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Mesut Özil
Ozil in Real Madrid
Mesut Özil im Trikot von Real Madrid
Personalia
Geburtstag 15. Oktober 1988
Geburtsort GelsenkirchenDeutschland
Größe 182 cm
Position Mittelfeld, Spielmacher

2 Stand: 9. Februar 2011


Mesut Özil [mɛsut œzil] (* 15. Oktober 1988 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Fußballspieler. Seit der Saison 2010/11 steht er bei Real Madrid unter Vertrag.

Verein Bearbeiten

Özil wuchs in Gelsenkirchen als Sohn türkischer Einwanderer aus dem Dorf Hışıroğlu, das zur Provinz Zonguldak gehört, auf.[1] In seiner Jugend spielte Özil für verschiedene Vereine in Gelsenkirchen und fünf Jahre lang für Rot-Weiss Essen. 2005 schloss er sich der Jugendabteilung des FC Schalke 04 an.

Schalke 04 Bearbeiten

Mit den A-Junioren von Schalke, für die ihm in der Saison 2005/06 zehn Treffer gelangen, gewann Özil am 4. Juni 2006 die Deutsche Meisterschaft (2:1 im Finale gegen den FC Bayern München). Im Ligapokal vor der Saison 2006/2007 wurde er in den Spielen gegen Bayer 04 Leverkusen und Bayern München eingesetzt. Am 12. August 2006 bestritt er gegen Eintracht Frankfurt sein erstes Bundesliga-Spiel. Insgesamt brachte er es in seiner ersten Saison auf 19 Einsätze im Profikader. Im Januar 2008 gab der Verein bekannt, den noch bis 2009 laufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen.[2] Vorangegangen waren Unstimmigkeiten bei den anstehenden Vertragsverhandlungen zwischen Özils Vater und dem Spielerberater auf der einen Seite und der Vereinsführung des FC Schalke 04 andererseits.

Werder Bremen Bearbeiten

Am 31. Januar 2008 wechselte er zu Werder Bremen. Er unterschrieb dort einen bis zum 30. Juni 2011 gültigen Vertrag.[3] Am 26. April 2008 schoss er im Spiel gegen den Karlsruher SC sein erstes Tor in der Bundesliga. Wie auch in seinem ersten Profijahr beim FC Schalke 04, holte er auch mit Werder Bremen die Vize-Meisterschaft. In der Saison 2008/09 gewann er zusammen mit dem SV Werder Bremen den DFB-Pokal, wobei er im Finale gegen Bayer 04 Leverkusen das entscheidende Tor für Bremen schoss. Am 1. Mai 2010 absolvierte er sein 100. Bundesligaspiel und traf dabei auf seinen früheren Verein Schalke 04. Bei dem 2:0 Sieg erzielte er das Führungstor.

Real Madrid Bearbeiten

Im August 2010 wechselte Özil zu Real Madrid.[4] Die Ablösesumme lag übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei rund 15 Millionen Euro.[5][6] Sein erstes Pflichtspiel für Real Madrid bestritt Özil am 29. August 2010 gegen RCD Mallorca, als er in der 58. Minute eingewechselt wurde.[7] Am zweiten Spieltag stand er erstmals in der Startelf, als zuhause ein 1:0 gegen Osasuna gelang.[8] Sein erstes Tor schoss er am 3. Oktober 2010 gegen Deportivo La Coruña, in der 24. Spielminute.[9] Sein erstes Tor in der Champions League schoss er am 19. Oktober 2010 gegen den AC Mailand beim 2:0-Erfolg in der Gruppenphase.[10]

Nationalmannschaft Bearbeiten

Juniorenmannschaften Bearbeiten

Im September 2006 wurde Mesut Özil erstmals zur deutschen U19-Auswahl eingeladen. Sein Länderspieldebüt für die DFB-Junioren feierte er gegen Österreich. Er gehörte auch zum Kader des deutschen Teams bei der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2007 in Österreich. In den ersten Spielen gegen Russland und Frankreich erzielte er dabei jeweils einen Treffer. Schon im Alter von 18 Jahren wurde Özil in die deutsche U21-Auswahl berufen. Gleich in seinem ersten Spiel am 7. September 2007 in Nordirland gelang ihm dabei ein Treffer.

Im November 2007 beantragte Özil, dessen Vater im Kindesalter mit Özils Großeltern nach Deutschland eingewandert war, seine Entlassung aus der türkischen Staatsbürgerschaft. Er hatte zuvor sowohl einen türkischen als auch einen deutschen Pass besessen.[11]

Nachdem Özil zu Beginn der Saison 2008/09 auf sich aufmerksam machte, wollte der türkische Nationaltrainer Fatih Terim ihn für die Spiele der türkischen A-Nationalmannschaft nominieren. Özil lehnte jedoch ab mit der Begründung, sich auf die deutsche U 21-Nationalmannschaft und die bevorstehende U21-Europameisterschaft konzentrieren zu wollen[12]; er wurde aber weiterhin von Terim umworben.[13] Was aus seinem Antrag auf Ausbürgerung wurde, ist unklar.[14]

Am 11. Februar 2009 absolvierte er in Düsseldorf sein erstes A-Länderspiel für Deutschland gegen Norwegen, nachdem Özil bekannt gegeben hatte, dass er sich für Deutschland entschieden habe.[15]

Sein größter internationaler Erfolg war der Gewinn der U21-Europameisterschaft 2009 in Schweden unter Bundestrainer Horst Hrubesch. Im Finale war er als Spielmacher maßgeblich am 4:0-Erfolg der deutschen Mannschaft gegen England beteiligt. Özil bereitete 2 Tore vor und erzielte das 2:0 selbst. Nachfolgend wurde er zum „Man of the Match“ (Bester Spieler der Partie) benannt.[16]

A-Nationalmannschaft Bearbeiten

Özil podolski

Özil und Lukas Podolski im Trikot der deutschen Nationalmannschaft

Nach seinem A-Pflichtländerspieldebüt für Deutschland in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 am 12. August 2009 in Baku gegen Aserbaidschan ist Özil endgültig nur noch für die deutsche Fußballnationalmannschaft spielberechtigt. Am 5. September 2009 schoss er sein erstes Tor für die deutsche Nationalmannschaft im Freundschaftsspiel gegen Südafrika.[17] Am 9. Oktober 2009 ebnete Özil den Weg für die deutsche Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft, indem er das Tor von Miroslav Klose zum 1:0-Endstand gegen Russland vorbereitete.

Anfang Juni 2010 berief ihn Bundestrainer Joachim Löw in den Kader für das Turnier in Südafrika, wo er in der Partie gegen Ghana am 23. Juni 2010 das entscheidende Tor für den Sieg der deutschen Mannschaft in der Vorrunde schoss und anschließend zum Man of the Match gewählt wurde. Nach einer guten Turnierleistung erreichten die Deutschen den dritten Platz. Özil wurde als einer von zehn Spielern für den Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers nominiert, ging bei der Wahl aber leer aus.

Özil kam in der Saison 2009/10 bei 16 von 17 Länderspielen zum Einsatz und damit so oft wie kein anderer Spieler in dieser Saison.[18] Er fehlte nur beim Spiel gegen Malta am 13. Mai 2010, da er mit Werder zwei Tage später im Pokalendspiel spielte.

Sonstiges Bearbeiten

Özil wurde vom NPD-Pressesprecher Klaus Beier in einer Sondersendung des rbb Fernsehen zur Landtagswahl in Brandenburg 2009 als „Plastedeutscher“ (Ausweisdeutscher) beschimpft, woraufhin der DFB im September 2009 bekannt gab, juristische Möglichkeiten gegen die NPD und Beier zu prüfen.[19]

Özil war knapp zwei Jahre mit der 6 Jahre älteren Anna-Maria Lagerblom (geborene Lewe), der Ex-Frau von Pekka Lagerblom und Schwester von Sarah Connor, liiert. Sie konvertierte zum Islam und nannte sich fortan Melek.[20] Im November 2010 folgte die Trennung.[21]

Titel und Erfolge Bearbeiten

Vereine

Nationalmannschaften

Auszeichnungen Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. CNN Turk: Das Dorf Hışıroğlu ist stolz auf Mesut (türkisch)
  2. Kicker: Özils Vertrag wird nicht verlängert
  3. Kicker: Perfekt! Özil an die Weser
  4. Mesut Özil verlässt Werder und wechselt zu Real Madrid
  5. Zeit.de: Sorge um die Leichtigkeit, aufgerufen 18. August 2010
  6. Hamburger Abendblatt: Für 15 Millionen: Özil wechselt von Werder zu Real Madrid
  7. Kicker: Spielschema – RCD Mallorca vs. Real Madrid
  8. Kicker: Spielschema – Real Madrid vs. CA Osasuna
  9. Kicker: Spielschema – Real Madrid vs. Deportiva La Corunia
  10. Spiegel Online: Özil glänzt bei Real-Triumph über Milan, aufgerufen 19. Oktober 2010
  11. Kicker: Jones fehlt in Hannover
  12. T-online: Mesut Özil spielt weiter für Deutschland
  13. Andreas Kloo: Nächste Runde im Özil-Wettstreit. In: sport1.de. 20. Dezember 2008, abgerufen am 21. Dezember 2008.
  14. Mesut Özil: Türken buhlen um Talent. In: FOCUS ONLINE. 9. Oktober 2008, abgerufen am 21. Dezember 2008.
  15. Entscheidung: Mesut Özil für Deutschland. In: werder.de. 5. Februar 2009, abgerufen am 5. Februar 2009.
  16. Man of the Match: Mesut Özil vom 30. Juni 2009 auf kicker.de
  17. sportal.de: Mesut Özil: Heilsbringer oder verfrühter Hype? (6. September 2009)
  18. dfb.de: Spielerinfo Özi
  19. Wegen Özil: DFB prüft Klage gegen NPD-Pressechef Beier. In: Sport1.de. 17. September 2009, abgerufen am 4. Dezember 2010.
  20. Özils Freundin konvertiert aus Liebe zum Islam. In: Berliner Morgenpost. 24. Juni 2010, abgerufen am 1. Juli 2010.
  21. Mesut Özil und seine Anna-Maria: Liebes-Aus!]. In: bild.de. 12. November 2010, abgerufen am 13. November 2010.
  22. http://www.fussballer-des-monats.de/
  23. Sportschau.de: Wahl - Mesut Özil ist Spieler der Hinrunde
  24. welt.de: Mesut Oezil bekommt den Bambi für Integration

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