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Matthias Wahls 1992 Manila

Matthias Wahls bei der Schacholympiade 1992

Matthias Wahls (* 25. Januar 1968) ist ein deutscher Schachgroßmeister und Pokerspieler.

Matthias Wahls hatte seine schachlichen Wurzeln beim SK Union Eimsbüttel, einem Schachklub in Hamburg. Seit 1985 spielte er beim Hamburger SK in der ersten Bundesliga, im gleichen Jahr wurde er deutscher Jugendmeister. Im Jahr 1988 wurde er von der FIDE zum Internationalen Meister[1] ernannt, ein Jahr später zum Großmeister.[2]

In den 1990er Jahren gehörte Wahls zu den stärksten deutschen Schachspielern, so vertrat er Deutschland 1990 und 1992 bei der Schacholympiade und wurde 1996 und 1997 Deutscher Meister.

Im Jahr 1998 qualifizierte er sich für die FIDE-Weltmeisterschaft, die ein Jahr später in Las Vegas ausgetragen wurde. Dort besiegte er in der ersten Runde den Albaner Altin Cela mit 1½:½, scheiterte jedoch in der zweiten Runde mit 0:2 am ukrainischen Weltklassespieler Wassyl Iwantschuk.

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre begann er, Seminare zu Schachthemen, vor allem Eröffnungen, durchzuführen und reduzierte seine Turnieraktivitäten. Außerdem veröffentlichte er 1997 ein Buch über die Eröffnung Skandinavische Verteidigung (ISBN 3-932861-00-0) sowie 2005 einen Multimediakurs Die besten Eröffnungsfallen (ISBN 3-937549-09-9).

Seit Juli 2006 ist seine Elo-Zahl unverändert 2543,[3] womit er zur Zeit (Stand März 2010) den 26. Platz in der deutschen Elo-Rangliste innehätte. Er ist jedoch als inaktiver Spieler gelistet.

Matthias Wahls konzentrierte sich nach seiner Schachlaufbahn auf das Pokerspiel. Als Mitbetreiber der Pokerschule PokerStrategy.com strebte er danach, die Pokervariante Texas Hold’em in Deutschland zu verbreiten. Allerdings ist er dort kaum noch aktiv.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 100
  2. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 80
  3. Rating Progress. FIDE, abgerufen am 4. März 2010 (Skriptfehler).



Kopie vom 16.02.2011, Quelle: Wikipedia, Artikel, Autoren in der Wikipedia
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