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Mother Hood e.V.
Rechtsform gemeinnütziger Verein
Gründung 2015, Essen, Deutschland
Sitz Bonn, Deutschland
Aktionsraum Deutschland
Schwerpunkt Schwangerschaft, Geburt
Methode Gewaltfreiheit, Lobbyismus, Wissenschaft, Aufklärung
Freiwillige ca. 80 Ehrenamtliche
Mitglieder 490 (Jan.2018)
Website Mother Hood

Mother Hood e.V. wurde im März 2015 von einer Gruppe Eltern in Essen, Deutschland, als gemeinnütziger Verein gegründet. Primäres Ziel ist die Verbesserung der Geburtshilfe, sowie die Aufklärung und Information zu Schwangerschaft und Geburt. Im Sommer 2017 erhielt der Verein mediale Aufmerksamkeit z.B. durch eine "Reisewarnung" für Schwangere.[1][2]

Mother Hood e.V. hatte nach eigenen Angaben im Jahr 2017 rund 80 aktive Ehrenamtliche, die in 12 Stadtgruppen bundesweit agieren. Zudem ist der Verein Mitglied im Netzwerk für Geburtskultur und international vernetzt. Seit 2017 ist die Schauspielerin Lisa Martinek offizielle Botschafterin von Mother Hood e.V.[3]

Geschichte Bearbeiten

Im Februar 2014 verkündete die Nürnberger Versicherung ihren Ausstieg aus der Berufshaftpflichtversicherung von freiberuflichen Hebammen.[4] Zu diesem Zeitpunkt war die Nürnberger Versicherung Teil eines Versicherungsverbundes, welchem ohne die Beteiligung der Nürnberger der Zusammenbruch drohte, da keine andere Versicherung bereit war, den freiwerdenden Teil zu übernehmen. Dies hätte für die freiberuflichen Hebammen zum Sommer 2015 den Effekt eines Berufsverbotes gehabt, da Hebammen als Angehörige der Heilberufe verpflichtet sind, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen.

Die Nachricht vom drohenden Aus für die freiberuflichen Hebammen schlug in den sozialen Medien ein, während die Resonanz in den Printmedien eher verhalten war. Insbesondere Frauen und Mütter mit noch vorhandenem Kinderwunsch reagierten. Noch am selben Tag gründeten einige Eltern die Gruppe Hebammenunterstützung auf Facebook, die zunächst einen Sammelpunkt für den Elternprotest darstellte und innerhalb von 24 Stunden mehr als 60.000 Mitglieder generierte. In den folgenden Monaten wurden aus dieser Gruppe heraus zahlreiche Demonstrationen, Mahnwachen und andere Protestaktionen organisiert[5]. Um als Elterninitiative professionell arbeiten zu können, wurde ein Jahr später von den Aktiven der gemeinnützige Verein Mother Hood gegründet.

Ziele Bearbeiten

Während das drohende Berufsverbot für freiberufliche Hebammen durch aktiven Protest und politische Arbeit 2014 erst einmal abgewendet werden konnte (Einführung des Sicherstellungszuschlages[6]), stellte sich die gesamte Situation der Geburtshilfe und der Schwangerenversorgung trotzdem als schwierig dar. Bereits zur Vereinsgründung im März 2015 bestand ein großer Teil der Arbeit nicht mehr nur aus Demonstrationen und Protest, sondern aus vielfältigen Tätigkeiten. So arbeitet Mother Hood e.V. heute im wissenschaftlichen Bereich (Durchführung von Studien, Übersetzungen von relevanten Fachtexten), sitzt auf politischer Ebene z.B. mit an Runden Tischen und veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Informationen und Aufklärung[7].

Aktivitäten Bearbeiten

Noch als Elternprotest startete die Elterninitiative 2014 die Aktion "Triff deinen Abgeordneten", bei der über 100 Landtags- und Bundestagsabgeordnete durch Vereinsaktive informiert wurden.

Mother Hood e.V. sitzt inzwischen an einigen Runden Tischen und weiteren Gremien auf politischer Ebene.[8]

Der Film "Die sichere Geburt" ging 2017 in Kooperation mit Mother Hood e.V. auf Kinotournee und wurde in zahlreichen Städten mit anschließenden Podiumsdiskussionen gezeigt.[9]

Auftritte waren im Fernsehen bei Stern TV, WDR, NDR uvm.[10]

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-aktuell/video-reisewarnung-fuer-schwangere-100.html
  2. http://www.deutschlandfunk.de/hebammenmangel-reisewarnung-fuer-schwangere-in-bestimmten.1769.de.html?dram:article_id=390801
  3. http://www.mother-hood.de/ueber-uns/botschafter.html
  4. http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/nurnberger-versicherung-sperrt-hebammen-aus-1.3460443
  5. http://www.kn-online.de/Nachrichten/Politik/Eltern-und-Hebammen-demonstrieren-in-Kiel-fuer-Rettung-des-Berufsstandes
  6. https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/ambulante_leistungen/hebammen/sicherstellungszuschlag/sicherstellungszuschlag.jsp
  7. http://www.mother-hood.de/sichere-geburt/publikationen.html
  8. http://www.mother-hood.de/aktivitaeten/politische-gremien.html
  9. http://www.mother-hood.de/aktuelles/aktuelles/die-sichere-geburt.html
  10. http://www.mother-hood.de/aktuelles/aktuelles.html


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