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Mobil mit Behinderung e.V.
Rechtsform eingetragener Verein
Gründer Heinrich Buschmann u.a.
Gründung 2001
Sitz Jockgrim
Aktionsraum gesamte Bundesrepublik
Schwerpunkt Erwerb und Erhalt persönlicher Mobilität
Methode Hilfe zur Selbsthilfe
Angestellte 0
Mitglieder ca. 4000
Motto Keine Inklusion ohne Mobilität
Website http://mobil-mit-behinderung.de

Der Verein Mobil mit Behinderung e.V. (MMB) ist bundesweit in Deutschland tätig und als gemeinnützig und mildtätig anerkannt[1]. Er berät Menschen mit Behinderung beim behindertengerechten Umbau von KFZ und unterstützt sie bei der Beschaffung im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe. Er hat seinen Sitz in Jockgrim.

Der Verein finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Die ehrenamtlichen Berater haben entweder selbst eine Behinderung oder betreuen ein behindertes Familienmitglied. Alle Aktiven arbeiten im Ehrenamt. So können die Kosten auf das Notwendigste beschränkt werden und die Spenden kommen dort an, wo sie benötigt werden.

Ein behindertengerecht angepasstes Fahrzeug kann schnell im sechsstelligen Bereich landen. Was für Otto Normalverbraucher schon kaum realisierbar ist, liegt für einen behinderten Menschen weit außerhalb seiner Möglichleiten. Während behinderte Arbeitnehmer im Rahmen der Teilhabe am Arbeitsleben durch die Arbeitsagenturen oder die Rentenversicherungsträger zumindest Zuschüsse erhalten, haben nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Rentner oder Eltern behinderter Kinder kaum Möglichkeiten, einen Kostenträger zu finden.

Ein Netzwerk eigens geschulter Berater unterstützt die Menschen dabei, das richtige Fahrzeug zu finden und von spezialisierten Werkstätten auf ihre Bedarfe anpassen zu lassen. Gleichzeitig hilft der Verein seinen Mitgliedern, die Finanzierung der Fahrzeuge zu realisieren und verfolgt die Rechtsprechung zum Thema.

Gemeinsam mit dem Forum für selbstbestimmte Assistenz e.V. (ForseA) und der Stiftung Inklusion durch Mobilität e.V. (IDM) hat der MMB ein Aktionsbündnis[2] gegründet, um den Gesetzgeber bei der Umsetzung der Rechte behinderter Menschen zu unterstützen.

In mehreren Städten hat der MMB so genannte Mobiltreffs eingerichtet bei denen sich Vereinsmitglieder und Interessierte regelmäßig treffen.

Derzeit gibt es Mobiltreffs in: Berlin, Karlsruhe, Marburg-Biedenkopf und Neumünster.

Im Januar 2015 wurde der Vereinsgründer und 1. Vorsitzende, Heinrich Buschmann, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.[3]

Entstehung und Geschichte Bearbeiten

Ein Beinahe-Unfall brachte 1999 den Initiator des Vereins, Heinrich Buschmann, auf die Idee, eine Internet Plattform zu schaffen, auf der Behinderte sich über technische Lösungen austauschen können. Diese Plattform wurde auf Basis einer Mailing-Liste aufgebaut und Rollinet(t) genannt[4].

In den folgenden zwei Jahren bildete sich im Rollinet(t) eine Gruppe, die den Unterstützungsgedanken weiter führen wollte. Die begrenzten Möglichkeiten einer Mailingliste waren aber hierzu nicht ausreichend. So wurde der Verein Mobil mit Behinderung (MMB) gegründet und im Jahr 2001 im Vereinsregister eingetragen.

Das Rollinet(t) besteht unabhängig davon als Interessengemeinschaft weiter. Inzwischen stellt der MMB dem Rollinet(t) nur noch die Technik zur Verfügung und verfolgt weiter gehende Ziele.

Kooperationspartner Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise und Quellen Bearbeiten

  1. Freistellungsbescheid des Finanzamtes Speyer, GEM 41.3720
  2. Mobil mit Behinderung e.V.: MMB e. V. | Aktivitäten des Aktionsbündnisses MMB-IDM-ForseA. Abgerufen am 6. August 2017.
  3.  Verein „Mobil mit Behinderung“: Bundesverdienstkreuz für Jockgrimer Heinrich Buschmann. In: Pfalz-Express. (http://www.pfalz-express.de/verein-mobil-mit-behinderung-bundesverdienstkreuz-fur-jockgrimer-heinrich-buschmann/).
  4. Wer ist Rollinet(t). Abgerufen am 5. August 2017.


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