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Masaki Morass (* 8. Januar 1979 in Tokio, Japan) ist ein japanisch-österreichischer Fußballtrainer.

Trainerlaufbahn Bearbeiten

Während Morass sein Abitur auf dem Sportinternat in Bad Sooden-Allendorf absolvierte, musste er aufgrund mehrerer Bandscheibenvorfälle frühzeitig seine Spielerkarriere beenden und wechselte auf die Trainerbank.

Seine erste Trainerstation hieß TSG Kammerbach, mit dem er als Torwarttrainer der Frauenmannschaft in der Saison 1997-98 den Aufstieg in die damals zweithöchste Spielklasse Deutschlands (Oberliga Hessen) feierte.[1]

Nach einer Saison wechselte Morass zum Innsbrucker AC, dessen Frauenmannschaft in der ÖFB Frauen Bundesliga spielte. Beginnend als Co-Trainer der Frauenmannschaft übernahm er mehrere Funkitonen im Verein und agierte nach seiner Trainertätigkeit bei der Bundesliga-Frauenmannschaft als Nachwuchstrainer und Co-Trainer der Herrenmannschaft, mit der er in der Saison 2005/06 in die dritthöchste Regionalliga West aufstieg.[2] In dieser Zeit trainierte er u.a. die späteren Profifußballer Markus Obernosterer, Sebastian Siller, Florian Jamnig und Florian Buchacher.

Nach 8 Jahren Vereinszugehörigkeit wechselte Morass im Januar 2007 als Betreuer der Lizenzspielermannschaft zum österreichischen Bundesligisten FC Red Bull Salzburg, mit dem er die österreichische Meisterschaft 2007 feierte.

Im Sommer 2008 schloss Morass sich dem Tiroler Fußballverband an. Während seiner Zeit als U18-Akademietrainer des Verbandes trainierte er u.a. den späteren Nationalspieler Lukas Hinterseer.

Vom Januar 2009 bis zum Saisonende der Jahresmeisterschaft 2010 war Morass gemeinsam mit Karsten Neitzel in insgesamt 82 Spielen als Co-Trainer vom langjährigen SC Freiburg-Trainer Volker Finke bei den Urawa Red Diamonds in der J1 League, der höchsten japanischen Spielstufe, tätig.[3] [4]

Nach seiner erfolgreichen Absolvierung der Bundesliga-Sportmanagement-Akademie in Wien[5] , u.a. gemeinsam mit Carsten Jancker, unterschrieb Morass im November 2014 einen Vertrag als Co-Trainer beim Erste Liga-Verein (zweithöchste Spielklasse im österreichischen Profifußball) SV Horn.[6][7]

Neben seiner Trainertätigkeit half Morass den Verein auch finanziell, indem er einen neuen Investor aus Japan organisierte [8] [9] [10], jedoch verließ er selber den Verein am 01.Oktober 2015. Via Pressemitteilung erklärte er "Aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen betreffend der Ausrichtung des Vereins werde ich meine Zelte hier in Horn abbrechen und mich neuen Herausforderungen stellen“.[11]

Seit Sommer 2016 ist Morass gemeinsam mit Herbert Gager und Werner Pentz Trainer bei Camps für vertragslose Profifußballer, die von der Vereinigung der Fußballer veranstaltet werden. Beim FIFPro-Vier-Nationen-Turnier 2016 mit Deutschland, der Schweiz und Ungarn war Morass Co-Trainer des österreichischen Teams. [12] [13]

Privates Bearbeiten

Morass stammt aus einer Familie, aus der mit Itō Hirobumi und Ōkuma Shigenobu zwei japanische Premierminister hervorgegangen sind. [14]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. TSG Kammerbach Chronik TSG Kammerbach Chronik
  2. Sky-Bericht Morass und Westerthaler
  3. World Football Squad Urawa Reds 2009
  4. World Football Squad Urawa Reds 2010
  5. Japan-Boom veim IAC - aber warum eigentlich?
  6. Neuer Co-Trainer Masaki Morass. SV Horn, abgerufen am 7. Dezember 2014.
  7. Masaki Morass wechselt zum SV Horn. fanreport.com, abgerufen am 19. Dezember 2014.
  8. Japan-Power in NÖ, Kronenzeitung, 08.Juni.2015
  9. Das Wunder von Horn, Zeit-online, 31. August 2015
  10. Der verrückte Plan des SV Horn, n-tv-online, 01. November 2016
  11. Presseaussendung SV Horn, SV Horn, 01. Oktober 2015
  12. Das VdF-Camp für vereinslose Profifußballer - 3. Auflage
  13. Das Camp der guten Hoffnung, Kronenzeitung, 24. Juni 2016
  14. A. Sueoka: Ōkuma Shigenobu to Ezoe Renzō. Yōgakudō shoten, 2008, ISBN 4-9904418-0-X , ISBN 978-4-9904418-0-7


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