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Mirko Votava
Personalia
Name Miroslav Votava
Geburtstag 25. April 1956
Geburtsort PragTschechoslowakei
Größe 181 cm
Position Mittelfeldspieler

Miroslav „Mirko“ Votava (* 25. April 1956 in Prag) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer.

Leben Bearbeiten

Jugend Bearbeiten

Der gebürtige Tscheche „Mirko“ Votava spielte als Kind in der damaligen Tschechoslowakei bei Dukla Prag und kam mit seinen Eltern während des Prager Frühlings 1968 nach Deutschland. Von dort zog die Familie zwar zunächst nach Australien, kehrte aber bald wieder nach Deutschland zurück. Fortan spielte Mirko gemeinsam mit seinem älteren Bruder Josef Votava in der Jugendmannschaft des VfL Witten und besuchte in Witten-Annen die Freiligrathschule.

Profikarriere Bearbeiten

1973 wechselte Josef Votava, der als der talentiertere der Brüder galt, zu Borussia Dortmund, das nach einem Abstieg aus der Bundesliga zu dieser Zeit in der Regionalliga, der damals zweithöchsten Spielklasse, spielte. Noch während der gleichen Saison kam auch Mirko, der 1973 in die Jugendmannschaft des BVB gewechselt war, als Jugendlicher zu seinen ersten Einsätzen in der Profimannschaft. Als Ablösesumme zahlte Borussia Dortmund an den damaligen Verbandsligisten Witten 1500 Mark. Für die Saison 1974/1975 erhielt Mirko einen Profivertrag und war auf Anhieb Stammspieler in der neu eingerichteten 2. Fußball-Bundesliga. Er spielte zunächst als Vorstopper, später kam er hauptsächlich als defensiver Mittelfeldspieler zum Einsatz. Während Josefs Zeit bei Borussia Dortmund nach zwei Spielzeiten bereits beendet war, stieg Mirko mit dem BVB 1976 in die Bundesliga auf und war dort bis 1982 aktiv. In dieser Zeit bestritt er 189 Bundesligaspiele und erzielte 25 Tore.

1978 erhielt Votava die deutsche Staatsangehörigkeit, zuvor spielte er während seiner ersten Profijahre als Staatenloser.

1982 wechselte er nach Spanien zu Atlético Madrid, wo er es in der Primera División bis 1985 auf 95 Einsätze mit neun Toren brachte. Danach ging Votava zurück in die deutsche Bundesliga zu Werder Bremen. Hier spielte er bis in die Saison 1996/97 357 Mal, erzielte 18 Tore und feierte – lange Zeit als Kapitän der Mannschaft – unter Trainer Otto Rehhagel seine größten Erfolge: Mit Werder wurde er 1988 und 1993 Deutscher Fußballmeister, 1991 und 1994 DFB-Pokalsieger und 1992 Europapokalsieger der Pokalsieger. Während der Saison 1996/1997 wechselte er schließlich in die 2. Bundesliga zum VfB Oldenburg, wo er seine Spielerkarriere beendete.

Mit seinen insgesamt 546 Bundesligaspielen steht Mirko Votava auf Platz fünf der Liste der Bundesligaspieler mit den meisten Einsätzen. Er ist der bisher älteste Torschütze der Liga (40 Jahre, 121 Tage).

In der deutschen Nationalmannschaft spielte Votava von 1979 bis 1981 insgesamt fünfmal und wurde mit der Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien Fußballeuropameister.

Weitere Laufbahn Bearbeiten

Nach seiner Spielerkarriere wurde Votava mit bisher bescheidenem Erfolg Trainer. Im Juli 1997 übernahm er als Spielertrainer seinen ersten Trainerposten in der Fußball-Regionalliga beim VfB Oldenburg, von Juli 1998 bis April 1999 trainierte er den SV Meppen. Im Jahr 2000 wurde er Chef-Scout bei Werder Bremen, bis er im November 2002 den Zweitligisten 1. FC Union Berlin übernahm. Hier war er bis zum März 2004 tätig, bevor er durch Aleksandar Ristić abgelöst wurde. Seit November 2004 trainiert Votava die U19 von Werder Bremen.

Während der EM 2004 war er für Otto Rehhagel, inzwischen Coach der griechischen Fußballnationalmannschaft, als Beobachter tätig, was allerdings erst später bekannt wurde. Die Frage, welchen Anteil er am Turniersieg der Griechen gehabt habe, beantwortete er in der in Syke erscheinenden Kreiszeitung vom 25. April 2006 mit „Ich habe zumindest keinen Fehler gemacht.“

Literatur Bearbeiten

  • Alfred Möller: Votava-Karriere begann beim VfL - Borussia angelte sich Wittener Rohdiamanten. In: Witten aktuell. Ausgabe 64/2007, Seite 16
  • So ein Tag ... - Die Spielberichte über die legendären Spiele des BVB Borussia Dortmund von 1963 bis heute aus der Westfälischen Rundschau - Zeitung für Dortmund. Edition Steffan, Köln 1992, ISBN 3-923838-03-4

Weblinks Bearbeiten


Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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