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Olaf Pollack (* 20. September 1973 in Räckelwitz) ist ein ehemaliger deutscher Radprofi.

KarriereBearbeiten

Pollack startete seine Sportlerkarriere 1976 als Turner und übte diesen Sport bis 1983 aus. Seitdem ist er Radsportler. 1987 trat er in den RSC Cottbus ein und wurde an die Sporthochschule Cottbus aufgenommen, wo er sich zunächst auf den Bahnradsport konzentrierte und auch Sechstagerennen bestritt. 1995 verlegte er sich auch auf den Straßenradsport.

Olaf Pollack nahm in seiner Karriere einmal an der Tour de France und viermal am Giro d’Italia teil. Sprinten und kurze Zeitfahren waren seine Spezialität.

Olaf Pollack war bereits vor seiner ersten Anstellung als Straßenradprofi beim Team Agro-Adler Brandenburg 1997 für den Bund Deutscher Radfahrer auf der Bahn aktiv und wurde 1994 in Palermo erstmals Weltmeister mit dem Bahn-Vierer, als er in den Vorläufen für das deutsche Team antrat.

Seine ersten Profi-Erfolge auf der Straße mit dem Team Agro-Adler Brandenburg feierte Pollack 1997, als er eine Etappe der Niedersachsen-Rundfahrt und zwei Tagesabschnitte beim Classico RCN in Kolumbien gewann. Im Jahr darauf gelangen Pollack mit jeweils zwei Etappensiegen bei der Slowenien-Rundfahrt und bei der Olympia’s Tour vier Siege. Eine weitere Etappe der Niedersachsen-Rundfahrt konnte der Sprinter 1999 für sich entscheiden, als ihm auch der Gewinn einer Etappe der Friedensfahrt gelang.

Auf der Bahn errang Pollack inzwischen den Europameistertitel im Omnium 1997 und zwei Jahre später wurde Pollack Weltmeister mit dem Bahn-Vierer und holte Bronze im Zweier-Mannschaftsfahren.

Zur Saison 2000 verließ Pollack das Agro-Adler-Team und wechselte zu Gerolsteiner. Beim Team aus der Eifel konnte Pollack in seinem ersten Jahr drei weitere Etappensiege bei der Niedersachsen-Rundfahrt - darunter den Prolog - und den Gewinn der Sprintwertung feiern. Bei der Vodacom Rapport Toer in Südafrika, wo er eine Etappe und den Prolog für sich entschied, und bei der Tasmanien-Tour, war Pollack weitere drei Mal siegreich.

Im Jahr 2000 feierte Olaf Pollack auch den größten Erfolg seiner Karriere, als er bei den Olympischen Spielen mit dem Bahn-Vierer die Goldmedaille für Deutschland gewann.

Im Jahr 2001 konnte Pollack mit Rund um die Nürnberger Altstadt ein weiteres Rennen in Deutschland für das Team Gerolsteiner gewinnen, außerdem lag er in der Sprintwertung der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt vorne.

Sein an Siegen gemessen erfolgreichstes Jahr brachte Pollack 2002 hinter sich, als er die Niedersachsen-Rundfahrt gewann und dort zudem das Sprinttrikot und zwei Etappensiege errang. Im selben Jahr siegte er auch auf Tagesabschnitten der Hessen-Rundfahrt, der Friedensfahrt und der Dänemark-Rundfahrt und entschied die Eintagesfahrt Groningen-Münster für sich.

2003 nahm Pollack zum ersten und einzigen Mal an der Tour de France teil, die er nicht beendete, bei der er aber einen Etappensieg wegen eines Massensturzes kurz vor dem Zielstrich nur knapp verpasste. Siege gelangen ihm 2003 auf einer Etappe der Deutschland-Tour 2003 und der Niedersachsen-Rundfahrt, ebenso gewann er die Sprintwertung der Bayern-Rundfahrt.

Einen Etappensieg bei der Sachsen-Tour und mehrere Podestplätze beim Giro d'Italia sowie einen Tag im im Rosa Trikot des Gesamtführenden des Giro fügte er 2004 seiner Erfolgsliste hinzu.

Zur Saison 2005 verließ der Sprinter das Gerolsteiner-Team und wechselte zum T-Mobile Team. 2006 fuhr Pollack beim Giro erneut einen Tag lang im Rosa Trikot des Gesamtführenden. Im gleichen Jahr gewann Pollack auch einen Abschnitt der Dänemark-Rundfahrt sowie zwei Etappen und die Sprinterwertung der erstmalig ausgetragenen Tour of California.

Nach zwei Jahren wurde Pollack vom T-Mobile-Team aussortiert und unterschrieb für 2007 einen Vertrag bei Wiesenhof-Felt. Für seine neue Mannschaft holte er einen Etappensieg beim Critérium International und behielt zudem im Hauptrennen der Nienburger Citynacht die Oberhand. Mehrere Male nahm er ab diesem Jahr auch wieder an Sechstagerennen teil.

Auf der Bahn erreichte Pollack 2007 drei deutsche Vizemeistertitel in der Einerverfolgung, der Mannschaftsverfolgung und im Madison und kehrte im August 2007 nach mehrjähriger Pause in die Bahn-Nationalmannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer zurück.

Nach der Auflösung des Wiesenhof-Teams unterschrieb er 2008 einen Ein-Jahres-Vertrag beim österreichischen Team Volksbank, für das er eine Etappe der Bayern-Rundfahrt gewinnen konnte. Im selben Jahr wurde Pollack Vizeweltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren auf der Bahn und nahm an den olympischen Spielen in Peking teil.

2009 startete Pollack für den RSC Cottbus in Bahnrennen. Am 18. September 2009 wurde allerdings bekannt, dass Pollack bei einer Trainingskontrolle der Nationalen Anti-Doping-Agentur am 6. Juli 2009 positiv getestet wurde. Pollack beantragte eine Gegenanalyse.[1] Im April 2010 akzeptierte Pollack, der inzwischen wegen einer Augenerkrankung seine Karriere beendete hatte, die Sperre bis September 2011.[2] Pollack wurden seine beiden Deutschen Meister-Titel aus dem Jahre 2009 im Punktefahren und im Zweier-Mannschaftsfahren nachträglich aberkannt.[3]

Pollack ist verheiratet, hat eine Tochter (* 2004) namens Celina und wohnt in Kolkwitz bei Cottbus.

Teams Bearbeiten

Olaf Pollack

Olaf Pollack während der Küstentour 2007

Erfolge Bearbeiten

Straße
Bahn
  • 1994
    • Fahrer in den Vorläufen für die späteren deutschen Weltmeister, Bahn-Vierer
  • 1997
    • 1.Platz Europameisterschaften, Omnium
  • 1999
  • 2000
  • 2007
  • 2008
    • 2. Platz Weltmeisterschaften, Zweier-Mannschaftsfahren

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wu besiegt Elfjährige, Spanien im Halbfinale der Basketball-EM, Spiegel Online, 18. September 2009
  2. Radsport-news.com: "Pollack akzeptiert zweijährige Sperre" abgerufen am 9. April 2010
  3. Radsport-news.com: "BDR erkennt Pollacks Bahntitel von 2009 ab"

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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