to the boil im Guardian vom 5. Juli 2005 (in englischer Sprache)
  2. Oly rivals revive old feud (engl. ‚Olympiarivalen lassen alte Fehde aufleben‘), Deseret News, Salt Lake City, am 6. Juli 2005 von William J. Kole, Associated Press (in englischer Sprache)

Weblinks Bearbeiten



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