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Nico Hülkenberg
Nico Hulkenberg 2010 Malaysia
Nation: DeutschlandFlag of Germany Deutschland
Formel-1-Weltmeisterschaft
Status: Testfahrer
Erster Start: Großer Preis von Bahrain 2010
Letzter Start: Großer Preis von Abu Dhabi 2010
Konstrukteure
2010: Williams
Statistik
WM-Bilanz: WM-14. (2010)
Starts Siege Poles SR
19 1
WM-Punkte: 22
Podestplätze:
Führungsrunden:

Nicolas „Nico“ Hülkenberg (* 19. August 1987 in Emmerich) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er wurde 2009 Meister der GP2-Serie und gab 2010 bei Williams sein Debüt in der Formel 1. 2011 ist er als Testfahrer bei Force India in der Formel 1 unter Vertrag.

Karriere Bearbeiten

Anfänge im Motorsport Bearbeiten

Hülkenberg begann als Neunjähriger mit dem Kartsport. Mit 15 Jahren sicherte er sich 2002 die Deutsche Juniorenmeisterschaft mit zehn Siegen. Ein Jahr später (2003) gewann er auch die reguläre Deutsche Kartmeisterschaft (DKM). Diese Erfolge ebneten ihm den Weg zu einer Formelkarriere.

Nico Hülkenberg

Hülkenberg im Dallara-Mercedes der Formel-3-Euroserie, 2008

2005 stieg Hülkenberg in die deutsche Formel BMW ein, wo er auf Anhieb mit acht Siegen Meister wurde. Beim anschließenden Formel-BMW-Weltfinale wurde er Dritter. 2006 startete er im deutschen Formel-3-Cup und war dort bereits in seinem vierten Rennen erstmals siegreich. In der Gesamtwertung belegte er den fünften Platz. Diese Leistungen brachten ihm eine Nominierung für das deutsche Team in der A1 Grand Prix-Serie ein, das er im Winter 2006/2007 mit insgesamt neun Siegen zum Titel führte.

Der nächste Karriereschritt war der Aufstieg in die Formel-3-Euroserie, in der er 2007 für das französische Meisterteam ASM Formule 3 antrat. Während sein Teamkollege Romain Grosjean den Meistertitel einfuhr, gewann Hülkenberg vier Rennen und belegte als bester Neueinsteiger hinter Grosjean und Sébastien Buemi den dritten Gesamtrang. Außerdem gewann er das prestigeträchtige Formel-3-Masters in Zolder. Das Formel-1-Team Williams lud Hülkenberg daraufhin zu Testfahrten im Winter 2007/2008 ein. Er überzeugte den britischen Rennstall schnell von seinen Fähigkeiten und erhielt einen Testfahrervertrag für die Saison 2008.

Nico Hulkenberg 2009 GP2 Monaco

Hülkenberg wurde 2009 Meister der GP2-Serie

Zeitgleich absolvierte Hülkenberg für ASM, das inzwischen in ART Grand Prix umbenannt worden war, ein weiteres Jahr in der Formel-3-Euroserie und begann die Saison als einer der Titelfavoriten. Der Deutsche erfüllt die in ihn gesetzten Erwartungen und gewann den Meistertitel mit sechs Siegen bereits ein Rennwochenende vor Schluss. Am letzten Rennwochenende schloss er die Saison mit einem weiteren Sieg ab.

Im anschließenden Winter 2008/2009 startete er für ART Grand Prix bei vier Rennen der GP2-Asia-Serie und beendete alle Rennen unter den besten vier Piloten. Obwohl er an weniger als der Hälfte der Rennen teilgenommen hatte, belegte er in der Gesamtwertung den sechsten Platz. In der anschließenden Saison der europäischen GP2-Serie, die größtenteils im Rahmenprogramm der Formel 1 ausgetragen wurde, blieb Hülkenberg bei ART Grand Prix und erhielt mit Pastor Maldonado einen routinierten Teamkollegen. Nachdem er schon zweimal auf dem Podest gestanden hatte, übernahm er beim fünften Saisonlauf auf dem Nürburgring mit zwei Siegen, zwei schnellsten Runden und der Pole-Position die Führung in der Meisterschaft von seinen ehemaligen Formel-3-Rivalen Grosjean. Mit weiteren Siegen in Budapest, Valencia und Portimão gewann er den Titel[1] und wurde zudem der fünfte Fahrer in der GP2-Serie, der mindestens 100 Punkte in einer Saison erzielen konnte. Hülkenbergs größter Konkurrent, Romain Grosjean, hatte die GP2-Serie vorzeitig in Richtung Formel 1 verlassen.

Formel 1 Bearbeiten

Nico Hulkenberg 2010 Malaysia 3rd Free Practice

Hülkenberg im Williams beim Großen Preis von Malaysia 2010

Nachdem Hülkenberg auch 2009 als Testfahrer für Williams aktiv war, erhielt er 2010 ein Stammcockpit im Williams, wo er Teamkollege von Rubens Barrichello wurde.[2] Bereits bei seinem dritten Grand Prix in Malaysia holte er als Zehnter seinen ersten WM-Punkt. Beim Großen Preis von Ungarn erzielte er als Sechster seine beste Saisonplatzierung. Beim Großen Preis von Brasilien erzielte Hülkenberg in seinem 18. Qualifying seine erste Pole-Position in der Formel 1. Der Rennfahrer kam am besten mit der abtrocknenden Strecke zurecht und hatte über eine Sekunde Vorsprung auf den zweitplatzierten Sebastian Vettel. Im Rennen gelang es ihm nicht die Führungsposition zu verteidigen. Schon beim Start musste er die erste Position an Vettel abgeben. Hülkenberg kam auf dem achten Platz ins Ziel. Der Deutsche kam in der zweiten Saisonhälfte mehrfach in die Punkteränge und beendete die Saison auf dem 14. Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Zwar lag er in der Gesamtwertung hinter seinem Teamkollegen, in der zweiten Saisonhälfte konnte er sich aber mehrmals gegen Barrichello durchsetzen.

Nach dem letzten Rennen der Saison 2010 gab Hülkenberg bekannt, dass er in der Saison 2011 nicht mehr für Williams antreten wird.[3] Im Januar 2011 wurde er schließlich als Test- und Ersatzfahrer von Force India für die Saison 2011 unter Vertrag genommen.[4]

Persönliches Bearbeiten

  • Hülkenberg wird mit Vornamen zumeist „Nico“ gerufen. Da es mit Nico Rosberg aber bereits einen deutschen Rennfahrer gibt, der von der Öffentlichkeit mit diesem Vornamen identifiziert wird, nennen Medien und Fans Hülkenberg gerne „Hülk“ (in Anlehnung an die mit übernatürlichen Kräften ausgestattete Comicfigur Hulk), „Hülki“ (in Erinnerung an Michael „Schumi“ Schumacher) oder „Hülkinator“ (als Anspielung auf den Filmhelden Terminator).[5]
  • Hülkenbergs Vater Klaus Dieter betreibt in Emmerich die Hülkenberg Spedition KG, in der Sohn Nico eine Ausbildung zum Speditionskaufmann absolvierte.
  • Hülkenbergs Manager Willi Weber betreute auch schon Michael und Ralf Schumacher.

Statistik Bearbeiten

Karrierestationen Bearbeiten

* Teamplatzierung

Statistik in der Formel 1 Bearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2010 AT&T Williams Williams FW32 Cosworth 2.4 V8 19 1 22 14.
Gesamt 19 1 22

Einzelergebnisse Bearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
2010 Flag of Bahrain Flag of Australia Flag of Malaysia Flag of the People's Republic of China Flag of Spain Flag of Monaco Flag of Turkey Flag of Canada Flag of Europe Flag of the United Kingdom Flag of Germany Flag of Hungary Flag of Belgium (civil) Flag of Italy Flag of Singapore Flag of Japan Flag of South Korea Flag of Brazil Flag of the United Arab Emirates
14 DNF 10 15 16 DNF 17 13 DNF 10 13 6 14 7 10 DNF 10 8 16
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. „Hülkenberg GP2-Meister, Razia Überraschungssieger“ (Motorsport-Total.com am 13. September 2009)
  2. „Offiziell: Hülkenberg fährt 2010 für Williams“ (Motorsport-Total.com am 2. November 2009)
  3. „Aus für Hülkenberg bei Williams“ (Motorsport-Total.com am 15. November 2010)
  4. „Offiziell: Force India holt di Resta und Hülkenberg ins Team“ (Motorsport-Total.com am 26. Januar 2011)
  5. „Hülkenberg soll Testvertrag bei Williams bekommen“ (Motorsport-total.com am 10. Dezember 2007)

Weblinks Bearbeiten

Teams und Testfahrer der Formel-1-Weltmeisterschaft 2011
Red Bull McLaren Ferrari Mercedes Renault Williams Force India Sauber Toro Rosso Lotus HRT Virgin
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  • Hülkenberg
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