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Der Musikdirektor (lat. director musices; Abk. MD) war ursprünglich der Titel des leitenden beamteten Musikers einer Stadt in Deutschland und Österreich; so waren beispielsweise Johann Sebastian Bach Musikdirektor in Leipzig, Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg, Robert Schumann in Düsseldorf.

Seit dem 19. Jahrhundert wird der Titel verliehen an die Leiter musikalischer Einrichtungen wie Städtischer Blasorchester oder Gesangvereinen. Spezielle Titel sind beispielsweise Städtischer Musikdirektor oder Stadtmusikdirektor, Universitätsmusikdirektor (UMD), Kirchenmusikdirektor (KMD), Landeskirchenmusikdirektor (LKMD), oder Stiftsmusikdirektor (z. B. im Evangelischen Stift Tübingen).

In manchen katholischen Diözesen führen die Leiter der Referate für Kirchenmusik auch den Titel Diözesankirchenmusikdirektor (DKMD) oder Diözesanmusikdirektor (DMD).

Der Titel wurde in früheren Zeiten verliehen von Fürsten, Herzögen oder Königen, heutzutage dagegen von Kommunalbehörden, Universitäten oder kirchlichen Institutionen.

In größeren Städten erhält der Musikdirektor häufig den Titel Generalmusikdirektor (Abk. GMD). Dieser Titel wurde erstmals 1819 in Berlin für Gaspare Spontini vergeben. Daniel Barenboim ist beispielsweise seit 1992 GMD der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

Weitere musikalische Ämter und Tätigkeiten sind Intendant, Musikalischer Leiter, Künstlerischer Leiter, Verwaltungsleiter, Dirigent, Kapellmeister und Hofkapellmeister.

Namhafte Generalmusikdirektoren Bearbeiten



en:Music director ja:音楽監督 ru:Генеральмузикдиректор

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